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Bargeldgrenze : Das Ende der Freiheit

Bargeld abschaffen? Das ist ein ernsthafter und deshalb gefährlicher Plan irregeleiteter Geldpolitiker.

          Der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums zerpflückt die Pläne des Finanzministers und der EU zur Begrenzung von Bargeldzahlung, und er fällt ein vernichtendes Urteil über die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Zum Glück lassen sich diese Wissenschaftler nicht einschüchtern.

          Die Idee, Bargeld abzuschaffen, um mit höheren Negativzinsen Sparer härter bestrafen und Verbraucher besser zum Konsum zwingen zu können, ist keine Erfindung von Verschwörungstheoretikern und kein Kuriosum aus dem Elfenbeinturm, sondern ein ernsthafter und deshalb gefährlicher Plan irregeleiteter Geldpolitiker. Damit Politiker und Medien ihren Plänen zustimmen, setzten sie Bargeld mit Verbrechen gleich.

          Leider sind ihnen viele auf den Leim gegangen. Soll alles abgeschafft werden, was auch Kriminellen dient? Sollen Autos, Handys und das Internet verschwinden, die Kriminelle ebenfalls nutzen? Das ist absurd. Die Vorteile eines Bargeldverbots stünden in keinem Verhältnis zu den gesellschaftlichen Kosten, stellt der Beirat fest. Das Aus für das Bargeld wäre das Ende der Freiheit, es gäbe keine Privatheit mehr, weil Staaten, Banken oder das Silicon Valley alles über alle wüssten.

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