Im Streit über das Betreuungsgeld haben die Kritikerinnen in der CDU ein Einlenken signalisiert. „Die Vermittlungsversuche der Kanzlerin waren sehr positiv“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Berliner CDU und Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, Monika Grütters, der „Berliner Zeitung“ vom Dienstag. Die nun geplante Beschleunigung des Krippenausbaus greife einen wichtigen Punkt der Betreuungsgeld-Kritiker auf.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Donnerstag mit den Frauen der Unionsfraktion treffen, um mit ihnen auch noch einmal über das umstrittene Betreuungsgeld zu sprechen. In den Reihen der Frauenunion war das Betreuungsgeld besonders heftig kritisiert worden. Über das Betreuungsgeld wird am Freitag erstmals im Bundestag beraten. Das Parlament soll noch vor der Sommerpause über das von der CSU forcierte Projekt abstimmen.
Die schwarz-gelbe Koalition hatte sich in der vergangenen Woche auf die Einführung eines Betreuungsgeldes geeinigt. Es soll von 2013 an an Eltern gezahlt werden, die ihre Kinder nicht in einer öffentlichen Betreuungseinrichtung betreuen lassen. Die von der CSU geforderte Leistung war auch in der FDP und bei manchen CDU-Politikern auf Skepsis gestoßen. Die Opposition lehnt sie ab.
