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Bahn-Tarifstreit Lokführergewerkschaft bekräftigt Streikbereitschaft

21.09.2007 ·  Die Lokführergewerkschaft GDL ist entschlossen, ihre Forderung nach einem separaten Tarifvertrag mit weiteren Streiks im Oktober durchzusetzen.

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Nach dem Fehlschlag der Vermittlungsversuche im Tarifstreit bei der Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL ihre Entschlossenheit zu neuen Streiks im Oktober untermauert. „Wenn am 30. September kein eigenständiger Tarifvertrag vorhanden ist, dann werden wir den Arbeitgeber erneut mittels Arbeitskampfmaßnahmen zu Tarifverhandlungen zwingen, um die Einkommens- und Arbeitsbedingungen unserer Kolleginnen und Kollegen zu verbessern“, sagte GDL-Vize Claus Weselsky am Freitag dem Nachrichtensender N24.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten am Donnerstag eine Kooperation mit der GDL für gescheitert erklärt. Eine Abstimmung der Gewerkschaften untereinander ist aber Voraussetzung für die Lösungsmethode, die die Vermittler Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf erarbeitet hatten. Demnach ist nur noch bis 30. September Zeit, zu einer Lösung zu kommen. Die GDL bemüht sich nach Angaben einer Sprecherin um neue Gesprächstermine mit der Bahn. Diese sei offenbar auch gesprächsbereit, sagte sie. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) forderte die Beteiligten auf, eine Eskalation auch im Interesse des Allgemeinwohls und der Volkswirtschaft zu vermeiden.

GDL besteht weiter auf eigenen Tarifvertrag

Die GDL besteht weiter auf einem eigenen Tarifvertrag für Lokführer, wie Vize-Vorsitzender Weselsky bekräftigte. Die GDL könne und wolle sich dabei mit niemandem abstimmen, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Verständnis der anderen Bahn-Gewerkschaften erwarte er nicht. Die Bahn auf der einen und Transnet und GDBA auf der anderen Seite hätten einen Tarifabschluss erzielt und hätten nun Probleme, „wenn jetzt jemand kommt und den Beweis antreten will, dass dieser Abschluss zu niedrig ist“. Transnet und GDBA hatten sich mit der Bahn auf eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent geeinigt.

Die GDL fordert für die Lokführer einen eigenen Tarifvertrag mit einem Einstiegsgehalt von 2500 Euro statt bisher knapp 2000 Euro, in das bestimmte Zulagen integriert werden sollen. Darüber hinaus verlangt sie eine Senkung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde.

Hansen kritisierte, der GDL gehe es um einen Tarifvertrag, „mit dem sie sich herausheben können
und mit dem sie uns Mitglieder abwerben können“. Es könne „doch nicht wahr sein, dass das zu Lasten
anderer Beschäftigtengruppen und der Arbeitsplatzsicherheit und des betrieblichen Friedens
durchgepresst werden soll“.

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