Home
http://www.faz.net/-gqg-zhko
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Aus für penible EU-Auflagen Jetzt darf die Gurke wieder krumm sein

 ·  Wenn es um Obst und Gemüse geht, war Brüssel in der Vergangenheit sehr penibel. Jetzt aber streicht die Europäische Union detaillierte Auflagen für 26 Sorten. Die Bürger freut's, Landwirte und Händler weniger: Die wollen weiterhin klare Vorgaben.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (9)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Heinz Schalthöfer

Weiter so

Nachdem jetzt auch wieder gesundes, nahrhaftes Obst und Gemüse verkauft werden darf, das nicht den Design-Richtlinien der Bürokraten entspricht, könnte man als nächstes die Straßenverkehrsordnung um von der EU erzwungene Änderungen bereinigen. Ich denke dabei an die Beschränkung der Personen im Fahrzeug, wo bis vor kurzem nur das zulässige Höchstgewicht maßgeblich war. Ein meßbarer Anstieg der Verkehrssicherheit ist durch diese Änderung nämlich nicht zu verzeichnen.

Empfehlen
Ralf Weis
Ralf Weis (RWeis) - 13.11.2008 14:58 Uhr

Handelsklassen

Die Einteilung in Handelsklassen sind voll in Ordnung. Was nicht in Ordnung ist, ist, wenn Lebensmittel, die nicht den Handelsklassen entsprechen, überhaupt nicht in den Handel gelangen dürfen, nur weil sie optisch nicht gefallen. Diese Lebensmittel mussten vernichtet werden. Das ist der Skandal dieser Gesetzgebung, daß es eine protektionistische Maßnahme ist zum Schaden der Kunden. Wochenlang haltbare Betontomaten und wässriges, aber normgerecht fettfreies "Fleisch" sind zwei Konsequenzen daraus

Empfehlen
Bert Greve

Oje, Herr Tanenbaum!

Bei Ihnen kommt also noch der Gurkenverkäufer zum Gurkenbauer und sagt (vermutlich beim Verkaufsgespräch im Dorfwirtshaus): "Ein paar gerade Gurken hätte ich gern!" Wir leben allerdings in einem Zeitalter der industrialisierten Landwirtschaft. Die Handelsketten kaufen Gurken in großen Mengen ein und möchten gewisse Qualitätsstandards gewahrt haben. Natürlich kann man individuelle Verträge abschließen, aber wenn Aldi solche, Lidl sone und Edeka wieder andere Gurken fordert, ist das ja wohl sehr viel bürokratischer und aufwendiger als wenn der Staat oder die EU einfach eine Norm für eine ordentliche Gurke festsetzten. Dabei geht es übrigens nicht nur um Krümmung sondern auch um Länge und Dicke. Da Gurken meist zum Stückpreis verkauft werden, würde es sehr wohl in Wühltische ausarten, wenn kleine Kümmerlinge in der gleichen Kiste mit groß gewachsenen Gurken lägen.

Empfehlen

Für die Abschaffung der EU-Gurken !

Ich bin statt der Abschaffung der Verordnungen über landwirtschaftliche Produkte im grenzüberschreitenden Handel der Europäischen Union (oder wie das halbwegs political correct ausgedrückt sich auch schimpft) für die Abschaffung der Gurken, die wir in der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und sonstigen Gremien sitzen haben. Die EU in ihrer jetztigen Form ist so überflüssig wie ein Kropf und verdient ihren Namen nicht einmal. Zollunion ist ja noch in Ordnung, aber mir wäre es lieber gewesen, wir hätten unsere D-Mark behalten und unsere Normen und Vorschriften, als uns aus Brüssel von diesen Gurken etwas vorschreiben zu lassen. Deswegen: Für die Abschaffung der EU ! Endlich wieder mehr Demokratie!

Empfehlen
Jitzak Tanenbaum

So ein Unsinn

Kein Supermarkstand verkommt zum Wühltisch wenn der Gurkenverkäufer zum Gurkenbauer sagt: "Ich hätte gerne gerade Gurken." Kommt der mit krummen, dann gibt es kein Geschäft. Voilà... Ich für meinen Teil erwarte von einer Gurke *nicht*, daß sie auf 10 cm Strecke maximal 10 mm gekrümmt ist, das erwarten eher die, die Gurkensalat industriell herstellen... Ich kann per Hand drumherumschälen, eine Maschine eher nicht. Dämmert's? J.T.

Empfehlen
M. Abels
M. Abels (abelsm) - 12.11.2008 16:50 Uhr

Sieg der Populisten

Da kann man den Stammtisch-Populisten und ihren Volksvertretern, insbesondere Herrschaften wie Herrn Stoiber, ja nur gratulieren. Erst nutzen Sie Regelungen, die von der nationalen Wirtschaft gefordert und durchgesetzt wurden, als billiges Instrument, um gegen das achso böse Europa zu wettern (der übliche äussere Feind als Ablenkung von hauseigenen Problemen...), und dann schrecken Stoiber & Co. nichtmal davor zurück, sich als Retter der Bürger feiern zu lassen, obwohl sie faktisch hohen wirtschaftlichen Schaden damit verursachen. Gerade der letzte Schritt wird an den Stammtischen eh nicht wahrgenommen werden, weil Herr Stoiber ja schon dafür gesorgt hat, dass das dummgehaltene Volk mit Europa nur noch Negatives verbindet und Positives grundsätzlich ausblendet.

Empfehlen
Gerhard Dünnhaupt

EU konzentriert sich auf Lappalien

Es ist nichts "vermeintlich" an der EU-Regulierwut. Sie ist und bleibt lächerlich. Den internationalen Spott verdient sie weidlich. Im ersten halben Jahrhundert hat sie sich vor allem auf leicht durchführbare Lappalien konzentriert, Verkehrszeichen und Flaschengrößen vereinheitlicht und Briefumschläge normiert. An sich lobenswerte Einrichtungen, doch noch immer fehlt die Vereinheitlichung aller wichtigen Vorkehrungen auf dem Wege zu einem vereinten Europa. Oder hat man diese Idee inzwischen ganz aufgegeben? Die Finanzkrise zeigte erneut, wie hoffnungslos unser Euroland in der Welt dasteht, das zwar einen Zentralbanker, aber mehr als zwanzig Finanzminister besitzt.

Empfehlen
Bert Greve

Symbolpolitik

Hier hat man also dem Stammtisch nachgegeben und die Gurkenverordnung abgeschafft. Und das, obwohl diejenigen, die es wirklich betrifft (Handel und Produzenten) gut damit leben konnten. Selbst hiesige Politiker waren sich nicht zu schade anhand dieser und anderer Verordnungen die EU der Lächerlichkeit preiszugeben, anstatt mit ruhigen Worten zu erläutern, wozu gewisse Regelungen gut sind. Selbst erfundene Normen, wie die des angeblich festgelegten Krümmungsgrads der Banane, durften fröhliche Urstände feiern. Ich bin gespannt, ob wir zur anstehenden Europawahl eine Rückbesinnung auf die Errungenschaften der EU erleben werden, oder ein weiteres "Europa-Bashing".

Empfehlen
TOBIAS RÜGER
TOBIAS RÜGER (t.ruger) - 12.11.2008 15:04 Uhr

Der Normierungswahn hat der E.U. viel an

Akzeptanz genommen. Tausende von Normen, mit tausenden von Ausnahmereglungen - ein Aberwitz. Ich finde die E.U. sollte sich endlich auf ihre originäre Aufgabe kümmern: gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

Jüngste Beiträge

Jahrgang 1955, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in Brüssel.

Jüngste Beiträge

Der Staat schafft keine Suchmaschine

Von Carsten Knop

Soll eine deutsche Suchmaschine mit Hilfe von Subventionen entstehen? So würde nur Geld verschwendet. Der Machtkampf am Markt wird es regeln. Und Deutschland darf die Innovation nicht mehr als Bedrohung empfinden. Mehr 15 13


Wichtigste Werte
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --