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DIW Berlin Klaus Zimmermann

15.06.2007 ·  „Weder der Mindestlohn noch der Kombilohn oder die negative Einkommensteuer vermeiden Arbeitsarmut.“

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Was halten Sie von einem Mindestlohn in Deutschland und welchen Effekt hätte er?

Ein Mindestlohn führt zu Arbeitsplatzabbau und Preiserhöhungen. Die Preiserhöhungen führen dann wiederum zu weiterem Arbeitsplatzabbau.

Wie vermeiden wir Arbeitsarmut, ohne einen Mindestlohn einzuführen?

Weder der Kombilohn noch die diskutierten Modelle der negativen Einkommenssteuer vermeiden Arbeitsarmut. Beide Varianten sind teuer und uneffektiv. Das Problem lässt sich nur langfristig durch eine wachstumorientierte Politik lösen.

Falls die Politik einen Mindestlohn will, würden Sie einen generellen gesetzlichen Mindestlohn oder verbindliche Branchenlöhne bevorzugen?

Ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von fünf Euro wäre das kleinere Übel, das aber noch genügend Schaden anrichten würde.

Warum haben so viele andere Länder einen Mindestlohn?

Diese Länder haben entweder faktisch niedrige Mindestlöhne oder sie haben keine richtigen sozialen Auffangnetze, wie sie in Deutschland mit Hartz IV und der Sozialhilfe existieren.

Klaus Zimmermann ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

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