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Bundestagswahlkampf SPD will mehr Kindergeld für Geringverdiener

 ·  Nach Ansicht der SPD ist das jetzige Kindergeld „ungerecht“. Im Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl will die Partei die Unterstützung für Eltern reformieren. Geringverdiener-Familien sollen dann massiv unterstützt werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (61)
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"Prekariat"?

Beim Lesen mancher Beiträge hier frage ich (und jetzt auch die jeweiligen Schreiber) was diese, die Schreiber, unter Prekariat verstehen.

Es darf doch nicht wahr sein, dass jemand, der im Monat irgendetwas zwischen 1.200€ und 2.000€ nach Hause bringt, als Prekariat bezeichnet wird. Das sind doch die Leute, die Ihnen und mir die Haare schneiden, die Briefe und Pakete in's Haus bringen und den Müll abholen. Wo wären wir bitte ohne diese Leute?

Und was bringt Sie auf die Idee, dass diese Leute nicht ihr Geld in Flachbildfernsehern (es gibt übrigens keine Röhren-TV mehr zu kaufen) und Videospielen "anlegen"? Oder gar in Zigaretten und Alk? Ich behaupte, dass sich diese Leute sich weitaus überwiegend mindestens genauso viele Gedanken über die Zukunft ihrer Kinder machen, wie die Leute, die hier den Mund aufreissen.

Jeder dieser Familien trete ich mein Kindergeld mit Freuden ab. Ich brauche es nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 19:21 Uhr
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Auf die Frage habe ich gewartet ...

... weil abzusehen war, dass die "Prekariatswiederholer" hier so in ihren Stereotypen gefangen sind, dass sie - wenn sie nicht mehr weiterwissen - eine einfache Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Und siehe da - meine Erwartung wurde nicht enttäuscht (es war allerdings auch sehr einfach, zugegeben).

Selbstverständlich beantworte ich Ihre (Gegen)Frage trotzdem: Die Friseuse bekommt ein kräftiges Trinkgeld (ich bin alle zwei Wochen dort). Der Paketbote bekommt jedes Jahr ein Weihnachtsgeschenk (die sind durch ihren Arbeitgeber DPAG bei der Entgegennahme von Geschenken etwas eingeschränkt). Die Aldi-Kassiererin ging allerdings leer aus, Asche auf mein Haupt.

Ich hoffe, das stellt Sie einigermassen zufrieden. Wenn Sie jetzt freundlicherweise auch noch meine Frage beantworten würden ... Danke.

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Jürgen Schölzel

mehr Kindergeld oder höhere Steuern?

Die SPD will Geringverdiener mit mehr Kindergeld "massiv" unterstützen !?
Sigmar Gabriel erklärt andererseits das Ehegattensplitting abschaffen zu wollen.
Dies könnte dazu führen, dass dem mehr an Kindergeld, höhere Steuern auf das Familieneinkommen entgegen stehen. Andererseits gibt es Erziehungsgeld. Das ist anzurechnen. Es soll ja gerecht sein.
Mein Fazit - dieser Vorschlag ist zu anderen Wahlaussagen im Widerspruch und derartig unausgegoren, weil nur mit einem gigantischen Verwaltungsaufwand umsetzbar. Demnächst brauchen wir so etwas wie die Sozialhilfebehörde, die für jeden Bürger den Umfang eigener Einkünfte und die Höhe der sozialen Transferleistungen ermittelt, die in Anspruch genommen werden können.
Wir brauchen weniger Staat und einfache Regelungen - also weniger Kosten. Die großen Parteien haben Pläne für Steuer- und Abgabenerhöhungen nach der Wahl in der Schublade (PKW-Maut, Ekst, Vermögenssteuer, Sonderabgaben).
Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung und Volksentscheide!

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Wolfgang Richter

Seine Wählerschicht selbst schaffen

Wenn das Prekariat einmal 50% der Wählerschaft beträgt, was mit der ruinösen und leistungsfeindlichen Wirtschaftspolitik der SPD kein Problem sein sollte, ist das Ziel erreicht:
Die SPD hat sich ihre stabile Wählerschicht geschaffen und herrscht für immer.

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Thomas Müller
Thomas Müller (tholer) - 09.01.2013 18:51 Uhr

Die SPD schafft sich ab!

Was wir ganz dringend brauchen, sind noch mehr Kinder des Prekariats, finanziert von jenen, die theoretisch in der Lage wären gesellschaftlich förderliche Kinder zu erziehen. Tolle Idee.

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Marcel Meier

GeringVERDIENER oder doch wieder Transferzahlungen für "Zuhausebleiber"?

Sozialromantik al la SPD oder besser: Politik aus der Mottenkiste.
Kindergeld gehört abgeschafft!
Eine Reduzierung bei der Einkommensteuer wäre ein optimales Steuerungsinstrument. Somit wäre sichergestellt, dass die Einkommensart Kind verschwindet und endlich wieder die Richtigen Kinder bekommen. Wir brauchen keine Großfamilien die den Fortbestand des in- und ausländischen Sozialadels sichern!

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Mehr Kindergeld für's Prekariat

und mehr Rettungsschirme für die Bankster, Zocker und Schuldenmacher und schon herrscht für die SPD alternativlose "Gerechtigkeit. Für die angeblichen "Gutverdiener" hilft da nur noch Auswandern oder Hartz4 beantragen. Damit kommt, ganz ohne Arbeit, auch ganz schön was zusammen, wenn denn jemand demnächst überhaupt noch Steuern bezahlt.
Aber wo die Blockparteien sind, naht Rettung bei der nächsten Wahl. Ganz bestimmt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 18:22 Uhr
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Es ist unmöglich ...

... einen Zusammenhang zwischen dem Artikel und Ihrer unsubstantiierten Tirade zu erkennen. Was soll das bitte?

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klaus keller (klkeller) - 09.01.2013 17:37 Uhr

Im Fall eines Sieges.......

es geht nur darum später sagen zu können:Hättet Ihr uns gewählt dann würdet ihr mehr Geld bekommen. Die SPD muß gar nicht erklären wem das Geld vorher weggenommen werden soll da sie ja nicht siegen wird.
Sprachlich auch interessant: Der Sieg als Fall. Eigentlich ist der Fall ja etwas unangenehmes.

PS: Es ist wieder von sozial schwachen die Rede als sei soziale Stärke eine Frage des Einkommens oder des Geldvermögens

Mein Unwort des Jahres seit Jahren

Zu welcher Gruppe gehört nun Steinbrück? Soziale Stärke kann ich bei Ihm nicht diagnostizieren.

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Politik aus der Mottenkiste

Mit klassischer SPD-Politik aus der Mottenkiste der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wollen die SPD oder Steinbrück(?) nun also den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in Deutschland trotzen.

Für alle die sich nicht mehr erinnern können: Bis zum Ende seiner Kanzlerschaft hatte Schmidt die Staatsschulden um das 5-fache gesteigert und die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland von 273.000 im Jahr 1973 auf über 2.000.0000 Arbeitslose im Jahr 1982 angehoben.

88 Euro pro Kind und Monat mehr für das Prekariat bedeuten in erster Linie eine Subvention für unsere schwächelnde Tabak- und Spirituosenindustrie.

Aber vielleicht folgen Steinbrück(?) oder die SPD ja einfach nur der beliebten sozialistischen Parole: Opium fü(h)r(e) das Volk.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 18:52 Uhr
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@Klaus Theobald: Ehrlich gesagt

ich habe keine Ahnung wo Ihr DHL-Bote sein Mehr an Kindergeld investieren würde. Wahrscheinlich benötigt er gar kein Mehr an Kindergeld, wenn er nur frei entscheiden könnte ob er den Staatsfunk bezahlen muss oder nicht (ist für seine Kinder sowieso besser wenn er darauf verzichtet), und wenn seine Stromrechnung billoger wäre, und wenn er seinen Wagen (und den seines Chefs, ja ja auch die Spritkosten für seinen DHL-Transporter muss er erwirtschaften) nur für einen Bruchteil des derzeitige Betrages volltanken müsste, und wenn auch er weniger Abgaben an den Fiskus zu leisten hätte, und wenn er die Dämmung (und die danach notwendigen Maßnahmen zur Schimmelbekämpfung) an seinem Mietshaus nicht bezahlen müsste, usw.
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Was bitte ist "Prekariat"?

Etwa der DHL-Paketbote, den ich ganz gut kenne. Der rackert sich tagtäglich ab und ist mit Sicherheit nicht übermässig mit irdischen Gütern gesegnet. Seinen beiden Kids würde ich ein höheres Kindergeld gönnen, auch wenn ich keines mehr erhalten würde. Ich brauche es nicht.

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Ulrich Schramm

Prinzipiell: Familien mit Kindern

sind zu unterstützen, jedoch muss gewährleistet sein, dass das Kindergeld wirklich für kindliche Bedürfnisse ausgegeben wird. Dass Kindergeld in Überlegungen einfließt, wie groß der nächste Fernseher ist und ob man sich die Eigentumswohnung nun doch leisten kann, ist kontraproduktiv. Durch solche Anschaffungen baut eine Familie evtl. hohe Schuldenlasten auf, unter denen die Kinder sehr leiden können.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 09.01.2013 16:40 Uhr

jo mai

is den scho wida woahlkampf?

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Stefan Derrick

Manipulation mit Sprache

Gutverdienern durch einen Freibetrag weniger wegzunehmen wird hier zur "Veredelung staatlicher Leistungen nach oben". Als ob der Staat da etwas leisten würde.

Ach, wenn Propaganda doch nicht so billig wäre.

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Matthias Smolarek
Matthias Smolarek (msmol) - 09.01.2013 16:09 Uhr

Mehrwertsteuersatz anpassen

Statt das Kindergeld zu erhöhen, sollte lieber der Mehrwertsteuersatz für "Kinderprodukte" gesenkt werden. Dies käme den Familien mit Kindern zugute, ohne dass wieder der Vorwurf entsteht, dass das erhöhte Kindergeld in Flachbildschirme, Bier und Zigaretten investiert wird. So ist es doch nur ein billiges leicht zu durchschauendes Wahlkampfgeschenk.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 23:22 Uhr
Michael Scheffler

Lieber Herr Theobald

Es gibt ja leider Erkenntnisse darüber, dass das Prekariat mehr raucht und trinkt als die Mittelschicht, auch wenn Sie es nicht glauben.

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Ich glaube nicht, ...

... das Niedrigverdiener ihr Geld, schon gar nicht das Kindergeld, in die Dinge investieren, die Sie dort oben genannt haben.

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peter myer

......

kindergeld generell abschaffen oder kürzen, dafür in der schule mittagessen umsonst.

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Monika Müller

Kindergeld gehört abgeschafft!

Ich finde, Kindergeld ist unnötig. Lieber soll für Menschen der unteren Einkommensschichten (bis 1500 EUR netto im Monat) KiTa, Kindergarten und sonstige Betreuungseinrichtungen sowie er Zugang zu Bildung KOSTENFREI sein. Das könnte man durch das Einstellen von sämtlichen Kindergeldzahlungen leicht erreichen und das Geld käme da an, wo es hin gehört und nicht in Zigarettenautomaten, beim Medienkaufhaus (Spielekonsolen etc.) oder Internetcafés!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 15:15 Uhr
Monika Müller

von "Frauentausch" und so...

Nein im Ernst, das war natürlich jetzt etwas überzogen und Beispiele angeführt, die sicherlich vorkommen, aber nicht die Regel sind. Allein, um zu verdeutlichen, was ich meinte. Leider kenne ich im Umkreis die eine oder andere Familie, wo Mehreinnahmen dafür verwendet werden und die Kinder immer noch keine neuen Schuhe haben - aber das ist - hoffentlich wirklich nicht die Regel...

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Woher wissen Sie alle, ...

... das das (Kinder-) Geld überwiegend für Zigaretten, Electronics oder Internetcafes ausgegeben wird?

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 09.01.2013 15:04 Uhr

Natürlich nur Wahlkampf wie fast alles.

Ungeachtet dessen kann es aber noch vor der Wahl Wirkung zeigen.

Merkel / von d. Leyen / Schröder werden das sicher aufnehmen.

Die SPD wird zustimmen aber gleichzeitig Wahlgeschenk rufen.

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H. H.  Albrecht

Das war immer ungerecht, liebe SPD

Auch wohlhabende Familien (auch die reichsten 1 bis 2 Prozent) bekommen Kindergeld oder Kinderfeibetrag, sind also Geringverdienern gleichgestellt. Daß die Politik, hier die gute Tante SPD, diese Situation erst heute als fragwürdig erkennt, zeigt, daß man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.

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Alfred Vomberg

Falscher Ansatz

Nicht viele, sondern gut ausgebildete Kinder sind die Zukunft Deutschlands.
Dazu wäre z.B. ein verbindlicher Förderunterricht am Nachmittag der erste Schritt.
So wird den Lernschwachen geholfen und den Lernunwilligen eine Motivation geboten.
Natürlich kostet dieser zusätzliche Unterricht Geld.
Das wäre dort aber viel besser angelegt, als in einer Erhöhung des Kindergelds.

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heike buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 09.01.2013 14:18 Uhr

Wer möchte in den Krisenherd Europa

Menschen die Verantwortund tragen und haben,möchten Ihre Kindern solche Zukunft nicht antun.Denn, ein Krieg ist nicht ausgeschlossen.Da nützt kein Kindergeld,Betreuungsgeld oder sonstwas.Wichtig ,alle müssen die richtige Patei wählen,und nicht immer die gleichen Politgauner,und hoffen das es besser wird.

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William Snurp
William Snurp (W_Snurp) - 09.01.2013 14:10 Uhr

Es ist wie immer...

...bei den linken: Es wird nicht danach gefragt, ob das Kindergeld angemessen bzw. ausreichend ist. Es wird vielmehr als unerträglich wahrgenommen, dass "Gutverdiener" (ein i.Ü. brandmarkendes Wort !) ihre hohe Steuerlast durch einen Freibetrag entlasten können. Warum das unerträglich sein soll, bleibt das Geheimnis der SPD. Es kann eben nur der entlastet werden, der auch substantiell Einkommenssteuer zahlt. Es wird deswegen ja kein "Geringverdiener" schlechter gestellt.

Traurig, dass Politik eine reine Gefühls-Veranstaltung geworden ist...

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Jürgen Dannenberg

Ach ja, 2002,

"SPD durch die Abschaffung des 2002 eingeführten „Freibetrags für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung“ (BEA)"
leidet die SPD an Amnesie. Offensichtlich.

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09.01.2013, 10:11 Uhr

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Von Patrick Bernau

Helmpflicht auf E-Bikes, Null Promille am Steuer, kein Fleisch auf dem Teller! Wer als Politiker bekannt werden will, muss neue Regeln erfinden oder neue Verbote fordern. Gut ist das nicht. Mehr 25 68


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