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Bankenregulierung Weills pikante Forderung

 ·  Zwei prominente Finanzfachleute sprechen sich dafür aus, massiv in das Bankengeschäft einzugreifen. Dass gerade Sandy Weill so etwas fordert ist pikant. Sein Argument ist in Teilen zweifelhaft.

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Mit Sandy Weill und Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard haben sich jetzt kurz hintereinander zwei prominente Finanzfachleute dafür ausgesprochen, massiv in viele Banken einzugreifen. Der Gesetzgeber solle Großbanken zwingen, das Investmentbanking vom Privatkundengeschäft zu trennen. Dass gerade Weill dies fordert, ist pikant. Schließlich baute er vor der Krise die Citigroup zum größten Allfinanzkonzern der Welt auf. Weill argumentiert nun, Banken könnten nach der Krise nur Vertrauen zurückgewinnen, wenn Privatkundeneinlagen nicht länger für Risiken des Investmentbankings haften müssten.

Je größer eine Bank, desto eher muss sie gerettet werden

Richtig daran ist: Viele Banken agieren offensichtlich zu riskant und sind zu komplex, um beherrschbar zu sein. Je größer eine Bank, desto eher muss der Staat sie retten, um Gefahren für das Finanzsystem abzuwenden. Insofern ist es gut, wenn Banken schrumpfen. Zweifelhaft aber ist, ob ihnen das Geschäftsmodell vorgeschrieben werden sollte. Besser wäre, noch mehr Eigenkapital und mehr im Insolvenzfall haftendes Fremdkapital für Banken zu verlangen. Es wäre dann vorrangig Aufgabe dieser Kapitalgeber, den Bankvorstand zu einem angemessenen Umgang mit Risiken zu veranlassen.

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Jahrgang 1971, Redakteur in der Wirtschaft.

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