Home
http://www.faz.net/-gqg-vc0y
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bahn-Tarifverhandlungen Lokführer bekommen eine Extraeinladung

03.07.2007 ·  Die Bahn hat alle drei Gewerkschaften zu einer neuen Verhandlungsrunde eingeladen. Die Lokführer wollen aber separat verhandeln. Trotzdem nehmen sie Mehdorns Einladung an, sagte ein GDL-Sprecher zu FAZ.NET. Aus dem Umfeld der Bahn hieß es, dass auch der Bahnchef zu einem Einzelgespräch bereit sei.

Artikel Bilder (3) Video Lesermeinungen (6)

Hartmut Mehdorn hat zum Gespräch geladen und allen drei Bahn-Gewerkschaften für Mittwoch einen neuen Gesprächstermin angeboten. Zunächst hatte es so ausgesehen, als wollten die Lokomotivführer das Gesprächsangebot des Bahnvorstands ausschlagen. Doch dann wendete sich das Blatt: „Die Einladung von Herrn Mehdorn nehmen wir an“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Dienstag zu FAZ.NET.

Der Bahnchef habe der GDL „separate Gespräche“ angeboten - unabhängig von den Gesprächen mit Transnet und GDBA. Deshalb habe man sich entschlossen, an der Verhandlungsrunde teilzunehmen. Die GDL bestehe aber weiterhin auf einem eigenen Tarifvertrag für die Lokführer, betonte der Sprecher.

Offiziell bestätigte die Bahn nur ein Gesprächsangebot an alle drei Gewerkschaften am gemeinsamen Verhandlungstisch. Aus dem Umfeld der Bahn erfuhr FAZ.NET, dass Hartmut Mehdorn aber durchaus zu einem „bilateralen Gespräch mit einzelnen Gewerkschaften“ bereit sei, sollte ein solcher Wunsch geäußert werden. Ein Einzeltreffen zwischen dem Bahnchef und Vertretern der GDL scheint damit wahrscheinlich.

Forderungen „irrwitzig“

Hartmut Mehdorn verurteilte am Dienstag scharf die bundesweiten Warnstreiks von Transnet, GDBA sowie der Lokomotivführer. Die Arbeitsniederlegungen seien „völlig unverständlich“ und kosteten dem Konzern pro Tag Beträge in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Forderung der GDL von rund 30 Prozent Lohnerhöhung und einem eigenen Tarifvertrag bezeichnete Mehdorn als „irrwitzig“ und nicht zu erfüllen. „Es wäre ein Präzedenzfall, wenn sich Minderheiten durch Erpressung eigene Tarifverträge erstreiten könnten“, stellte der Bahn-Vorstandschef klar. Eine derartige Lohnerhöhung wäre ein Angriff auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Mit Schulden

Von Johannes Ritter

Die Stadt Hamburg will ihren Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd aufstocken. Solche ordnungspolitischen Sündenfälle haben in der Hansestadt Tradition. Mehr 3

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK
13.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.692,96 −1,41%
FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3249 +0,08%
Rohöl Brent Crude 118,30 $ +0,34%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,62 € +1,01%