18.09.2012 · Mag auch das Einkommen der Deutschen nicht mehr steigen, das Vermögen wächst. In den vergangenen 20 Jahren hat es sich mehr als verdoppelt. Aktuelle Zahlen zur Ungleichheit hat die Bundesregierung aber nicht - über die Wirkungen der Finanzkrise kann sie wenig sagen.
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Mancher Leserbriefschreiber hat auf die vermeintliche Besserstellung der Vermögenseinkommen durch die Einführung der Abgeltungssteuer hingewiesen. Das ist natürlich blanker Unsinn. Denn früher gab es ja keine eigenständige Besteuerung auf Unternehmensebene und eine davon unabhängige nachgeordnete Besteuerung der Kapitalerträge, sondern die auszuschüttenden Unternehmensgewinne wurden im Ergebnis lediglich einmal, auf der Ebene der natürlichen Person als Einkommen besteuert. Im Ergebnis zahlt man heute 15 Prozent auf Unternehmensebene und danach ca. 28 Prozent Abgeltungssteuer. Früher zahlte man den persönlichen Steuersatz. Die Besteuerung ist also in etwa vergleichbar geblieben.
Es ist natürlich "in" auf die Agenda 2010 zu schimpfen
und Schröder für jedes Elend der Welt verantwortlich zu
machen. Aber es ist auch Unsinn.
Ein Hauptgrund für die "Schere" ist, dass wir seit sehr
langer Zeit Frieden haben und keine Vermögenswerte durch Krieg
vernichtet wurden. Deshalb kommt die Gesetzmäßigkeit zum
Tragen, dass es einfacher ist, ein vorhandenes Vermögens zu
vermehren als ein Vermögen zu schaffen.
Man sollte auch nicht unberücksichtigt lassen, dass viele
Vermögen aus den Produktionsstätten usw. von
Familienunternehmen bestehen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft
sind.
Die Vermögenssteuer, die viele propagieren, kann und wird es nicht
geben. Sie setzte nämlich die vollständige Erfassung und
Bewertung aller Vermögenswerte aller potentiell Steuerpflichtigen
voraus. Daran würde sogar eine reaktivierte StaSi scheitern.
Dieser Artikel sagt nur die halbe Wahrheit
Geht man jeden Tag gegen 23 Uhr auf die Straße, dann sieht man so
viele jungen Menschen, die sinnlos auf einer Bank sitzen und sich besaufen.
Geht man jedes Wochenende in die Stadt und dann sieht man so viele
jungen Menschen, die nur Spaß haben wollen.
Ob Schüler oder Student, gehen die meisten Menschen eher feiern
oder in den Urlaub, machen schöne Fotos und laden diese bei
Facebook rein, um zu zeigen, dass sie toll sind.
Am Ende hat man aber nicht viel Zeit in seinen Kopf investiert, deshalb
weiß man nicht, was man genau machen will/soll/kann.
Nicht jeder kann Investmentbanker, Unternehmensberater oder Ingenieur werden.
Wie viel man haben muss, um "reich" zu sein, muss jeder selber
wissen, aber
wie wäre es mit einer harten Arbeit durch Verzicht auf Freizeiten???
Heute beim Einkaufen wollte ich mir eine Schokolade kaufen und ein Opa
stand neben mir und sagte mir grinsend: "In meiner jungen Zeit gab
es sowas nicht. Die Welt ist so bequem geworden".
Man überlege sich nur einmal ...
... wie viel mehr Reichtum dieses Land noch schaffen könnte, wenn das hier von Ihnen propagierte, im positiven Sinne preußische, asketische Arbeitsethos nicht inzwischen vollkommen anachronistisch wäre. Sic transit ...
"Die Deutschen werden immer reicher"
Mehr Demagogie war nicht drin?! Meine Mutter, die nahe der Chemnitzer Innenstadt lebt, erzaehlte mir neulich am Telefon, dass sie entsetzt sei, dass immer mehr Menschen in der Chemnitzer Innenstadt die Muelltonnen durchwuehlen ... wohl nach Flaschen und Dosen wegen des Pfands ...
Die Statistik zeigt wieder: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich! Wenn wundert das?
Das war doch die Absicht der rot-grünen Regierung unter
Schröder, der Genosse der Bosse, als sie die Agenda 2010 mit Hilfe
der schwarz-gelb Opposition beschlossen hatten.
Und die kalten Herzen der überwiegenden FAZ-Leser, die die Zeit
haben, sich hier mit ihrer Lesermeinung zu äußeren,
begrüßen diese Verarmungs-Richtung von 50 % der Deutschen,
solange bis alles in Scherben bricht. Diese Kaltherzigen verteidigen das
sie begünstigende System, dass ihnen Einkommen ohne Arbeitsleistung
durch Kapitalgewinne oder heute noch durch hohe Renten ermöglicht,
mit Zähnen und Klauen.
Doch das bestehende System des globalen Vernichtungs-Wettbewerbs, der
zwischen den wenigen, sehr vermögenden Kapital-Eignern tobt, wird
der schlafenden und ängstlichen arbeitenden Mehrheit noch mehr
Opfer abverlangen. Durch die Euro-Schulden-Krise werden jetzt die
Maßnahmen der Agenda 2010 in ganz Europa durchgesetzt, damit die
Reichen in Europa im Kampf gegen die Reichen in anderen Weltregionen
bestehen können.
Objektiv revolutionäres Potential - vergesst den Islam.....
Wenn die Vermögensverteilung sich weiter so entwickelt - und
derzeit ist kein Grund, anderes anzunehmen -, dann ist eine Revolution
unausweichlich.
Das "oberste Zehntel" - zu dem ich übrigens gehöre;
es ist für mich also keine Neidfrage... - hatte 1998 45% des
Nettovermögens und 2008 bereits 53%. Wenn das so weiterginge,
wäre bald das Ende der Fahnenstange erreicht. Das kann sich auch
das "oberste Zehntel" nicht wünschen.
Eile ist geboten. Signifikante Vermögenssteuer alternativlos.
Was ist „Reichtum“? Nur Ziffern und Zahlen? Bei aller notwendigen Kritik an der Verteilung ...
fragt niemand, was hier mit „Reichtum“ eigentlich gemessen
wird.
Der Verdacht drängt sich auf, dass nur Geldziffern oder bloße
Skalen, nicht jedoch die realen Dinge betrachtet werden. Wenn A ein
Kunstwerk an B für 10.000 EUR verkauft und nach einer Weile
bemerkt, wie sehr er das Werk in seiner Sammlung vermisst und es dann
– sagen wir - für 20.000 EUR von B zurückkauft, dann ist
das Werk nach offizieller Lesart nun 20.000 EUR wert. A und B sind dabei
beide reicher geworden. Der Wert des wiederverkauften Werkes ist
angeblich gestiegen. B hat 10.000 EUR Gewinn gemacht.
Doch, das sind betrifft nur die Geldziffern, die diesen Reichtum
abbilden sollen. Von der Sache her gesehen, ist bloß der alte
Zustand wiederhergestellt worden: A besitzt das gleiche Werk erneut. B
besitzt es nicht mehr. Dieses Gedankenexperiment lässt sich nun
beliebig variieren oder fortsetzen. B könnte nun das Kunstwerk von
A für 30.000 EUR erneut zurückkaufen, etwa dann an einen C
für 40.000 EUR weiterverkaufen, usw.
Herr Böhme, stellen Sie mit der Frage, was Reichtum ist, die Wirksamkeit von Zuwächsen bei Werten
die Kunstwerke, Edelmetalle wie Gold, Wertpapiere wie Aktien, oder
andere Verfügungsrechte über Produktionsmittel am Markt
erhalten, in Frage? Meinen Sie, es hat keine Auswirkung auf die
Realwirtschaft?
Die Teuerung dieser - als Werte gehandelter – Gegenstände und
Verfügungsrechte wird im Unterschied zur Teuerung bei
Konsumgütern nicht als Inflation betrachtet, sondern als Wertzuwachs.
Wenn in Ihrem Beispiel A das Kunstwerk für 20.000 EUR von B
zurückkauft, so kann B anstelle von A zusätzlich für
10.000 EUR sowohl gehandelte Werte als auch Konsumgüter und
Dienstleistungen in Anspruch nehmen. A verliert die Berechtigung in
Höhe dieser Summe Waren oder Werte zu kaufen.
Im bestehenden System des globalen Vernichtungs-Wettbewerbs, der
zwischen den wenigen, sehr vermögenden Kapital-Eignern wie ein
Weltwirtschaftskrieg tobt, wird der Reichtum als „Munition“
zum Ausbau der Verfügungsmacht benötigt. Deshalb bleibt die
zunehmende Umverteilung von Arm nach Reich, solange das System besteht.
Natürlich, Herr Böhme, das ist die entscheidende Frage.
Anscheinend hat die FAZ sich diese Frage nicht gestellt, obwohl sie den
Anspruch des 'klugen Kopfes dahinter' erhebt. Die Überschrift ist
tief unter dem beanspruchten Niveau!
Sind die Amerikaner durch Greenspan (Internetbubble), Greenspan/Bernanke
(housing bubble) und jetzt Bernanke(Schuldenbubble) reicher geworden?
" Der Abstand zwischen West- und Ostdeutschland verringerte sich
den Angaben zufolge. "
Diese Verringerung ist nach meiner Kenntnis in erster Linie auf
"qualifizierte" Zuwanderung von West nach Ost
zurückzuführen und nicht auf Vermögensaufbau der
autochthonen Bevölkerung. ;)
"Qualifizierte" Zuwanderung von West nach West - nicht "Qualifizierte Zuwanderung"
Mein kurzer, unverkennbar ironischer Kommentar sollte eine Lücke in
diesem Artikel füllen. Besagte Studie hatte nämlich die
Erklärung für die Verringerung des noch immer sehr deutlichen
Abstands bei den Privathaushaltsvermögen in der Wanderung
"vermögenderer" Privathaushalte" von West nach Ost
ausgemacht - nicht beim Aufbau von Vermögen vor Ort.
Der zusammenfassende Artikel erwähnte dies leider nicht.
Ob diese "vermögenden" West-Ost-Wanderer nun geborene
Westler oder Ostler ( geboren in den 1940/50er Jahren) sind, ist
angesichts der Messung in Privathaushalten ( und nicht
Individualpersonen) kaum zu fixieren und von geringer Relevanz.
Dass reale Rückwanderung stattfindet, ist unbestritten; aber die
zuweilen vernommene Größenordnung ist ein Mythos. Bei der
überwiegenden Mehrzahl der Binnenmigranten von Ost nach West
dürfte allein der Zeitfaktor zu knapp sein für nennenswerten,
überdurchschnittlichen Vermögensaufbau. Auch dort
bestätigt die Ausnahme die Regel.
bezog sich auf Lea Karow
"Da gebe ich Ihnen völlig Recht! Ich hatte nur einen
Teilaspekt genannt."
Da gebe ich Ihnen völlig Recht!
Ich hatte nur einen Teilaspekt genannt.
@Rolf Helbig
Der Rückfluss des Großteils der Transfers in den Westen steht
natürlich außer Frage. Aber die öffentlichen
Aufträge sind ja nur ein Aspekt der ganzen Sache. Die
Sonderabschreibungen und die Förderung für die
Immobiliensanierung oder für Unternehmen sind ebenfalls
sämtlich an Westdeutsche gegangen. (Welcher Ostdeutsche hatte schon
etwas zum Abschreiben? Welcher Ostdeutsche kann Fördermittel
für irgendetwas bekommen? Es besitzt doch praktisch kaum jemand
Immobilien, und wenn jemand ein Unternehmen besitzt, dann kann er wohl
kaum den Eigenanteil für Fördergelder aufbringen.) Gar nicht
zu reden vom privaten Konsum – zum Großteil Produkte von
westdeutschen Unternehmen oder ostdeutschen Unternehmen in Westbesitz.
Oder denken Sie nur an die Mieten für die fast ausnahmslos in
westdeutschem Besitz befindlichen Mietwohnungen!
Nur: Sie rühren damit an ein Tabu, Sie kratzen an der westdeutschen
Gründungslegende des wiedervereinigten Deutschlands. Und das
hört man vielerorts gar nicht gern ...
Dass die ostzonesischen Eingeborenen ...
... keine nennenswerte Kapitalakkumulation betreiben können, ist klar. Vierzig Jahre Vorsprung auf diesem Gebiet sind natürlich nicht aufzuholen, und außerdem ist ja auch der weitaus größte Teil der Immobilien in westdeutschem Besitz. Von nichts kommt nun mal nichts, und der Teufel sch***t immer auf den größten Haufen. Die Eigentumsverhältnisse und die soziale Schichtung im Osten sind auf lange Zeit zementiert. Honi soit qui mal y pense ...
Mitunter einseitige Sicht
Die Massen von gutausgebildeten Ostdeutschen, die seit der Wende in den
Westen gegangen sind und dort übrigens erheblich zum Wohlstand
beigetragen haben, kehren nun oftmals wieder in den Osten zurück.
Ein ganz normaler Vorgang.
Bei dieser Betrachtung gibt es ohnehin eine Schieflage. Wo jemand lebt
und arbeitet, sagt oft nichts über seine Herkunft. Welche Gelder in
welche Richtung fließen, ist nicht einfach vom äußeren
Anschein nachvollziehbar. Auch die gigantischen Geldzahlungen, die von
West nach Ost geflossen sind, sind zu großen Teilen an
westdeutsche Firmen oder westdeutsche Eigentümer ostdeutscher
Firmen in Form von Großaufträgen gegangen (in erster Linie
Bauindustrie, Transport). Das ist auch ok.
P.S. Mit der "qualifizierten Zuwanderung" aus dem Westen
kämpft vor allem der öffentliche Dienst heute noch. Viele
Damen und Herren aus der dritten Reihe aus dem Westen, die damals mit
"Buschzulage" im Osten auf einen Posten erster Reihe kamen -
bleiben eben weiterhin dritte Reihe.
Der Artikel bringt nur 10% der Ungerechtigkeit
Um das wahre Ausmaß zu kaschieren, wird das Vermögen der
oberen 10% am Volksvermögen aufgezeigt.
Wenn der Bürger aber erfährt, das 0,1% der Bevölkerung
24% des Vermögens und 1% der Bürger 34% des Vermögens
hat, zieht blanke Wut
auf. Das GG schreibt "Vermögen verpflichtet" und was
machen unsere Volksvertreter - sie "überlegen" und
"fordern". Was kommt heraus? Nichts und dieser Bundestag soll
in der Anzahl de Abgeordneten nach der nächsten Wahl noch
aufgestockt werden.
Reduziert diesen Haufen.
Eine Verkleinerung des Bundestages ...
... dürfte allerdings wohl kaum zur Lösung des von ihnen so treffend geschilderten Problems beitragen.
Wer sind jene 50% die statt 4% nur noch 1% Anteil am Vermögen haben
und welches Vermögen ist hier gezählt oder auch nicht
gezählt worden?
Reich wird man selten durch höhere Einnahmen sondern durch
weniger Ausgaben!!
Wenn ich mir in den Geschäften die wachsende Abteilung
Tiernahrung und Getränke und die reinen
Getränkemärkte ansehe, wundert es mich nicht, daß
einige auf keinen grünen Zweig kommen.
Früher bekam Hund und Katze die Reste vom Mittagessen und fertig.
Und noch früher sind Landwirte Pleite gegangen, weil sie das
damals neu auf den Markt gekommene Vilbeler Wasser gekauft haben.
Das ist ein schönes Märchen ...
... mit dem Reichtum durch Sparen. Bei einem "Normalverdiener" erreicht man durch Maßhalten bei den Ausgaben, dass man über die Runden kommt und vielleicht bescheidenen Wohlstand erwirbt. Reich werden tut man nur, indem man nennenswertes Eigentum - Kapital und Immobilien - arbeiten lässt.
ich bin jetzt aber nicht traurig! ätsch
wenn deutsche unternhemen zb bmw erfolgreicher sind weil sie gute autos
bauen mit gut bezahlten mitarbeitern, steigt das vermögen aller
beteiligten. aktionäre, mitarbeiter, der staat allgemein über
steuern und sozialabgaben. wenn bmw in 10 jahren einem chinesischen
staatskonzern gehört werden die chinesen reicher. das die
reinigungskraft bei lidl davon wenig hat gebe ich zu.
ps was folgt allgemeion daraus; sollen wir jetzt jammern wegen der
umverteilung des vermögens oder freuen wir uns das der kuchen ggf
tatsächlich größer geworden ist.
ich freue mich wenn der kuchen größer ausgefallen ist, was in
10 jahren gegessen wird wissen wir nicht.
facepalm
Mir fehlen die Worte.
Ich finde so eine Einstellung einfach zu fremdschämen!
Nicht nur die super reichen werden reicher. Jeder der wenn auch nur einen kleinen
Kapitalstock bildet wird immer reicher. Was ist denn interessanter Der Häuslesbauer der das Haus bezahlt hat der nun vom ersparten eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat und wo der Stromzähler quasi rückwärts täglich die € aufs Tagesgeldkonto spült ? Diese vielen Millionen Hausbesitzer 12 % Stromertrag gegen 1 % Tagesgeldzins ?
"Die Deutschen werden immer reicher"
Ich leider nicht! WER kann und will mir helfen???
MfG
A. Buntrock
Danke für Ihre weise Hilfe.
Natürlich möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken und
ich hoffe dieses Zitat von Seneca kann diesem Anspruch gerecht werden.
"Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm."
(Lucius Annaeus Seneca)
MfG
A. Buntrock
Wenig kann mehr sein
Es geht mir in meinen alten Tagen auch so wie Ihnen – ich werde
nicht reicher.
Aber trotzdem kann ich Ihnen mit einer aus der Antike stammenden
Weisheit helfen!
Der alte “Plutarch“ sagte einmal (ca. 100 n Chr.):
“Wer wenig bedarf, der kommt nicht in die Lage, auf vieles
verzichten zu müssen.“
Dies zu wissen ist doch auch ein schönes Gefühl!
Gruß D. Ackermann
"Den vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte
gehört demnach mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens."
Aber keine Sorge, wir brauchen keine Umverteilung von oben nach unten.
Wie man den Menschen in den USA immer erzählte: "The wealth
will trickle down"
Endlich eine erfreuliche Meldung zur Krise
Ist es nicht stärkend zu wissen, dass es auch in diesen Zeiten die
Tüchtigen und Fleißigen, sichtbar am gestiegenen
persönlichen Wohlstand, schaffen, Wachstum zu gerieren. Es sind
diese noch kräftiger gewordenen Schultern, die uns hoffen lassen:
"Wir können den Schwachen dann und nur dann etwas abgeben,
wenn wir Starke haben, die alle anderen mitziehen" (A. Merkel).
Da sollte auch kein Neider daran mäkeln, dass 80% der
größten Vermögen von ihren heutigen Besitzern nicht
verdient, sondern geerbt wurden. Denn es ist doch gerade auch in den
aktuell schwierigen Zeiten eine erhebliche, nervenaufreibende
Herausforderung, diese Vermögen gewinnbringend anzulegen. Das sieht
ja auch die Regierung so, denn es hat schon einen guten Grund, dass hohe
Kapitalerträge hier nicht den dieser Größenordnung
angemessenen Spitzensteuersatz von 45% zugeordnet bekommen, sondern mit
25% Kapitalertragssteuer versehen werden.
Vertrauen wir also unbeirrt der auch hier sich zeigenden Weisheit eines
freien Marktes.
Mit eigener Erfahrung kann ich sachlich begründen.
Nie erschienen Kapitalerträge egal bei wem ich fragte. 50 % Steuern von nicht angegebenem, ist eben das Gegenteil von 25% Zwangseinbehalt durch das Finanzinstitut. die Depotbank. Das wusste damals Schröder wie Steinbrück und Eichel. Eine für alle gleich hohe Besteuerung die automatisch ausgekehrt wird macht Sinn.
Wie können sie das sachlich begründen, Frau Gruber,
dass die Kapitalerträge nichts damit zu tun haben, dass manche
Deutsche immer reicher werden?
Das Vermögenseinkommen des Hauptaktionärs von BMW, der Familie
Quandt, beträgt jährlich 650 Mio € (Wüllweber 2012,
Creutz 2012). Darauf zahlen sie nicht etwa den Spitzensteuersatz von
45%, sondern nur 25% Kapitalertragssteuer.
"Auch die gegenwärtige Finanzkrise müsste ohne
staatlichen Eingriff vor allem die Schicht treffen, der bei
Kapitalinvestitionen Breite und Zeit fehlen. Die Auslagerung von
Gewinnchancen und Verlustrisiken auf den einzelnen Bürger, wie sie
die Marktgesellschaft idealisiert, führt folgerichtig zur
Stärkung der Vermögenden, die diese Risiken ausbalancieren
können, während die weniger Vermögenden vom
Risikoeintritt so hart betroffen wäre, dass sie Gewinnchancen in
großem Stil gar nicht wahrnehmen können. Das aber bedeutet,
dass eine entsolidarisierte Marktgesellschaft immer stärker
auseinander triftet, gleichsam einer Naturgesetzlichkeit folgend."
(Prof. Rolf Stürner)
Als man den persönlichen Steuersatz verlangte war man auf die Angaben jedes
Steuerbürgers angewiesen und genau das führte dazu, dass das Verfassungsgericht jede Art von Spekulationssteuer dann als verfassungswidrig verwarf, wenn der Staat nicht sicher stellen kann, dass alle gleich besteuert werden. Genau das wird durch den automatischen Abzug der Abgeltungssteuer sichergestellt. Ja heute zahlt jeder 25 % früher nur wer wollte oder zu ängstlich war aufzufallen. Das aber hat nichts mit dem eigentlichen Thema , dass die deutschen immer reicher werden zu tun.
"Die Deutschen werden immer reicher"
Vor oder nach Inflation?
Eine solch grausame Phantasierechnung habe ich noch nie gelesen.
Inflationsbereinigt haben
a) die Vermögen trotz 20 Jahre Exportweltmeistertum deutlich unter
50% zugenommen und hinzu kommt, dass zB das aus Schuldtiteln bestehende
Vermögen (zB SP, GR-Anleihen) zwar nominal vorhanden ist, real aber
gegen Null tendiert.
b) sind die Staatsschulden wegen der Geldentwertung gesunken oder durch
die politisch gewollte Geldversenkung in den PIGS-Ländern verursacht.
Hier wird die nächste Steuer- und Abgabenerhöhung vorbereitet. Ein Staat der immer mehr auf Kredit lebt und dann noch andere Staaten, das gute Leben mit seinen Kredit finanziert, wird selbstverständlich ärmer, es sei denn, er plündert die sparsamen Menschen, die nicht auf Kredit leben, noch stärker aus.
Fährt man wirklich mit der Bahn günstiger als mit dem ohnehin versteuert und versicherten Auto ? Braucht man wirklich alle 3 Jahre ein neues Handy ? Macht es wirklich Sinn eine Aufpreis zu bezahlen wo doch die Angebote oft qualitativ in keiner Weise abweichen ? Reich werden kann immer nur der, der weniger ausgibt als er einnimmt und zielstrebig Leistung einbringt die er eben nicht bezahlen muss.
Als Lokomotive könnte eine Arbeitsmarktreform für Dax-Vorstände ( Beamte der obersten Gehalts-
klassen)sein.Diese Gruppe z.B.im Wirtschaftunternehmen strebt vorwiegend Wachstum über Akquisitionen und Effizienzsteigerungen an.Das führt dazu ,dass im eigenen Unternehmen zu wenig neue! Produkte entwickelt werden können.Entspechend erhalten seit längerer Zeit nur Führungskräfte in Großkonzernen eine Aufstiegsmöglichkeit ,die zwar fleißig aber keine neue Ideen /Produkte umsetzen können.Klassisches Beispiel ist d Pharmaindustrie(zB Pfizer),seit Jahren fehlen "nachwachsende" wirklich neue Produkte,die auch kräftig neue Arbeitsplätze schaffen können.Wenn eine moderne Arbeitsmarktreform für Vorstände sie zwingen könnte,dass Potentiale in verschiedenen Großkonzernen freigelegt werden können.Der Nasenfaktor in d Linie ist in DE übermächtig geworden,entsprechende Assessmentcenterergebnisse werden nur nachgeschoben.Es muss aufhören,dass auf Vorstandsebenen z.B.80 % Leistung als 120-150% ausgegeben werden kann.Viele Großunternehmen schaffen nur deshalb Renditen,weil sie Personal abbauen.
Falsche Überschrift. Es müsste heißen: Ein paar Bonzen werden immer reicher!
Die Hartzer, alleinerziehenden Eltern, Studenten, Menschen mit
Behinderung, Zeitarbeiter, Werksarbeiter, Rentner, Handwerker und
Angestellte wurden bestimmt nicht reicher.
Abgesehen davon ist die Statisitk sicher nicht inflationsbereingt.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |