http://www.faz.net/-gqg-77zd3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 27.03.2013, 09:39 Uhr

Statistisches Bundesamt Jeder sechste Deutsche ist arm

Etwa jeder sechste Einwohner Deutschlands galt nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2010 als arm. Damit schneidet Deutschland etwas besser ab als der EU-Durchschnitt. Am wenigsten armutsgefährdet in der EU sind die Tschechen.

© dapd Armut beginnt in Deutschland nach der EU-Definition für einen Single bei 952 Euro Einkommen im Monat

Trotz der guten Wirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahre liegt die Armutsgefährdung in Deutschland nur knapp unter dem EU-Durchschnitt. Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind 15,8 Prozent der Deutschen von Armut bedroht. Der EU-Durchschnitt liegt bei 16,9 Prozent. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2010, neuere Zahlen gibt es noch nicht.

Mit 9,8 Prozent sind in Tschechien die wenigsten Menschen armutsgefährdet, gefolgt von den Niederlanden und Österreich. Die höchsten Quoten gab es in Bulgarien mit 22,3 Prozent und Rumänien 22,2 Prozent. Dahinter liegen die Euro-Sorgenkinder Spanien und Griechenland mit 21,8 beziehungsweise 21,4 Prozent.

Mehr zum Thema

Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen nach Einbeziehung staatlicher Hilfen weniger als 60 Prozent des Landesdurchschnitts beträgt. In Deutschland lag der Schwellenwert im Jahr 2010 für eine alleinlebende Person bei 11.426 Euro im Jahr, was 952 Euro im Monat entspricht.

Das Einkommen des obersten Fünftels der Menschen in Deutschland war im untersuchten Jahr 4,5 Mal so hoch wie das des untersten Fünftels. Dieser Wert war etwas niedriger als der EU-Durchschnitt von 5,1. Die Einkommensunterschiede waren in den Ländern mit vielen armen Menschen besonders groß. In Spanien war die Ungleichheit mit 6,8 am größten, gefolgt von Lettland und Bulgarien. Am besten schnitten Slowenien und Tschechien ab.

Quelle: Dow Jones, dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Hessen Weniger Türken lassen sich einbürgern

Die Zahl der Einbürgerungen von Türken in Hessen sinkt überproportional. Dafür steigt das Interesse einer anderen Nationalität deutlich. Mehr Von Stefan Toepfer, Frankfurt

25.08.2016, 06:32 Uhr | Rhein-Main
Schuldenkrise Spaniens Kommunen geht finanziell die Luft aus

Die Gemeinde Pioz steht sinnbildlich für viele Kommunen in Spanien. Aus überdimensionierten Bauprojekten und leichtfertigen Investitionen in der Vergangenheit sind heute gewaltige Altschulden und Handlungsunfähigkeit geworden. Mehr

26.08.2016, 13:14 Uhr | Wirtschaft
Wahlkampf in Berlin Jeder fünfte Berliner lebt in Armut

Ein noch unveröffentlichter Senatsbericht heizt die Debatte um eine Spaltung der Gesellschaft an. Und das mitten im Wahlkampf. Mehr

29.08.2016, 13:03 Uhr | Wirtschaft
Facebookgründer im Vatikan Papst Franziskus empfängt Mark Zuckerberg

Papst Franziskus hat Facebookgründer und Vorstandsvorsitzenden Mark Zuckerberg eine private Audienz gegeben. Dabei ging es um die Frage, wie Kommunikationstechnologie genutzt werden kann, um Armut zu bekämpfen, Hoffnung zu schenken und kulturelle Begegnung zu fördern. Mehr

30.08.2016, 08:14 Uhr | Gesellschaft
Sozialhilfe Hartz-IV-Regelsätze steigen 2017 zum Teil deutlich

Am stärksten erhöhen sich die Sätze für Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Auch für Langzeitarbeitslose steigt der monatliche Betrag. Mehr

30.08.2016, 08:29 Uhr | Wirtschaft

Hartz IV mit Methode

Von Kerstin Schwenn

Die Hartz IV-Leistungen sollen Anfang 2017 steigen. Die Erhöhungen folgen dabei strikten Vorgaben - und trotzdem kommt Kritik von den üblichen Verdächtigen. Das hat Methode. Mehr 11 24

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden