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Bestechliche Kassenärzte Bahr will das Berufsrecht der Ärzte ändern

 ·  Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erwägt nach Informationen der F.A.Z. eine Verschärfung des ärztlichen Berufsrechts sowie des Sozialrechts. So sollen bestechliche Kassenärzte leichter ausfindig gemacht werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)
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holger milde
holger milde (housedoc) - 08.01.2013 08:09 Uhr

Wann zerbrechen die ersten Fensterscheiben?

Bei einigen Foristen kann man sehr deutlich die intensive Abneigung (aus welcher Motivation?) gegen DIE Korrupten Ärzte = Dealer, Drogenbarone u.ä. ququalifizweierten Äußerungen ablesen, die sehr an Zeiten rrinnern, in denen freie Berufe als staatsfeindlich, zersteztend und volkseigentumverschwendend angesehen wurden. Wann werden also die Verleumdungen u. Aufrufe zur Zwangskollektivierung von den Politikern u. sog. (bezahlten) Gesundheitsexperten á la Ulla S.(SPD, vorm. KBW) ; Horst S.(CSU), Spahn(CDU,...), Etgeton(Bertelsmann), Lauterbach(Rhön-Kilinken, AOK,...) u. a. zu zertrümmerten Fensterscheiben, das Zwangstragen von Berufskennungszeichen, und Boykottaktionen,wie "geht nicht zu freien Ärzten" folgen?

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Klaus Ludeloff

Besonnenheit statt Scharfrichter

Wenn man die Parteibrille absetzt, dann sind die Erwägungen von Herrn Bahr durchaus nachvollziehbar. Ich möchte auch nur von Ärzten behandelt werden, die sich ihrer Ethik und nicht der Pharmaindustrie verpflichtet fühlen. Dass dies nur über das Berufsrecht erreichbar ist, liegt auf der Hand. Niedergelassene Ärzte sind Freiberufler, und wie für alle Freiberufler gilt, sie sind nicht bestechbar. Bahrs Vorgehensweise ist mir da schon lieber als die des Herrn Auterbach von de SPD, der nach dem Srafrecht schreit, aber vergisst, dass er und seine Partei nichts getan hat, das Schon länger bestehende Problem anzugehen, als sie noch das Sägen hatten. Allein schon die Anzahl der bislang bekannten Fälle taugt nicht, nach dem Scharfrichter zu rufen. Besonnenheit ist da besser, und Bahr zeigt sie.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 11:14 Uhr
Klaus Ludeloff

Corrigendum

Die automatische Korrekturfunktion spielt mir immer wieder Streiche. Ich habe natürlich Prof. Lauterbach gemeint und nicht Auterbach. Und es muss Sagen heißen und nicht Sägen. Die Tippfehler sehe man mir nach, meine Meinung bitte nicht.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 05.01.2013 10:44 Uhr

Hr. Bahr ist Dilettant, Populist und leider auch ohne Eier...

... er wird niemals eine dementsprechende Aussage und Forderung bezogen auf seinen eigenen Berufsstand der Politiker formulieren. Lieber schlägt man auf andere ein. Das Ärztebshing hagben diverse andere rote und grüne Gesundheitsminsiterinnen (zT mit beruflicher Nachtclub-Erfahrung) schon vor ihm praktiziert... die sind jetzt Geschichte.
In jeder Arztpraxis und ion jedem Krankenhaus reden und bemühen sich tägl. Ärzte und viele Mitarbeiter um das Wohl der Patienten. Da kann ein Politiker so viel lügen, fordern und anklagen, wie er will. Das miese Ansehen des Politstandes wird dadurch keinen Deut besser. Masse Volk hat begriffen, daß es aus egoistischen Interessen manipuliert werden soll.
Sicher gibt es ärztliches Fehlverhalten ..... aber wie viele solcher Meldungen von GKV-Pressestellen, Politikern und sonstigen Dünnbrettbohrern hatten inhaltlich-justiziable Substanz ?

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Dirk  Lehmann

wie wäre es stattdessen mit der Unterzeichnung des UN-Antikorruptionsabkommens für POLITIKER???

Es ist doch mal wieder typisch:

Politiker reden über das Sandkorn im Auge der Anderen und bemerken den BAlken im eigenen Auge nicht...

Ich kann diese armselige, populistische Skandalisierungstendenz seitens der Politiker, um kurzfristig Stimmen bei Wahlen zu holen oder in die Medien zu kommen, einfach nicht mehr ertragen.

Wir gehören zu den letzten 5 Ländern, die die UN-Konvention gegen Korruption in der Politik nicht unterschrieben haben - was für eine Schande!

Davon abgesehen bin ich der Meinung, daß die WENIGEN unter den Ärzten, die die Linie der Seriösität verlassen und fragwürdige Erwerbsquellen wie "Anwendungsbeobachtungen" von neuen Medikamenten auf dem Markt gegen Kopfpauschalen erstellen, mehr unter den Druck der ganz überwiegenden Gemeinschaft derjenigen Ärzte (wie mir) kommen sollten, die das aus ethischen Gründen ablehnen.

Herr Bahr könnte sich auch dafür einsetzen, daß viele Behandlungen von den Kassen einfach nicht bezahlt werden... wegen der Kassen-Planwirtschaft..

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 13:24 Uhr
Dirk  Lehmann

uups... sinnentstellender fehler im letzten Satz..

anstatt:

"Herr Bahr könnte sich auch DAFÜR einsetzen, daß viele Behandlungen von den Kassen einfach nicht bezahlt werden... wegen der Kassen-Planwirtschaft.."

muss es natürlich:

"Herr Bahr könnte sich auch DAGEGEN einsetzen, daß viele Behandlungen von den Kassen einfach nicht bezahlt werden... wegen der Kassen-Planwirtschaft."

Hintergrund ist der, daß Ärzte nur eine bestimmte Anzahl an Behandlungen vornehmen dürfen und daher die Kassen jede über die genehmigte maximale Anzahl hinausgehende Behandlung von Patinten einfach nicht bezahlen.
DAs nennt man seitens der Kassen demagogisch "Regress" - als wenn der Arzt Schaden angerichtet hätte - dabei hat er völlig korrekt Patienten behandelt. Viele Ärzte stehen jedes Quartal vor dem Dilemma, daß sie weitere Behandlungen nicht nur mehr bezahlt bekommen, sondern die eigenen Aufwendungen für trotzdem durchgeführte Behandlungen natürlich selber noch obendrauf bezahlen müssen.
Darüber schweigen natürlich die Kassen...

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Thomas Heinzow

@ F. Matthäus: Jura und BWL sind nicht Teil des Medizinstudiums

Sie haben Recht, die Ärzte sind damit in der Tat überfordert. Allerdings können die ja Wissen einkaufen, bei den entsprechenden Berrufsgruppen oder eben bei den Kammern, denn die beschäftigen ja bereits Juristen.

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Brigitte Janßen

Das nennt man

Äpfel mit Birnen vergleichen. Das man sich um Fehlverhalten von Politikern kümmern muss, steht ausser Frage, das heisst aber doch im Umkehrschluss nicht, dass man Fehlverhalten im Gesundheitswesen so lange auf Eis legt, bis das erledigt ist.

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Joachim Amthor
Joachim Amthor (Portram) - 04.01.2013 22:38 Uhr

Ärztemangel

Einerseits wundert man sich hierzulande über Ärztemangel und versucht, durch kostspielige und ineffektive Programme (meist in der Annahme, Ärzte durch Geld locken zu können) dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Andererseits liest man ständig Artikel über (angebliche?) überbordende Korruption und "Ärztelobbyisten", in jedem billigen Fernsehkrimi ist der Bösewicht ein raffgieriger pfuschender Arzt und die politische Polemik gegen Ärzte erreicht ständig neue Tiefpunkte, während sich kaum einer beispielsweise für die Regressproblematik interessiert. Ich vermisse in der öffentlichen Diskussion hierzulande wirklich Wertschätzung für den ärztlichen Berufsstand und seine Tätigkeit. So lange diese nicht existiert, wird man den Ärztemangel nicht effektiv beheben können.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 14:21 Uhr
Brigitte Janßen

Haben wir wirklich Ärztemangel?

Oder haben wir nur eine falsche Verteilung von einerseits Ärzten und andererseits finanziellen Mitteln, die Ärzten durch ihre eigenen Organisation der kassenärztlichen Vereinigung vorgesetzt wird. Setzen wir nicht überhaupt falsche Anreize als sogenannten Ansporn. Haben wir nicht zu viele Ärzte, die sich lieber in Großstädten mit ansprechendem kulturellem Angebot oder naheliegenden Freizeitmöglichkeiten um Arbeitsmöglichkeit bemühen. Das ist natürlich angenehmer als wenn man als Landarzt seinen Aufgaben nachgehen muss. Viel Zeit für wenig Geld. Und nur vom Enthusiasmus kann man nicht leben, schon gar nicht gut. Wieder die falsche Verteilung. Von Manipulationen durch Pharmakonzerne, Abrechnungsbetrug im großem Stil von KH, Apo und Ärzten will ich gar nicht reden. Und von Versicherungskonzernen, die mit menschenverachtenden Mitteln geschädigte Patienten mürbe machen. All das gibt es. Soll Presse diese verheimlichen, damit Ärzte weiter unter ihrem Glorienschein leben können?

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Peter Müller

So wie ich die FDP kenne,

wird höchstens eine Aufforderung zur Selbstverpflichtung an Montgomery und Konsorten raus kommen. Die Pharma-Ärzte Korruption wird geächtet werden, dass sich die Balken biegen und die Hosenträger schlackern. Warum werden eigentlich bei der Mafia die Paten nicht dazu aufgefordert, in ihren eigenen Reihen für Recht und Ordnung zu sorgen? Da lachen ja die Hühner, dass die Legebatterie wackelt!

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Jan Frisch

„Wir denken darüber nach, das Berufsrecht der Ärzte zu ändern“

Wie schön wäre es wenn diese Aussage die Wahl in Niedersachsen ausreichend beeinflusste um der FDP den Wiedereinzug in Landtag zu verwehren.
Aber leider kennen die Ärzte ihre Einflussmöglichkeiten ganz genau - der Selbstbedienungsladen wird weiter gehen, in harmonischer Eintracht mit den Giftmischern von Bayer, Merck und Co.
Letztere haben derart zahlreiche Lobbyisten im Gesundheitsministerium, dass sie sich ohnehin keinerlei Sorgen zu machen brauchen...und selbst wenn die Ärzte schärfer überwacht würden - die großen Drogenbarone werden ihre Dealer schon nicht im Regen stehen lassen!

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Stefan Schaller

Herr Bahr, schwimmen Sie jetzt auch auf dieser Welle mit???

Schauen wir doch bitte erst auf Ihre Politikerkollegen, die uns vertreten und mit gutem Beispiel vorangehen sollten, bevor wir die Hexenjagd auf Ärzte eröffnen:
- Wulff bekommt faule Kredite
- Steinbrück nimmt für eine Plauderstunde 25000.-Euro und hält das Kanzlergehalt für zu niedrig
- Koch-Mehrin und KTG liefern Plagiate statt Promotionen ab
- Ulla Schmidt läßt sich den Mercedes nach Spanien bringen
- Kohl pflegte seine schwarze Kasse und Cem Özdemir wußte nicht, daß man in Deutschland Steuern zahlen muß usw usw usw
Es liegt mir fern mit diesem illegitimen Verhalten Ihrer Politikerkollegen die Korruption von Ärzten zu entschuldigen, aber die Zahlen sollten Ihnen zu denken geben:
500 von 400 000 Ärzten sind angeblich korrupt, d.h.<1% !
Mich würde der prozentuale Anteil korrupter Politiker interessieren!!!

Danach könnten wir uns mal gemütlich zusammensetzen und über die Politik als dreckiges Geschäft plaudern. Anschließend kümmern wir uns um die schwarzen Schafe in der Medizin, okay?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 22:07 Uhr
Christian Wolff

die Mafia sitzt ganz woanders

Politische Parteien, Krankenkassen und Pharmaindustrie sind Anzeigen - und Werbeminutenkunden in den Medien. Was meinen Sie, wen man daher an der Pranger stellt ? Die permanenten Falschmeldungen und hochgepuschten Diskriminationskampagnen gegen Ärzte sprechen doch eine deutliche Sprache, wo die Korruption stattfindet ! Ich schlage vor, ein Berichtsverbot über Themen einzuführen, das per Anzeige oder Werbeminute ( sprich Geld für den Journalisten) beeinflusst sein könnte. Wessen Interesse vertritt er ? Das des Lesers oder das des Kunden? Darf da Geld fließen? Wenn ein Arzt also einen Hörgeräteakustiker empfiehlt ( weil er von diesem überzeugt ist), muss er in Zukunft sofort mit Ermittlungen rechnen? Toll ! Man kann auch mal Empfehlungen ohne monetäre Interessen aussprechen ( wenn man gefragt wird) ! Die Mafia ( wie es ein Forist formulierte, der leider etwas den Überblick verloren hat) sitzt ganz woanders. Dort, wo das Geld sitzt. "Die Ärzte" sind das sicher nicht.

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Closed via SSO
Jürgen Meier (jm0001) - 04.01.2013 20:34 Uhr

Ändern

Ich würde gerne den Berufsstand des Hr. Bahr ändern. Für Deutschland wäre es bedeutend besser, wenn diese Person kein Ministeramt inne hätte. Ein schlimmeres Versagen als mit Hr. Bahr hat es im Gesundheitsministerium seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland nicht gegeben. Armes Deutschland! Bahr 2013 ABWÄHLEN!

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Reiner Kuball

Herr Bahr,

glänzt einmal mehr durch hohe Kompetenz. Obwohl das Berufsrecht in der Gesetzgebungskompetenz der Länder fällt, will "er" es ändern. Ein Beispiel mehr, in welcher Liga mancher Bundesminister der schwar-gelben Regierung agiert. Der von Herrn Bahr wohl beabsichtigte Populismus - passend zur anstehnden niedersächsichen Landtagswahl - dürfte slebst "Klein Fritzchen" erkennbar sein. Populismus ohne jedwede Substanz, das dürfte wohl Dilletantismus ersten Grades ergeben.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 04.01.2013 19:35 Uhr

Mir genügt es wenn Ärzte bestraft werden wenn sie zum Nachteil Ihrer Patienten handeln

meinetwegen kann ein Arzt jeden Monat hundert Kaffeemaschinen von Pharmareferenten entgegen nehmen. ggf könnte man ja die Pharmalobbyisten bestrafen wenn sie versuchen Ärzte zu bestechen. Das läßt sich ggf leichter kontrollieren, nur nicht in den Ministerien selber.

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gisbert heimes

"... Bahr (FDP) erwägt... eine Verschärfung des ärztlichen Berufsrechts"

'Erwägt' er nicht. Will sich nur mit Scheinargumenten aus der Diskussion schleichen. Wer seine mit fester Stimme vorgetragenen, gleichwohl scharf neben die Sache zielenden Worte heute Morgen im Radio gehört hat weiß, daß er gerade keine Verschärfung des 'Berufsrechts' will. Sein dauernder Hinweis auf die Berufsfreiheit der niedergelassenen Ärzte (offenbar stellt die in seinen Augen eine Art Präferenz im Vergleich zu den angestellten Krankenhausärzten dar) machte das deutlich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 02:21 Uhr
Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 05.01.2013 02:21 Uhr

Berufsfreiheit (Therapiefreiheit) des Arztes

Ich bin froh, dass mein Hausarzt manche Krankheit mit Hausmitteln angeht und nicht mit der bei Infektionen vorgeschriebenen antibiotischen Keule. Das scheinen Sie, Herr Gisbert Heimes, anders zu sehen: Medikamente und Operation nach Paragraph. Viel Glück!

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04.01.2013, 18:56 Uhr

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Von Patrick Bernau

Helmpflicht auf E-Bikes, Null Promille am Steuer, kein Fleisch auf dem Teller! Wer als Politiker bekannt werden will, muss neue Regeln erfinden oder neue Verbote fordern. Gut ist das nicht. Mehr 25 74


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