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Brexit : Britischer Europaminister warnt vor ökonomischem „Limbo“

  • Aktualisiert am

David Lidington mit starken Worten gegen den Brexit. Bild: Amadeus Waldner

Der britische Europaminister David Lidington hat in der Debatte um einen Brexit deutliche Worte gefunden: Das Land werde in eine Dekade der wirtschaftlichen Unsicherheit fallen, sollte es aus der EU austreten.

          Der britische Europaminister David Lidington hat sich mit einer drastischen Warnung in die Debatte um das Für und Wider eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU (Brexit) eingeschaltet: Er sagte in einem Interview mit dem „Observer“, das Land werde in einen zehn Jahre langen ökonomischen „Limbo“ verfallen. Damit gemeint ist ein Schwebezustand, in dem Großbritannien nicht mehr von der Mitgliedschaft in der EU profitiert, jedoch auch noch keine alternativen Handelsverträge mit dem Rest der Welt oder der EU selbst schließen konnte.

          Eine Dekade mit massiver wirtschaftlicher Unsicherheit stehe im Falle eines Brexits bevor, prophezeite Lidington. Damit stützt der Minister den Kurs von David Cameron, der mit ähnlichen Argumenten gegen den Brexit ins Feld zieht.

          G-20-Gipfel sah Brexit als großes Risiko

          Lidington mischte sich kurz nach dem G-20-Finanzministertreffen in die Debatte ein. Das Timing ist kein Zufall: Auf dem Gipfeltreffen wurde ein möglicher Brexit als eines der wichtigsten Risiken für die Weltwirtschaft in diesem Jahr thematisiert.

          Zuvor war das Lager der Brexit-Befürworter einer Umfrage zufolge in Führung gegangen. Einen Ausstieg aus der Europäischen Union befürworten inzwischen 52 Prozent der Briten, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Befragung des Instituts ORB für die Zeitung „The Independent“ hervorging. Einen Monat zuvor waren es demnach noch 48 Prozent. Umgekehrt sagten in der jüngsten Umfrage nur noch 48 Prozent, Großbritannien solle in der EU bleiben, während es einen Monat zuvor noch 52 Prozent waren.

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