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Banken-Kommentar : Mehr Eigenkapital

Der amerikanische Justizminister hält manche Banken für so groß, dass Strafverfolger vor Anklagen zurückschrecken, um die Wirtschaft nicht zu gefährden. Die Debatte um Fehlanreize der Großbanken erhält eine neue Dimension.

          Dieses Eingeständnis lässt erschrecken. Der amerikanische Justizminister Eric Holder hält manche Banken für so groß, dass Strafverfolger vor Anklagen gegen Finanzinstitute zurückschrecken, um die Wirtschaft nicht zu gefährden. Die Debatte um Fehlanreize der Großbanken erhält eine neue Dimension. Offenbar erstreckt die implizite staatliche Garantie sich nicht nur auf den Schutz im Krisenfall, sondern auch auf einen impliziten Schutz vor Strafverfolgung.

          Drastische Forderungen nach einem Zerschlagen oder Aufbrechen der Großbanken erhalten so neuen Schwung. Nun versprechen Politiker und Aufseher seit der Finanzkrise, die Großbanken würden nie wieder staatliche Hilfe im Krisenfall erhalten. Viel wäre erreicht, wenn das Versprechen glaubwürdig wäre. Daran aber sind mehr als Zweifel angebracht.

          Politik und Steuerzahler müssen auf die Zusagen der Aufseher vertrauen, dass sie die Banken unter Kontrolle haben. Das ging schon 2008 schief. Im übergroßen Selbstbewusstsein in ihre Kontrollfähigkeiten aber verweigern die Bankenaufseher sich der Einsicht, dass viel höhere Eigenkapitalquoten der einfachste und beste Weg sind, um Banken krisenfester zu machen.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

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          Quelle: F.A.Z.

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