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Defizit gesunken Weniger neue Schulden im Euroraum

18.04.2008 ·  Das öffentliche Defizit im Euroraum ist im vorigen Jahr deutlich zurückgegangen, die relative Neuverschuldung hält sich in Grenzen. Doch die Gesamtschulden - in absoluten Zahlen - haben sich weiter leicht erhöht.

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Die Defizitkrise im Euroraum ist vorerst beendet. Alle 15 Länder mit der Gemeinschaftswährung hielten im vergangenen Jahr ihre Neuverschuldung unter der Maastrichter Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit.

Für Deutschland wurde das bereits von Berlin mitgeteilte „Nulldefizit“ (0,0 Prozent) bestätigt, nachdem 2006 noch ein Defizit von 1,6 Prozent registriert worden war. Das durchschnittliche Defizit der 15 Euro-Länder fiel im vergangenen Jahr wegen der guten Konjunktur auf 0,6 Prozent nach 1,3 Prozent zuvor. Die höchsten Überschüsse wurden in Finnland mit 5,3 Prozent, in Dänemark mit 4,4 Prozent und in Schweden mit 3,5 Prozent erzielt. Die höchsten öffentlichen Defizite verzeichneten Ungarn (minus 5,5 Prozent), Großbritannien (minus 2,9 Prozent), Griechenland (minus 2,8 Prozent) und Frankreich (minus 2,7 Prozent).

5,9 Billionen Euro öffentliche Schulden

Gemessen am Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging der öffentliche Schuldenstand im Euroraum zum Jahresende 2007 auf 66,3 Prozent zurück - von 68,4 Prozent Ende 2006. Der Schuldenstand erhöhte sich auf 5,9 (Vorjahr: 5,8) Billionen Euro.

Auch die Slowakei hat das Maastricher Defizitkriterium eingehalten und so eine weitere Hürde auf dem Weg zum gewünschten Beitritt zur Euroraum genommen. Das
Staatsdefizit fiel im vergangenen Jahr deutlich auf 2,2 Prozent nach 3,6 Prozent im Vorjahr. Nach den Regeln darf die Neuverschuldung 3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt nicht überschreiten. Es sind nun die Voraussetzungen gegeben, dass die EU-Kommission das noch laufende Defizit-Strafverfahren gegen Bratislava im Mai einstellt. Die Slowakei, die auch ihre Inflation im Griff hat, will zum 1. Januar kommenden Jahres ihre Krone gegen die Gemeinschaftswährung tauschen (Die Slowakei will den Euro).

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, Dow Jones
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