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Banken Früherer Dresdner-Chef verzichtet auf Abfindung

28.03.2009 ·  Nach massiver Kritik verzichtet der ehemalige Chef der Dresdner Bank, Herbert Walter, einem Zeitungsbericht zufolge auf seine Abfindung von 3,6 Millionen Euro. Die Dresdner Bank schrieb im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen. Walter wies darauf hin, dass er rechtlich einen Anspruch auf eine Abfindung hätte.

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Nach massiver Kritik aus der Politik verzichtet der ehemalige Vorstandvorsitzende der Dresdner Bank, Herbert Walter, einem Zeitungsbericht zufolge auf seine Abfindung von 3,6 Millionen Euro. Walter sagte der „Bild am Sonntag“: „Mit Rücksicht auf die massiven Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Dresdner Bank verzichte ich auf diese Abfindung.“

Walter wies darauf hin, dass er rechtlich einen Anspruch auf eine Abfindung habe: „Meine Verträge mit Allianz und Dresdner Bank wären noch knapp vier Jahre gelaufen, so ergibt sich rein rechtlich der Anspruch auf eine Abfindung“, sagte der Manager dem Blatt zufolge.

Auch ohne Abfindung kräftige Gehaltssteigerung

Zugleich sprach er sich für eine durchgreifende Reform der Vergütungen von Banken aus: „Die Bezahlung von Vorständen muss stärker als bisher an den langfristigen Erfolg der Unternehmen gekoppelt werden.“ Walter fügte hinzu: „Ich kann nachvollziehen, dass die Vergütungssysteme von Banken bei vielen Menschen auf Unverständnis stoßen.“

Die Dresdner Bank schrieb im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen. Trotzdem sollten die neun damaligen Vorstandsmitglieder zusammen 58 Millionen Euro kassieren (siehe Dresdner-Bank-Vorstand erhielt 58 Millionen Euro). Die Abfindungen machen allerdings nur gut 24 Millionen Euro aus, weil der Vorstand nach der Übernahme durch die Commerzbank vollständig ausgewechselt wurde. Dennoch bleibt mit 33,8 Millionen Euro eine Steigerung um 25 Prozent im Vergleich mit den Bezügen von 2007.

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Von Heike Göbel

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