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Sonntag, 19. Februar 2012
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BASF-Chef Jürgen Hambrecht „Wir setzen auf Dialog mit China“

16.04.2008 ·  Bislang hat sich die deutsche Wirtschaft in der Tibet-Diskussion zurückgehalten. Nun hat sich BASF-Chef Jürgen Hambrecht zu Wort gemeldet: Man müsse über Menschenrechte sprechen, aber so „dass wir den Chinesen gegenüber Respekt aufbringen“. China sei insgesamt auf dem richtigen Weg.

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BASF-Chef Jürgen Hambrecht hat wegen der Tibet-Diskussion vor negativen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft in China gewarnt. Konkrete Drohungen gebe es zwar nicht, gleichwohl sei die Sorge der Chinesen bezüglich der aktuellen Debatte in Deutschland zu vernehmen, sagte der Manager am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF. „Ich meine schon, dass wir auf diese Stimmen hören sollten“. Der BASF-Chef ist auch Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses
der Deutschen Wirtschaft (APA).

„Menschenrechte bedeutet eben auch, dass wir darüber mit den Chinesen sprechen und zwar so sprechen, dass wir den Chinesen gegenüber Respekt aufbringen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Ludwigshafener Chemieriesen. Das Land verändere sich zu mehr Wohlstand, zu mehr Einkommen und auch zu mehr Rechten. China sei auf dem richtigen Weg. „Nur eines wird uns nicht gelingen, China genau so zu haben, wie wir im Moment gerade Deutschland erleben“, sagte der Manager. Er spreche Menschenrechtsthemen auch an, sagte Hambrecht. Er mache das leise und hinter der Tür. „Und ich glaube, dass das ganz besonders wirksam ist“, sagte Hambrecht. BASF ist schon lange im Reich der Mitte aktiv und gehört dort zu den größten ausländischen Investoren.

Umfrage: Ein Viertel der Verbraucher boykottiert chinesische Produkte

Deutschlands Exporteure fürchten, dass die chinesische Führung Aufträge für Großprojekte in andere, weniger kritische Länder vergeben könnte. Hambrecht, der Chef des Asien-Pazifik-Ausschusses (APA) der Wirtschaft ist, sagte, das Engagement westlicher Firmen in China leiste einen wichtigen Beitrag zur weiteren Öffnung der
asiatischen Großmacht. Eine Isolierung Chinas würde „keine Erfolge zeigen, sondern eher das Gegenteil erreichen“.

Fast jeder vierte Deutsche (23 Prozent) kauft wegen der blutigen Niederschlagung des Aufstandes in Tibet nach eigenen Angaben weniger oder gar keine Produkte aus China mehr. Das ergab eine Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin Stern. Vor allem Anhänger der Linkspartei (32 Prozent), der FDP (29 Prozent) und der
Grünen (27 Prozent) wollen so Druck auf Peking ausüben, die Unterdrückung in Tibet zu beenden. Für die große Mehrheit der Bürger ist dies jedoch kein Thema: 75 Prozent erklärten, sie würden weiter wie bisher Waren und Güter aus China kaufen.

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Gute Wirtschaftspolitik

Von Winand von Petersdorff

Der Vorwurf: Deutschland lebt mit seinem parasitären Wirtschaftsmodell auf Kosten anderer Länder. Doch die Taktik der Bundesregierung stiftet Vertrauen für die nächsten Jahre. Mehr 14 45

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