Home
http://www.faz.net/-gqg-76bcn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Auftritt vor dem Europaparlament Hollande plädiert für Euro-Wechselkurspolitik

Auch François Hollande sorgt sich offensichtlich um den starken Euro. Nachdem bedeutende politische Entscheidungsträger in Europa vor einem Währungskrieg gewarnt haben, fordert er eine aktive Wechselkurspolitik.

© REUTERS Vergrößern Auch EU-Kommissionspräsident Barroso hört dem französischen Staatschef zu.

Der französische Staatspräsident François Hollande hat eine aktive Wechselkurspolitik für den Euro gefordert. Die Gemeinschaftswährung müsse vor „irrationalen Bewegungen“ geschützt werden, sagte Hollande während einer Rede vor dem Europaparlament in Straßburg. „Eine Währungszone muss eine Wechselkurspolitik haben, ansonsten wird sie mit einem Wechselkurs enden, der nicht dem wirklichen Zustand seiner Volkswirtschaft entspricht“, ergänzte er.

Der französische Präsident reiht sich mit seiner Äußerung ein in die Gruppe ranghoher europäischer Politiker und politischer Entscheidungsträger, die derzeit die Kursentwicklung der Gemeinschaftswährung auf den Devisenmärkten öffentlich kommentiert. Grund dafür ist die offenbar vielerorts vorhandene reale Sorge, der zuletzt merklich gestiegene Außenwert des Euro erschwere europäischen Exporteuren das Geschäft - was umso misslicher erscheint angesichts der wirtschaftlichen Schwächephase, aus der sich die südeuropäischen Länder momentan heraus kämpfen.

Warnung vor Währungskrieg

Der gerade aus dem Amt geschiedene Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte explizit vor einem zu starken Euro gewarnt. Bundesbankpräsident Jens Weidmann und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble gaben unlängst verbale Warnschüsse in Richtung Japan ab, wo die Notenbank auf Druck der Regierung eine Politik verfolgt, die mindestens als Seiteneffekt bisher einen substantiell schwächeren Yen zur Folge hatte.

Mehr zum Thema

In diesem Zusammenhang wird immer noch über einen „Währungskrieg“ auch zwischen den Industrieländern debattiert. Gemeint ist damit, dass die großen Zentralbanken durch eine lockere Geldpolitik versuchen, die eigene Währung zu schwächen und so die Preise jeweils im Inland hergestellter Güter und Dienstleistungen aus ausländischer Sicht verbilligen. Unter den Industrieländern hat indes einzig die Schweiz ein explizites Wechselkursziel des Franken gegenüber dem Euro eingezogen.

Quelle: FAZ.NET/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Merkel kommentiert Anleihekäufe Die EZB entscheidet sowieso unabhängig

An diesem Donnerstag beschließt die Europäische Zentralbank wohl Staatsanleihekäufe. CDU-Politiker üben teils harsche Kritik. Auch die Bundeskanzlerin bezieht Stellung. Frankreichs Präsident ist optimistisch. Mehr

19.01.2015, 14:16 Uhr | Wirtschaft
Nach Anschlägen Neue Philharmonie in Paris eröffnet

Überschattet von den Anschlägen von Paris hat Staatschef François Hollande die neue Philharmonie der französischen Hauptstadt eröffnet. Das erste Konzert war den 17 Terror-Opfern gewidmet. Mehr

15.01.2015, 15:47 Uhr | Feuilleton
Nach Anschlägen Frankreich rüstet sich für den Kampf gegen Terror

Der Sparplan für das Militär wird überarbeitet, Geheimdienste und Polizei werden gestärkt: Nach den Anschlägen von Paris erhöht die französische Regierung ihre Mittel für den Kampf gegen den Terrorismus. Auch der rechtlichen Rahmen soll verbessert werden. Mehr Von Michaela Wiegel, Paris

21.01.2015, 17:02 Uhr | Politik
Nach Terroranschlägen Höhenflug für Hollande

Noch vor kurzem war François Hollande der unbeliebteste Präsident Frankreichs. Doch nach den Terroranschlägen wuchs er an seinen Aufgaben. Jetzt steht François Hollande als Vater der Nation da. Mehr

19.01.2015, 17:09 Uhr | Politik
Franken-Schock Der Krieg der Währungen

Die Schweiz schockt die Welt mit der Entscheidung ihre Währung freizugeben - und eröffnet damit die nächste Runde in einem brutalen Wettstreit. Es geht längst nicht nur um die Schweiz, sondern um viel mehr. Mehr Von Christian Siedenbiedel

18.01.2015, 18:10 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 05.02.2013, 11:11 Uhr

Die vernachlässigten Steuerzahler

Von Manfred Schäfers, Berlin

Der Finanzminister rechnet die kalte Progression klein. Die Abgeordneten werden schlecht informiert. Mehr 51 60


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Grafik des Tages Das iPad macht halb so viel Umsatz wie Google

26,7 Milliarden Euro betrug der Umsatz mit Apples Tabletcomputer iPad. Damit setzt der Konzern allein mit einem Produkt mehr um, als viele Dax-Konzerne erwirtschaften. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden