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Chinas Währung Apec diskutiert hitzig über Yuan Chinas Zentralbank schlägt neue Rhetorik an

 ·  Auf dem Apec-Gipfel in Singapur nutzt die amerikanische Regierung ihre Verbindungen in Asien, um den Druck auf China zur Aufwertung des Yuan zu erhöhen. Der Zeitpunkt dafür scheint gut gewählt.

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Auf dem Apec-Gipfel in Singapur nutzt die amerikanische Regierung ihre Verbindungen in Asien, um den Druck auf China zur Aufwertung des Yuan zu erhöhen. Der Zeitpunkt dafür scheint gut gewählt: Am Mittwoch war der Eindruck entstanden, die chinesische Zentralbank ändere möglicherweise ihre seit Juli 2008 verfolgte Politik, zur Stärkung des Exports den Yuan um den Kurs von 6,8 zum Dollar zu fixieren und damit künstlich niedrig zu halten. Das Institut hatte geschrieben, der Außenwert des Yuan folge einem "proaktiven, kontrollierten und schrittweisen Vorgehen, basierend auf internationalen Kapitalströmen und den Bewegungen wichtiger Währungen." Bislang hatte sie stets von einem "stabilen Yuan" gesprochen (Zhou Xiaochuan: Herrscher über die Volkswährung)

In China hieß es am Donnerstag allerdings, man dürfe diese Aussage nicht überbewerten. Tao Wang, Chefanalystin für China bei UBS Securities in Peking, sprach von einem "Wechsel der Tonart" der Zentralbank, der aber vorerst keine Änderung der Politik bedeute. Der Kurs des Yuan zum Dollar bleibe noch mindestens ein halbes Jahr stabil, bevor er aufwerte und bis Ende 2010 möglicherweise einen Kurs von 6,40 bis 6,50 erreiche. Auch Chinas stellvertretender Finanzminister Zhu Guangyao beeilte sich zu versichern, es sei kein Wechsel der Währungspolitik geplant. Der stabile Yuan habe zur schnellen Genesung der chinesischen Wirtschaft in der Krise beigetragen. Es ist durchaus üblich, dass Peking vor Besuchen westlicher Regierungschefs eine moderatere Rhetorik bemüht, möglicherweise diesmal in der Währungspolitik. Am Sonntag wird der amerikanische Präsident Barack Obama in China erwartet.

Offener Streit um Chinas Währung

Der Streit um den Außenwert trat auf der Konferenz der Anrainerstaaten des Pazifik in Singapur offen zutage. Dort sollen am Samstag die Staatschefs aufeinandertreffen. "Marktorientierte Wechselkurse, die den wirtschaftlichen Fundamentaldaten entsprechen, sind grundlegend, um den neuen Wachstumsmustern zu entsprechen", erklärten der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner, seine Kollegin Mulyani Indrawati aus Indonesien, der größten südostasiatischen Volkswirtschaft, und Singapurs Finanzminister Tharman Shanmugaratnam. Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd warnte vor einer Überbetonung der Bedeutung des Yuan: "Wir Australier unterstützen die Rolle des amerikanischen Dollar als Reservewährung. Jede wilde Debatte um alternative Währungen könnte sich destabilisierend auswirken." Weltbank-Präsident Robert Zoellick hatte zuvor gesagt, er erwarte, dass der Yuan innerhalb von zwei Jahrzehnten eine Reservewährung werde.

Geithner erklärte, Asien werde die Welt auf Erholungskurs bringen. In der Abschlusserklärung der Finanzminister der 21 Staaten, unter ihnen Amerika, Japan, China und Russland, heißt es: "Wir bleiben besorgt darüber, dass Protektionismus unsere wirtschaftliche Erholung bedroht." Zugleich bekennen die Finanzminister, sie würden "aktiv protektionistischen Maßnahmen widerstehen". In den vergangenen Monaten hatten Amerika und China immer mehr Handelsschranken aufgebaut. Die Amerikaner begründen dies regelmäßig damit, dass der Yuan unterbewertet sei und China somit Wettbewerbsvorteile bringe.

Unterdessen rief der chinesische Premierminister Wen Jiabao das Ende der internationalen Finanzkrise aus. Das Schlimmste sei vorüber, sagte Wen im chinesischen Fernsehen. Die Erholung der Weltwirtschaft verlaufe allerdings langsam und holprig. Beflügelt wird der Zuwachs von einem 400 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket und einer staatlich angeregten Kreditausweitung. In den ersten zehn Monaten des Jahres haben die Banken 8920 Milliarden Yuan (rund 890 Milliarden Euro) ausgeliehen, weit mehr als die vorgesehenen 5000 Milliarden. Damit sollen sie in der Krise die Binnennachfrage anheizen und Unternehmen aus Liquiditätsengpässen helfen.

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