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Steigende Immobilienpreise Der neue Häuserkampf

 ·  Mieten in Berlin, Hamburg & Co. steigen rasant. Wohnungen sind das Ziel von Spekulanten. Der Kampf zwischen Mietern und Investoren ist eröffnet. Wird Wohnen unerschwinglich?

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (52)
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Christoph Runge

In einem stetig bzw. haussierenden wachsenden Immobilienmarkt verfolgen ALLE ihre

Interessen. Die Eigentümer, die Mieter, die Kommunen, die Verbände und natürlich die Anwälte. Gerade die Anwälte, egal ob freie oder Mieterbund, haben durch dubiose Urteile die Wohnkosten erheblich erhöht. Das Ergebnis sieht man jetzt schon:Normales Wohnen wird fast zum Luxusgut. Man sollte als Wohnungs und/oder Hausinteressent nicht der "Meute" hinterherlaufen, zumal diese mit blauen Augen zurückkehren wird. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Vor acht bis zehn Jahren hat die Schiffahrtsbranche soviele Containerschiffe mittels Fonds finanziert, dass den Reedern/Charterern/Banken vor lauter Stolz fast die Brust platzte. Heute geht man gem. "PWC" davon aus, dass noch zwischen 500 - 1.000 Fondsinsolvenzen an- stehen werden. Dies bedeutet, dass noch zig tausend Anleger ihr Geld wohl komplett verlieren werden. Da die gleiche "Meute" nun in die Immobilienbranche eingestiegen ist, wird der Komplettverlust nun auch auf Eigentümer oder Mieter zukommen. Auf dem Land jedoch nicht!

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Erik Schlonzberger

Berlin....

...ist auch eine Stadt nur für Trottels. Und wo schon viele Trottels sind, gehen noch mehr hin.

Dumme Affen ziehen andere Dumme Affen an - das war schon immer so !
Und Regierungen haben es auch leichter, wenn die Leute alle in großen Städten zusammengepfercht sind - da kann man sie leichter "medial" ablenken und ruhig halten.

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Alexander Berndt

Es gibt die Regulierung längst, es kennt sie nur kaum noch einer... § 5 WiStG

Es gibt einen Paragrafen, der bei Neuvermietungen bereits eine Grenze zieht, er wird nur nicht mehr angewandt.

"§ 5 Wirtschaftsstrafgesetz
Mietpreisüberhöhung

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder leichtfertig für die Vermietung von Räumen zum Wohnen oder damit verbundene Nebenleistungen unangemessen hohe Entgelte fordert, sich versprechen lässt oder annimmt.

(2) Unangemessen hoch sind Entgelte, die infolge der Ausnutzung eines geringen Angebots an vergleichbaren Räumen

die üblichen Entgelte um mehr als 20 vom Hundert übersteigen,

die in der Gemeinde oder in vergleichbaren Gemeinden für die Vermietung von Räumen vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage oder damit verbundene Nebenleistungen in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen der Betriebskosten abgesehen, geändert worden sind. ..."

Die Folge ist übrigens auch, dass die Miete an die ortsübliche angepasst werden muss. Mal schauen, wann der wiederentdeckt wird...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2013 20:59 Uhr
Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 22.01.2013 20:59 Uhr

Eben...

Anpassung an ortsübliche Mieten bedeuten für manche privaten Kleinvermieter Mieterhöhungsmöglichkeiten von 50%....

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Jean-Paul van de Mortyr

Wenn die Mieten zu hoch steigen ...

... dann ist das eine Tatsache die nicht aus der Welt geschafft werden kann indem man sich mit "Ja aber der böse Immobilienmarkt diktiert uns die Preise" vertröstet. Der Mieter kann sich nicht anpassen: entweder es ist genug $$$ im Portemonnaie für die Miete oder nicht.

Wenn es 15% Hartz4-Empfänger in einer Stadt gibt, müssen auch 15% der Wohnungen für Hartz4ler erschwinglich sein - ob wir das geil finden oder nicht spielt dabei keine Rolle. Die finanziell etwas Betuchteren (schöne Umschreibung für "reiche Schnösel") unter uns wollen teils auch unter sich bleiben - und die Ärmeren teils auch. Den Reichen also Berlin-Spandau und den Armen Berlin-Hellersdorf - aber ganz ehrlich: ich möchte nicht, dass meine schöne Stadt nur noch aus strikt getrennten Spandaus und Hellersdörfern besteht - ich find auch nen Neukölln ganz schick und Pankow hat auch seinen Reiz, so wie es jetzt ist - und genau darum geht es, dass diese Abwechslung erhalten bleibt. Steht auch so im Artikel: Milieuerhaltung

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2013 17:46 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.01.2013 17:46 Uhr

Wie soll nach ihrer Ansicht der fehlende Mietraum innerhalb einiget Jahren geschaffen werden?

Ich habe Gott sei dank alle Immobilien verkauft ja fast verschenkt. Weil sie wirklich viel mehr Last als Lust machten.

Das Ventil wird nicht gefunden es sei denn die Städte werden so teuer dass wie schon vor Jahren wieder sehr viele aufs Land ziehen.

Je früher das einsetzt um so besser.

Auf dem Land lässt sich keine Mietpreiserhöhung durchsetzen.

Je schneller die Preise steigen um so schneller löst sich das Problem

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Jean-Paul van de Mortyr

@Fr. Gruber

Da mein Vermieter nur 2 Dinge von mir erwartet (pünktliche Mietzahlung und dass ich aus meiner Wohnung keinen Techno-Club mache) und ich mit letzterem kein Problem habe, liegt es wohl an den Mieten. Wer für die stetig steigenden Mieten verantwortlich ist vermag ich nicht zu urteilen (da gibt es Geeignetere) aber die Situation sieht in Berlin z.Z. so aus, dass selbst Studenten-Wohngemeinschaften langsam richtig teuer werden, wenn nicht irgendein Glückspilz nen alten Mietvertrag für ne 4-Raum-Wohnung sein Eigen nennt.

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Alexander Berndt

Spandau

Ihrer Grundaussage kann man nur zustimmen, ich weiss nur nicht, ob Sie die "Reichen" gerade korrekt verorten. Spandau entwickelt sich gerade neben Marzahn zu dem Bezirk, in den die ALG2-Bezieher "abgeschoben" werden.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.01.2013 14:44 Uhr

Nein keine Wohnung muss für Hartz IV erschwinglich sein. Was es kostet zahlen die Steuerzahler

Aber für die ein gewachsenen Bürger die Rentner die im Durchschnitt aller Rentner unter 990 € brutto nach KK und Pflegeversicherung unter 900 € netto Renten - Einkommen haben.

Ja hier wird über Mieten diskutiert. Diskutiert weil Studenten und der Normalverdiener als Neumieter keinen bezahlbare Wohnraum finden.

Sind es denn wirklich die Mieten ?

Wie sieht es für die Eigentümer von Eigentumswohnungen in größeren Anlagen aus ?

Verwaltungskosten / Rücklagen / Energiekosten aber auch Wartung und Aufwand für Hausmeister sind so hoch.

Dieser Kostenblock ist egal ob öffentlicher oder privater Eigentümer kaum noch zu schultern. Kapitalrendite ? Fehlanzeige.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.01.2013 12:53 Uhr

Immer wieder überrascht wie wenig Sachverstand bei diesem Thema. Natürlich kann abgesetzt werden

Wohnungen = Immobilien sind keine schnell umsetzbare Investition u sie lässt sich auch nicht wie im Schweinezyklus umsetzen.

Die Immobilienblase in USA war auf Eigenheime Wohnimmobilien durch die Anreize induziert weil niemand auf Sicherheit achten musste, im Gegenteil jedem der einen Kaufvertrag unterschrieb im Voraus einige Tausend $ Prämie erhielt.

In "D" stehen in den Ballungsräumen kaum noch Grundstücke zur Verfügung.
Einem sehr eingeschränkter Grundstücksmarkt zu sehr hohen Preisen > 500 € m²
mit der Umsetzung durch Investoren in vermietbare Wohnungen ist in einer Zeit von weniger als 2Jahren nicht möglich.

Und Immobilien sind immer mit hohen Belastungen verbunden die dauerhaft die Attraktivität schmälert. Erwerbsteuern, Grundsteuern, Übertragungskosten wie Umschreibung.

Jede andere Investition, lässt sich sehr schnell, wenn auch mit Verlust korrigieren.

Immobilien sind keines Falls sichere Anlagen. Vermögende können Risiko eingehen.

Wohn-Aldi kann es nicht geben.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 21.01.2013 11:45 Uhr

Kann der Vermieter nicht seine Kosten steuerlich geltend machen?

Als Banken gerettet werden mussten, ging eine ungebremste Spekulation dieser Blase voraus. Auch hier waren es in der Regel nur betuchte Kreise, als die Blase dann platzte, haben nicht die Spekulanten die Kosten für die Rettung der Finanzindustrie übernommen, sondern der Staat, sprich die normalen Bürger. Jetzt die Immobilienblase, welche sich auch nur eine Minderheit leisten kann, und wie wird das irgendwann enden? Schaut nach Spanien, dann weiß man es. Unsere Politik hat über Jahre hinweg erst die Deregulierung der Finanzmärkte vorangetrieben, dann die Preisbindung im Wohnungsbau aufgehoben. Veräußerungsgewinne von Unternehmen, wurden steuerbefreit, Ergebnisse kann man überall bestaunen. Kommunen sind pleite, Mieten immer öfter für den normalen Verdiener nicht mehr bezahlbar. Wer bezahlt die Bankenrettung? Die Verursacher jedenfalls nicht! Wenn aber die Vermieter, die Kosten der Modernisierung steuerlich geltend machen können, warum dann solche Mietsteigerungen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2013 13:17 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 21.01.2013 13:17 Uhr

Natürlich kann jeder von seinem Ertrag / Gewinn den Aufwand absetzen.

Das Risiko aber bei Immobilien liegt darin dass man wenn die Immobilien nicht gerade in Bestlage der Städte liegt (wenn überhaupt) nur noch mit erheblichem Verlust zu veräußern ist.

Bei Immobilien sind die Gewinne zu versteuern und jeder Weiterverkauf bedeutet rund 10% Aufschlag 5% Grunderwerbsteuer ~ 5% Notar / Umschreibung / Werbeaufwand.
Meist zusätzlich Makler 4,5%.

Dass Kommunen Pleite sind liegt keines Falls an den Immobilien.

Dass Wohnraum ausschließlich in den Städten fehlt und teuer ist liegt zu erst an der fehlenden Fläche . An der sehr schnellen Veränderung " Single Haushalten"
Aber auch daran dass jeder der es sich leisten kann reichlich großen Wohnraum beansprucht.

Eigentlich kann nur eine sehr viel stärkere Teuerung der Mieten das Problem lösen.

Billige Wohnungen werden auf Dauer verschwinden weil das Geld zur Renovierung nicht reicht.

Öffentlicher Wohnungsbau kann das Problem nicht lösen.

> 2500€ m² Errichtung = 70 € Kapitalkosten.

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otto kaldrack

mieten in d. großstädten

irgendwo müssen doch griechen u. co. ihre nicht versteuerten und von
uns subventionierten riesengelder anlegen. also ihr linken, die ihr sowas
besonders gern fördert, dann auch nicht aufregen und das maul aufreißen.

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Alexander Berndt

Angeblich unattraktiv + mehr Markt funktioniert schon woanders nicht

Bei ganz vielen Wortmeldungen frage ich mich, wieso in diesem Land in den letzten Jahrzehnten überhaupt Leute vermietet haben. Es liest sich, als ob gerade erst das Vermieten erfunden wurde und ja kein Eingriff stattfinden darf um das zarte Pflänzchen nicht zu zertreten, jetzt wo die Renditen steigen, bzw. nach Lesart mancher Meldungen jetzt überhaupt erst vorhanden sind...

Und auch der vielbeschworene Mechanismus "mehr Markt" wird nicht greifen, "mehr Markt" hat auf dem Finanzsektor nicht funktioniert, sondern war nur dazu geeignet eine Blase nach der anderen zu produzieren, er wird auch hier nicht funktionieren. Auch damit einhergehend wird gesagt, höhere Rendite wird zu einem Bauboom führen. München müsste dann eine enorme Bauaktivität haben, wenn das stimmen würde. Ist aber nicht der Fall, oder?

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Alexander Berndt

Unerwähntes zur Rendite von Modernisierungen

Der Autor erwähnt leider nicht ausdrücklich, dass Modernisierungen auf den Mieter umgelegt werden und zwar jährlich mit 11% der auf die Wohnung entfallenden Kosten (bei "Illner" meinte selbst jemand von Grund und Boden -Vermietervertretung- es kann auch weniger sein). D.h. ein "Investor" hat nach 10 Jahren sein Investment raus (oft werden vom Investor gegenüber dem Mieter abzugspflichtige Subventionen verschwiegen, was dann früher die Rentabilität herstellt, steuerliche Vergünstigungen müssen gar nicht abgezogen werden und dann gehts noch schneller). Auch dass ist ein Grund dafür, dass die bestehende Substanz "hochgezüchtet" wird. Zumal eine angekündigte Modernisierung auch ein wunderbares Entmietungsmittel ist, was den Wert schlagartig ansteigen lässt, alte niedrige Miete weg, neue frei aushandelbare Miete da = Rendite unschlagbar. Ich habe Ankündigungen erlebt, die wurden nie vollzogen, man wollte nur sehen, wieviele Mieter davon so aufgeschreckt wurden um Auszuziehen...

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 20.01.2013 18:35 Uhr

Warum liebe linken Politiker???

Warum nur soll ein sozial Schwacher in HH an der Aussenalster, in München in Schwabing oder in Frankfurt im Westend wohnen dürfen?
Es ist doch absurd und lachhaft welche Vorstellungen Linke Politiker haben.
Wenn es nach diesen Linken Politikern geht, dann sollte man am besten alle Hartzer an die französische Mittelmeerküste umsiedeln, das haben sie sich verdient, warum auch immer.
Wenn ich weniger Geld habe, was um Himmelswillen ist so schlimm, wenn ich dann 8 km von der City wohne???

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Hans Böhringer

Volksverdummung der Gutmenschen

Was soll das ganze Geschwätz? Vorbereitung auf kalte Enteignung durch Mietobergrenzen, Zwangsabgaben auf Immobilienvermögen? Gar eine Art Bodenreform? Zur Klarstellung:
Ein Vermieter in Deutschland sitzt auf einem unberechenbaren Pulverfass und so mancher wird es noch bereuen geglaubt zu haben sein Vermögen durch Immobilienerwerb zu sichern. Da wird auch kein Verfassungsgericht helfen - Eigentum verpflichtet - .

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2013 21:08 Uhr
Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 22.01.2013 21:08 Uhr

Das kann ich locker bestätigen

Eine Investition in Mietimmobilien sollte sich jeder Kleininvestor reiflichst überlegen. Wer Nerven wie Drahtseile hat und Masochist ist, kann dies natürlich ohne Bedenken tun. Aber einem vernünftigen Menschen rate ich in unserem Lande von dieser Art von Geldanlage aus eigener Erfahrung dringendst ab....Was ich da so erleben durfte...Von Mietnomaden, zerkratzten Autos, verbalen Bedrohungen, Diffamierungen abgeschriebenen Forderungen nebst Schuldtiteln und und und....

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 20.01.2013 18:38 Uhr

Eigentum verpflichtet,

Aber nicht fürs wohnen in Toplagen für sozial Schwäche!

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.01.2013 16:28 Uhr

Eine unsinnige Diskussion die sich nur auf eine Städte meist Universitätsstädte bezieht.

Natürlich muss eine sehr gezielte Verknappung durch den ständigen Aufbau der Universitäten u der ständigen Steigerung der Zahl der Studenten zu einer Verknappung führen.

Dem Zuwachs an Studienplätzen jährlich um mehr als 5% beim Doppeljahrgang mehr als 10% kann der nötige Wohnraum auch nach mehren Jahren nicht folgen.

Nur wenige Kilometer entfernt zu diesen Ballungsräumen stehen hunderte Wohnungen leer.

Wenn man etwa 40 km entfernt im Umland nachschaut dann findet man massenweise Leerstehende Häuser u Wohnungen.

Ist es wirklich so schlimm wenn die Mieten in den Zentren so rasant steigen? Ich meine nein.

In den Städten sind Bauland knapp u teuer. Jeder Neubau in den Zentren ist mehrfach teurer als auf den Land. Nicht zuletzt wegen der höheren Auflagen längeren Transportwege aber auch der Bedingungen für Handwerker, Parkraum.

Nur eine Dezentralisierung kann helfen.

Schneller Neubau löst das Problem nicht, Investoren werden nur bei gesicherten Langzeit Mietertrag bauen.

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Rainer Egold

Stadtpolitik

Ich ging immer davon aus, dass die Kommunen Vorkaufsrecht für Immobilien in ihrem geographischen Bereich haben. Anscheinend ist das nicht der Fall bzw. Kommunen haben dieses Vorkaufsrecht jahrzehntelang nicht wahrgenommen. Da brauch man sich dann nicht zu wundern, wenn Investoren Wohnungsbaupolitik betreiben, die eben keine "Sozialwohnungen" vorsieht. Und: Ist es nicht gerade auch so, dass in Kommunen in den vergangenen Jahrzehnten en gros Sozialwohnungen an Investoren verkauft wurden? Mit einer aktiven Wohnungsbaupolitik, die nun einem zur Kommunalpolitik gehört, können die angesprochenen Exzesse vermieden werden. Wo diese auftauchen, hat die Politik mehrfach versagt, einmal in der "Wirtschaftspolitik" (riesig aufgeblähte Geldmenge durch die EZB), Niedrigbesteuerung von Finanzvermögen, fehlende Ausübung von Vorkaufsrechten und aktive Wohnungsbaupolitik (wieviel Studentenwohungen sind denn in den letzten Jahren gebaut worden???)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 16:47 Uhr
Torsten Gingemeyer

Nein! Mehr Kapitalismus wagen!

Steigende Preise in unregulierten Märkten führen zeitverzögert im Regelfalle zu einem steigenden Angebot (da sich das Investment lohnt). Dies ist auch im Wohnungsbau so. Die ständigen Eingriffe in das Mietrecht haben den Wohnungsbau finanz. unattraktiv gemacht. Auch das Übermaß an sozialistisch inspirierten kommunalen Wohnungsbaugesellschaften (aktive Wohnungsbaupolitik) ist Teil des Problems. Diese sind wenig innovativ und langsam. Desweiteren errichten sie den vor allem vom Mittelstand über hohe Steuern subventionierten Sozialwohnraum. Das ständige Anwachsen der Unterschicht durch die Masseneinwanderung gering Qualifizierter ins Sozialsystem (aus der Türkei, Nordafrika etc.) steigert permanent den Bedarf an subventioniertem billig Wohnraum. Personen ohne deutschen Pass die in Deutschland nicht zu Vollkosten (also ohne jegliche Subventionen) leben können sollten keine Verlängerung der Aufenthaltsgehnemigung erhalten. Dies und mehr Marktwirtschaft würden das Problem schnell lösen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.01.2013 15:40 Uhr

"Drei bis vier Prozent Rendite bringt eine Mietwohnung"

Die Geldpolitik sollte seit langem restriktiver werden.

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Torsten Gingemeyer

Man kann das auch positiv sehen.

Gerade in Berlin wo es noch runtergekommene sehr Innenstadt Stadtbezirke mit vielen Gründerzeitbauten gibt (Kreuzberg, Wedding, Neukölln) ist diese Entwicklung zu begrüssen. Mit jeder Mietpreissteigerung werden die islamische Ghettos mehr aus der Innenstadt verdrängt und die Viertel schön saniert (Vorbild Prenzlauer Berg). Derartige Umwälzungprozeße sind normal und sehr zu begrüßen. International ist das üblich z.B. in New York. Vor 10 Jahren war das Nordende des Centralpark (Süd-Haarlem) ein heruntergekommens Ghetto. Heute ist es eine teure Wohnlage. Die Stadt New York hat dies sogar noch finanziell gefördert. Auch in Deutschland wäre dies sinnvoll um die Prozeße noch zu beschleunigen. Den sie führen zu einer Umsiedlung der islamischen Problemminderheiten aus dem Zentrum Berlins. Die Auflösung der Ghettos könnte der konsequenten Assimilation der Problemminderheiten dienen und ein sozo-ethnisches Problem lösen helfen. Desweiteren wird die Stadt verschönert und der Wohnstandard gehoben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2013 13:06 Uhr
Maria  Berger

Sog. Schikane Ansatz und weitere Fragen....

Der sozialdemokratische (!)Bürgermeister von Amsterdam, Eberhard van der Laan, will Bürger, die sich Ausländern gegenüber feindlich verhalten, in Container am Stadtrand zwangsumsiedeln. Diese Lösung nennt sich "Schikane Ansatz".
Es stellt sich die Frage, wer in den großen Städten wenn schikaniert. Dann vielleicht doch Gentrifizierung, aber auch dadurch werden viele in- und ausländische Bürger schikaniert.

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Jeff Dudemeister

RE: Fragen über Fragen

"wohin sollten die "islamischen Problemminderheiten" aus dem Zentrum Berlins umgesiedelt werden?"

wie wäre es mit: Dahin wo sie hergekommen sind.
Ich lebe lange genug in Berlin(26 Jahre) um feststellen zu können das diese Taugenichtse beim besten Willen niemals bereit wären sich in die deutsche Gesellschaft zu integriegen,
d.h. arbeiten gehen und in die sozialkassen einzahlen.
Warum sollte ich mir also um diese Menschen Gedanken machen.
Ockhams Rasiermesser:"Die einfachste Lösung, ist meist die beste"

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Maria  Berger

Fragen über Fragen....

wohin sollten die "islamischen Problemminderheiten" aus dem Zentrum Berlins umgesiedelt werden? Wie dient dient die "Auflösung" der "Ghettos" der konsequenten "Assimilation der Problemminderheiten" ? Wie löst sich daraus ein sozio-ethnisches Problem ?
Wie war das konkret in New York ?
Hier kommen mir bei aller gutmenschlichen Phantasie doch größte Bedenken.
Wohnen Sie etwa im Zentrum Berlins oder wollen Sie dort investieren?

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Jürgen Schölzel

Spekulanten, Mieter, Investoren

eine Neubauwohnung kostet mindestens € 2.000/qm - bei billigstem Baugrund. Für 100qm brauche ich über 30 Jahre € 555,56 mtl an Kaltmiete, ohne dass ich einen Cent Rendite erzielt habe. Den Mieter kostet das mit NK und einer Garage mind. € 800,- mtl.
Weil nach 10 Jahren die Teppichböden fällig sind, nach 20 Jahren der Fassadenanstrich, nach 25 Jahren die Fenster und die Heizung, Bäder , Elektro, usw. muss eine Instandhaltungsrücklage gebildet werden. Das Bundesbauministerium empfiehlt bei über 16 Jahre alten ETW € 10,-/qm +Jahr. Macht € 83,34 mtl und unsere Wohnung ist auf 883,34 im Preis gestiegen. Es fehlen noch die Aufwendungen für Verwaltungskosten, nicht umlegbare Nebenkosten, Mietausfälle, außerordentliche Kosten wie vom Mieter in Schutt und Asche hinterlassene Wohnungen. Rendite bis hierher gerechnet - gleich Null.
Was soll der blödsinnige Kommentar vom Häuserkampf. Nach Jahren niedrigster Renditen müssen die Mieten irgendwann der gestiegenen Inflation Rechnung tragen + die NK.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 21:19 Uhr
Jürgen Schölzel

1 Dose Ravioli für € 1,89

aber € 900,- Miete für eine Wohnung und der Ruf zum Kampf gegen Spekulanten und nach staatlichen Eingriffen wird laut. Dabei hat der Vermieter bei dieser Miete keinen einzigen Cent verdient (s.o.)
In den Ballungszentren steigen die Mieten, aber (zuvor) auch die Preise für Wohneigentum. Das ist nur bei steigender Nachfrage (mehr Studenten, mehr Single Haushalte) und in einem wirtschaftlich prosperierenden Umfeld (hohe Löhne) möglich. Dort reicht meist nicht einmal € 10,-/qm Kaltmiete, um eine Rendite zu erzielen.
Auf dem Land stehen Wohnungen leer, aber nicht weil sie der Vermieter lieber leer stehen lässt. Das Alter und die zu niedrigen Mieten, bei hohem Modernisierungsaufwand, führen über die Zeit zur Unattraktivität der Wohnung. Dort gibt es immer noch genug Neubau (ETW), der den Altbauwohnungen Konkurrenz macht. Niemand will oder kann 4 oder 5 Stockwerke zu Fuß laufen, oder teure Heizkosten zahlen. Irgendwann, sofern die Lage gut ist, rechnet sich nur noch die sog. Luxussanierung.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.01.2013 17:47 Uhr

"Problem vorwiegend der starke Anstieg an Single Haushalten vor allem in den Universitätsstädten"

Nein, dass Problem ist eher alle, die Geschäfte mit solchen Erfindungen machen, um Leuten eine unrenbtable Immobilie teuer zu verkaufen.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.01.2013 16:42 Uhr

Ihre Kostenrechnung stimmt. nur das ist nicht das eigentliche Problem.

Das Problem ist vorwiegend der starke Anstieg an Single Haushalten vor allem in den Universitätsstädten.

Neubau egal wo man ihn errichtet oder auch Restaurierung und nach neuesten Vorgaben ausgestatteter Wohnraum der sich rechnet also eine Rendite von mindestens 3,5% abwirft ist unter 9 € /qm Nettokaltmiete nicht zu errichten.

Das eigentliche Problem ist, dass schon heute in Randgebieten Hunderte Wohnungen leerstehen weil die Hauseigentümer sich nicht mehr den Ärger mit den Mietern antun wollen.

Könnte es gelingen nur etwa die Hälfte der Wohnungen die nur wegen der " Rechte und der Ausnutzung durch die Mieter" wieder in den Markt zu bringen gäbe es diesen Druck nicht.

Der Markt an Wohnraum wäre erheblich entspannter.

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Erwin Stahlberg

LOHN der EU

Wie es oben heißt:

„Viele Deutsche sind wohlhabend geworden im vergangenen Jahrzehnt…
Die Vermögen sind zunehmend ungleicher verteilt.“
---------------------------

Es ist dies ein RESULTAT haarsträubend falscher EU-Politik.

Gestern gab es Gedanken des britischen Premierministers,
David Cameron, zu lesen --- aus seiner n i c h t gehaltenen
Rede.

Erfreuliche Gedanken!

Es werden dort der Reihe nach die Fakten aufgezählt,
die den eigentümlichen Verfall der EU erklären und ausmachen.

Gemeinsame Ziele,
die von unfähigen Politikern verraten wurden,
haben die UNION zu einer Un-UNION verkommen lassen.

Hier die Gedanken in Stichworten:

+ „die Kluft zwischen der EU und ihren Bürgern“ ist
„dramatisch gewachsen“.

+ „Der Mangel an demokratischer Verantwortlichkeit
wird besonders akut in Großbritannien gespürt“.

+ „Wenn wir diese Herausforderungen nicht angehen,
dann besteht die Gefahr, dass Europa scheitern wird
und das britische Volk dem Austritt entgegendriftet.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 20.01.2013 14:18 Uhr

"Der Kampf zwischen Mietern und Investoren ist eröffnet"

Wenn Mieter gegen Investoren kämpfen (z.B. mit Mieter-freundlicheren Gesetzesvorhaben) wird das nicht zu einem verbesserten Wohnungsangebot oder niedrigeren Mieten führen. Das Gegenteil wird eintreten - logo!

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 20.01.2013 14:13 Uhr

Eine "Blase" gibt es nicht

In gefragten Lagen steigen die Preise, weil sie eben gefragt sind. Es gibt aber viele Gegenden in Deutschland, wo die Preise nicht stark steigen, auch nicht die Mieten.

Warum die Preisentwicklung für viele so überraschend kommt: Seit etwa fünf Jahren bekommen die Leute auf die vielen Internetseiten gegen EU, Euro, Banken, USA, Israel... erzählt, sie sollten Gold kaufen und Immobilien seien nächstes Jahr nichts mehr wert (mit den entsprechenden haarsträubenden Finanzwelterklärungen).

Jetzt steigen die Immobilienpreise in guten Lagen immer weiter und das Gold unter dem Bett hilft nicht gegen steigende Mieten. Das kann nicht sein, da muß die EU schuld sein, die Politik, die Ausländer, die Banken, die USA... das ist unvermeidlich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 16:57 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 20.01.2013 16:57 Uhr

Also in Deutschland leben ja nicht mehr Menschen als vor 5 Jahren deshalb stimmt das

nicht. Jährlich werden viel Wohnungen gebaut und trotzdem fehlen Jährlich immer mehr Wohnungen.

Das hat doch nichts mit der Anlageart ob nun Gold oder Immobilien zu tun.

Das hat auch nichts mit dem Vermögen zu tun oder dass Reiche reicher werden.

Nein Immobilien sind weniger attraktiv. Was aber weit mehr ins Gewicht fällt ist dass die Spekulation mit der Immobilie völlig abgeschnitten wurde.

Vor 10 Jahren konnte jeder Immobilien kaufen oder Neu bauen und die voraussehbare Preisentwicklung brachte locker 20% Nettogewinn.

Heute macht das keinen Sinn mehr. Steuern reduzieren die bislang erwartete Chance

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Peter Schneider

Euro wir danken dir!

hohe Inflation (Verdoppelung der Preise innerhalb von 10 Jahren)
Flucht in die Sachwerte (Immobilien, Gold)
permanenter Vertragsbruch (no bailout)
ein Verfassungsgericht, das schweigt
eine Zentralbank, die ihre Unabhängigkeit zur Aushebelung der Verträge benutzt
unter der Inflationsrate verzinste Zwangskredite an überschuldete Südländer
Fehlen eines Souveräns, der die Einhaltung der Verträge durchsetzen könnte

Die deutsche Mittelschicht bedankt sich beim Euro, von dem sie angeblich so profitiert. Selten zuvor in der Geschichte wurden wir so schamlos belogen und betrogen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 18:49 Uhr
Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 20.01.2013 18:49 Uhr

Ja der Euro ist eine Katastrophe für den einfachen

deutschen Angestellten und Arbeiter!!!

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Peter Schneider

Euro und steigende Immobilienpreise in D

Was der Euro mit steigenden Immobilienpreisen in D zu tun hat? Da fallen mir spontan die folgenden Gründe ein:

- negative Realzinsen (die die Bundesbank niemals und zu keiner Zeit zugelassen hat, die nun aber von überschuldeten Südländern mit ihrer strukturellen Mehrheit in der EZB durchgesetzt werden können)

- die Wahrscheinlichkeit des Auseinanderbrechens der Währungsunion (reiche Griechen, die ihr Vermögen vor der Abwertung der Drachme in Sicherheit bringen, jeder der sein Vermögen nicht in Peseten oder Lira umgewandelt sehen will)

- allgemeiner Vertrauensverlust in die EZB, die sich offenbar um geltendes Recht wenig schert und kaum die Zinsen erhöhen wird, sobald die Wirtschaft anzieht (wäre schlecht für die überschuldeten Südländer), Inflation ist das eine, Inflationserwartung das andere

- Erfahrungen mit der EZB in den letzten 10 Jahren (Benzin kostet inzwischen 3 DM pro Liter, ein Zoobesuch kostet 20 DM pro Person, ein Auto können sich viele schon nicht mehr leisten)

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Jim Greek
Jim Greek (Jos_Vik) - 20.01.2013 15:35 Uhr

@Gruenebaum

die Eurounsicherheit die seit nunmehr Jahren in allen Printmedien und auch im Fernsehen behandelt wird, scheint an Ihnen vollends vorbeigegangengen zu sein. Vollkommen absurd die Flucht in Sachwerte wie Immobilien oder Edelmetalle mit dem gestiegenen Wohlstand erklären zu wollen.

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Ronald Gruenebaum

Oh Mann

Was der Euro mit steigenden Immobilienpreisen in D zu tun, wissen wohl nur Sie. Der Artikel gibt das jedenfalls nicht her. Auch die Inflationsmessung ist wohl eher Ihre eigene.

Wenn der Euro etwas bewirkt hat, ist es ein höherer Wohlstand in D, der sicherlich auch einen Effekt im Immobilienmarkt hat. Im empfehle einen Vergleich mit Immobilienpreisen in nicht-Euro Ländern wie GB, Schweden oder gar Polen. Da wird die Absurdität Ihrer Behauptung schnell deutlich.

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20.01.2013, 11:12 Uhr

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