08.11.2007 · Nach der dritten Preisrunde innerhalb einer Woche sind die Preise für Benzin und Diesel auf neue absolute Höchststände geklettert. Die Autofahrer mussten am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen 1,35 Euro für einen Liter Diesel und 1,47 Euro für Superbenzin bezahlen.
Nach der dritten Preisrunde innerhalb einer Woche sind die Preise für Benzin und Diesel auf neue absolute Höchststände geklettert. Die Autofahrer mussten am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen 1,35 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff und 1,47 Euro für Superbenzin bezahlen, teilten Sprecher aus der Mineralölbranche in Hamburg und Bochum mit. Damit wurden alle bisherigen Preisrekorde gebrochen. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis für Diesel um etwa 27 Cent je Liter erhöht und für Superbenzin um 24 Cent je Liter, davon allein fast zehn Cent in den vergangenen vier Tagen.
Ursache seien die steigenden Notierungen für Rohöl und am europäischen Großmarkt für Ölprodukte in Rotterdam, hieß es aus der Branche. In der Nordsee schlossen die Ölkonzerne BP und ConocoPhillips wegen eines Orkans Bohrplattformen, womit laut Finanzagentur Bloomberg täglich 220.000 Barrel Öl ausfallen.
Händler rechnen mit einem weiteren Anstieg
Am Donnerstagnachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der amerikanische Ölsorte WTI mit Auslieferung im Dezember 97,15 Dollar und damit 78 amerikanische Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Auch der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte zu und stieg um 1,03 Dollar auf 94,27 Dollar. Die Richtung der Ölpreise sei weiter aufwärts gerichtet, sagten Ölhändler. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel stehe weiterhin im Blick der Märkte.
Die EU-Kommission sei „besorgt“ über die Preisschwankungen an den Öl- und Devisenmärkten, sagte eine Sprecherin der Kommission in Brüssel. Wenngleich die Eurostärke die ökonomischen Auswirkungen des Ölpreisanstiegs auf die Eurozone etwas gedämpft habe, werde die Kommission die weitere Entwicklung genau beobachten. amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke sagte vor dem amerikanische Kongress, die Ölpreise führten nach seiner Einscshätzung zu einer höheren Inflation. Neben dem Ölpreis schaffe auch der schwache Dollar Inflationsrisiken.
Die 107. Preisrunde im laufenden Jahr
Marktführer Aral verteidigte die Serie von Preiserhöhungen mit Hinblick auf die hohen Kosten für die Beschaffung des Treibstoffs. „Die deutschen Benzinpreise ohne Steuern gehören zu den günstigsten in Europa“, sagte Unternehmenssprecher Ulrich Winkler. Zudem sei der deutsche Benzinmarkt wettbewerbsintensiv wie noch nie. Die Preiserhöhung vom Donnerstag sei bereits die 107. im laufenden Jahr, so dass bis zum Jahresende etwa 120 bis 130 Preisrunden erreicht würden. An den Tagen dazwischen sinken die Preise. Das lebhafte auf und ab an den Tankstellen sei auf den intensiven Wettbewerb zurückzuführen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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