16.07.2007 · Die Gewerkschaft der Lokführer will bei einem Scheitern der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag die Urabstimmung über einen Streik einleiten. Damit droht der Deutschen Bahn ein unbefristeter Arbeitskampf.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) droht der Deutschen Bahn mit einem unbefristeten Arbeitskampf. Bei einem Scheitern der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag will die Gewerkschaft die Urabstimmung über einen Streik einleiten, wie die GDL am Montag in Frankfurt am Main nach einer Sitzung des Hauptvorstandes und der Tarifkommission mitteilte. Die Bahn signalisierte unterdessen Kompromissbereitschaft, lehnt die Forderungen im Kern allerdings weiter ab.
Die GDL fordert weiter einen eigenen so genannten Fahrpersonaltarifvertrag (FPTV) mit Gehaltsanhebungen von bis zu 31 Prozent, wie ein Gewerkschaftssprecher am Montag in Frankfurt am Main gegenüber den ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten deutlich machte. Allerdings sei er an einigen Stellen modifiziert worden. Er widersprach damit der Darstellung der Bahn, wonach man dieses Ziel aufgegeben habe.
Tarifabschluss „in keinem Fall“ übernehmen
„Der GDL-Hauptvorstand und die Tarifkommission haben heute ein deutliches Signal Richtung DB-Vorstand gesandt. Sie haben ihn nachdrücklich dazu aufgefordert, den Forderungen der GDL entgegenzukommen und am kommenden Donnerstag ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell.
Schell machte weiter deutlich, dass man den zwischen der Bahn und den Gewerkschaften Transnet und GDBA erzielten Tarifabschluss „in keinem Fall“ übernehmen werde. Beide Seiten hatten sich auf eine Tariferhöhung von 4,5 Prozent ab 1. Januar 2008 sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro geeinigt.
Unterdessen zeigte sich die Bahn für die Gespräche am Donnerstag zuversichtlich und signalisierte Entgegenkommen. „Ich glaube, wir haben ein paar Dinge, wo wir noch einmal auf die GDL zukommen könnten“, sagte Personalvorstand Margret Suckale. Sie verwies auf die Arbeitsbedingungen der Lokomotivführer, die durch Schichtdienst und häufige Abwesenheit von zu Hause gekennzeichnet seien. „Hier glauben wir, dass wir durch Maßnahmen etwas tun können“, sagte sie. Einen eigenen Tarifvertrag, wie von der Gewerkschaft gefordert, lehnt Suckale allerdings weiter ab. Auch eine Entgelterhöhung über dem mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten Tarifabschluss lehnt die Bahn weiter ab.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3233 | −0,04% |
| Rohöl Brent Crude | 118,01 $ | +0,09% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |