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Betrugsvorwürfe : Sozialversicherung treibt hohe Nachzahlungen ein

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Alle vier Jahre untersucht die Rentenversicherung, ob die Unternehmen genug für ihre Angestellten einzahlen Bild: dpa

Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 432 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nachgezahlt, die sie für ihre Angestellten nicht oder in nicht ausreichender Höhe an die Rentenversicherung abgeführt hatten.

          Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat im vergangenen Jahr einem Zeitungsbericht zufolge eine  Rekordsumme von Arbeitgebern eingetrieben, die keine oder zu geringe Sozialversicherungsbeiträge für ihre Angestellten gezahlt  haben. Nach Zahlen, die dem „Hamburger Abendblatt“ vorliegen, wuchs die Summe der nachgeforderten Abgaben 2012 auf 432 Millionen Euro. Im Jahr 2011 waren es nur 415 Millionen Euro, obwohl die Prüfer der Rentenversicherung rund 20.000 Betriebe mehr als 2012 überprüften.

          „Immer öfter versuchen sich Arbeitgeber ihrer sozialen Verantwortung zu entziehen“, sagte die Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Annelie Buntenbach. Sozialversicherungsbeiträge nicht zu zahlen, sei „zutiefst unsozial und der Versuch, für höheren Profit die sozialen Risiken allein auf dem Rücken der Arbeitnehmer abzuladen“. Das sei „kein Kavaliersdelikt“, sondern müsse kontrolliert und entsprechend geahndet werden. Der Betrug werde durch kurzfristige oder nicht  abgesicherte Beschäftigung, Werkverträge, Scheinselbstständigkeit und Minijobs begünstigt.

          Bei einer Straftat im Zusammenhang mit Beitragshinterziehung sieht das Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder  Geldstrafen vor. Die Deutsche Rentenversicherung prüft alle vier Jahre jeden Arbeitgeber in Deutschland.

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