Der Rechnungshof in Baden-Württemberg hat das Vorgehen der früheren Landesregierung unter Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) beim Kauf von ENBW
Der Rechnungshof hat insbesondere die Rolle der Investmentbank Morgan Stanley hinterfragt, die für die Prüfung des Kaufpreises zuständig war. In den vergangenen Tagen hatte die F.A.S. Auszüge aus E-Mails zwischen Morgan-Stanley-Deutschlandchef Dirk Notheis und dem damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus veröffentlicht , die Mappus aussehen ließen wie gesteuert. Notheis ließ bald darauf sein Amt ruhen.
Jetzt monieren die Kontrolleure, bei dem Kauf seien die Risiken nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nach den Voraussetzungen der Landeshaushaltsordnung habe die von Morgan Stanley angefertigte „Fairness Opinion“ zudem nicht ausgereicht. Eine echte Wirtschaftlichkeitsprüfung (“Due Diligence“) habe es nicht gegeben.
Das Land den Kaufpreis nicht richtig ausgehandelt, kritisieren die Prüfer. Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Auch bei der Ausgestaltung des Aktien-Kaufvertrags ist es nicht in ausreichendem Maße gelungen, Regelungen zu vermeiden, die für das Land wirtschaftlich nachteilig sind.“ Allerdings will sich der Rechnungshof nicht festlegen, ob der Preis von 4,7 Milliarden Euro überhöht war. „Die Angemessenheit des Kaufpreises bleibt offen“, schreiben die Prüfer.
2 Punkte
Peter Hampel (pshampel)
- 27.06.2012, 13:49 Uhr
Lobbyismus war gestern..
Stefan Lachenmann (Unitcube)
- 27.06.2012, 13:43 Uhr
Summa Sumarum
Till Diesing (Zabel24)
- 27.06.2012, 00:12 Uhr
Es wäre besser, wenn die Staatsanwaltschaft prüfen würde,
welcher Betrag
Norbert Regin (FAZ-Leser344)
- 26.06.2012, 20:00 Uhr
Was heißt das denn nun konkret?
Michael Arndt (Mikel1962)
- 26.06.2012, 13:52 Uhr
