Home
http://www.faz.net/-gqg-zzkf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Beitragsbemessungsgrenze Höhere Sozialabgaben für Gutverdiener

07.08.2008 ·  Die Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherungen wird voraussichtlich um knapp zwei Prozent erhöht. Das empfiehlt nach Informationen der F.A.Z. der Schätzerkreis der Rentenversicherung, dem die Regierung in der Regel folgt. Für Gutverdiener heißt das: Noch weniger netto vom brutto.

Von Andreas Mihm
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

Auf gutverdienende Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber kommen im nächsten Jahr unabhängig von den vermutlich steigenden Krankenversicherungskosten weitere Beitragsbelastungen zu. Denn die Einkommensgrenze, bis zu der Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung ihre Beiträge bemessen, wird voraussichtlich um knapp zwei Prozent erhöht.

Das empfiehlt nach Informationen der F.A.Z. der Schätzerkreis der Rentenversicherung für die jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze. In der Regel folgt die Regierung diesen Empfehlungen in der im Herbst zu erlassenden Verordnung über die Rechengrößen der Sozialversicherung.

Um 100 Euro höher

Demnach würde im Westen die Bemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung um 100 Euro oder knapp zwei Prozent auf 5400 Euro Monatseinkommen angehoben. Im Osten würde sie um 50 Euro auf 4550 Euro steigen.

Für Einkommen über diesen Grenzen würden damit die Belastungen bei unveränderten Beitragssätzen um 23,20 Euro im Monat steigen; sie sind je hälftig von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu tragen. Auch in der Kranken- und Pflegeversicherung werden die Bemessungsgrenzen angehoben.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

Jüngste Beiträge

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 8 7

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2465 −0,19%
Rohöl Brent Crude 106,30 $ −0,51%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.