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Bestechung Pooth-Affäre kostet Düsseldorfer Sparkassenchef den Job

22.02.2008 ·  Seit Wochen geistert durch die Boulevardpresse, dass Verona Pooths Ehemann Franjo Düsseldorfer Sparkassenchefs bestochen haben soll. Jetzt muss der Vorstandsvorsitzende tatsächlich seinen Posten räumen.

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Die Pleite des Konsumelektronikherstellers Maxfield hat erste personelle Konsequenzen bei der kreditgebenden Stadtsparkasse Düsseldorf. Deren unter Untreueverdacht stehender Vorstandsvorsitzende Heinz-Martin Humme wurde am Freitag mit sofortiger Wirkung von seinen Dienstpflichten entbunden, wie die Stadtverwaltung in Düsseldorf mitteilte. Das habe der Hauptausschuss der Stadtsparkasse beschlossen.

Humme und sein für das Mittelstandsgeschäft zuständiger Vorstand Karl-Heinz Stiegemann waren schon Mitte der Woche zunächst für zwei Wochen von ihrer Tätigkeit freigestellt worden (siehe dazu auch: Stadtsparkasse Düsseldorf: Korruptionsvorwürfe nach Pleite).

Verdacht der Insolvenzverschleppung

Humme und ein zweites Vorstandsmitglied sollen von Maxfield-Chef Franjo Pooth, dem Mann von TV-Moderatorin Verona Pooth, zwei jeweils 3200 Euro teure TV-Flachbildschirme bekommen haben. Weil Pooth von der Sparkasse einen Kredit in Höhe von 9,2 Millionen Euro erhalten hat, prüft die Staatsanwaltschaft, ob er sich der Bestechung schuldig gemacht hat. Zudem wird der Verdacht der Insolvenzverschleppung geprüft.

Maxfield hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war vor allem durch den Handel mit MP3-Playern bekannt geworden. In Medienberichten hieß es, der Konsumelektronikhersteller sei aber schon früher in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Das Talent, Bankleute „um den Finger zu wickeln“

Verona Pooth hatte in einem RTL-Interview gesagt, ihr Mann habe das Talent, Bankleute „um den Finger zu wickeln“. Franjo Pooth widersprach ihr auf der Stelle. Tatsache ist allerdings, dass Sparkassenmitarbeiter auf der Hochzeit des prominenten Paares in Wien zu Gast waren.

Die 39 Jahre alte Verona Pooth hat bereits klargestellt, dass die Insolvenz ihres Ehemannes sie nicht in finanzielle Schwierigkeiten bringe. Er habe bei allen Risiken, die er als Geschäftmann eingegangen sei, immer sehr darauf geachtet, sie nicht in seine Geschäfte zu involvieren.

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