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Statistisches Bundesamt Jeder sechste Deutsche ist arm

 ·  Etwa jeder sechste Einwohner Deutschlands galt nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2010 als arm. Damit schneidet Deutschland etwas besser ab als der EU-Durchschnitt. Am wenigsten armutsgefährdet in der EU sind die Tschechen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)
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Markus Schmidt

Ein Witz!

So ein Quatsch passt zur EU als Definitionsgeber. - Auch ein Millionär kann "von Armut bedroht" sein! Er 'ist' nicht arm, aber die Bedrohung (Risiko) kann je nach Situation bestehen. Wenn er die falschen Entscheidungen trifft und er dann sein ganzes Vermögen verlieren würde, wäre er danach arm. Also sind viele besonders wagnisfreudige Unternehmer und Spekulanten "von Armut bedroht", auch wenn sie Millionen oder Milliarden besitzen.

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Hans-Ulrich Pietz

Ist das eine gure Nachricht? Wir können stolz sein auf unsere Arbeitsministerin für ihren Einsatz,

daß wir im Westen mit 0,25% von ganz wenig noch so gut weg kommen. Ein drekter barer Abzung war auch im Gespräch. Nun geht es uns gleich besser. Wir können den Aufbau Ost (2000 Mr.€ bislang) und den Soli weiter stützen.

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Karl Brandt
Karl Brandt (KaBran) - 27.03.2013 14:32 Uhr

Armutsbericht fördert Armut

Armut wird in Deutschland als 60% vom Durchschnittseinkommen definiert.
Würden 100 chinesische Milliardäre nach Deutschland einwandern, stiege das Durchschnittseinkommen, und damit fallen noch mehr Deutsche in den Armutsbereich. Dieses 60-Prozentverfahren dient nur dazu, Armut statistisch zu zementieren, um entsprechende Gelder locker zu machen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.03.2013 15:31 Uhr
Andreas Neubert

@Karl Brandt

"Armutsbericht fördert Armut"

Würden wir gar keine Armutsberichte mehr erstellen, gäbe es schlagartig gar keine Armut mehr in diesem Land! ;-)

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Thomas Gaugen

Ist doch ein Bißchen zynisch, aber Steuerhinterziehung senkt die wie im Artikel gemessene Armut

Da die Steuerhinterziehung von großen Einkommen im großen Stil den Durchschnitteinkommen mathematisch senken lässt.

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Thomas Gaugen

Wenn die IG-Metall eine satte Lohnerhöhung erreicht, steigt mathematisch die relative Armut

Wenn Verdi eine satte LohnSENKUNG akzeptieren würde, sinkt dann mathematisch die relative Armut.
Wenn 2 oder 3 Superreiche das Land verlassen und zu einem Steuerparadies fluchten, sinkt statistisch die relative Armut.
Usw.
Die relative Armut misst Ungleichheit, aber dafür ist der Gini-Koeffizient viel besser geeignet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.03.2013 14:41 Uhr
Andreas Neubert

@Thomas Gaugen

"Wenn Verdi eine satte LohnSENKUNG akzeptieren würde, sinkt dann mathematisch die relative Armut."

Konsequent zu Ende gedacht: Wenn die deutschen Arbeitnehmer endlich alle kostenlos arbeiten würden, gäbe es gar keine Armut mehr in diesem Land! ;-)

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 27.03.2013 12:08 Uhr

Die Lösung des Armutsproblems ist ganz einfach

Jeder, der mehr als 1.000 Euro Netto hat, überweist den überzähligen Betrag an die Staatsbank von China. Dann ist man in Deutschland erst unterhalb von 600 Netto arm. Das dürfte nur für sehr wenige zutreffen. Folglich führt Enteignung zu Reichtum.
Hinzu kommt dann sicherlich noch das Argument, dass Geld nicht glücklich macht und die glücklichsten Menschen im armen Bangladesch leben. Es gab ja mal einen großartigen Führer im Kambodscha, der wollte nur lauter glückliche Bauern haben, die das Land ernähren.

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Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 27.03.2013 11:36 Uhr

halbieren wir alle Einkommen dann ist die "Armut" gleichgeblieben, komisch nich`

die Definition von Armut über das Durchschnittseinkommen ist Unsinn.
Armut kann doch wohl nur über Definition eines Grundbedürfnisses erklärt werden. Sollte darüber hinaus über Ländergrenzen verglichen werden, müssten auch diese Definitionen schon identisch sein.
Spannende Frage am Rande, Einschluss der staatlichen Hilfen ja, Abzug durch Steuern auch?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.03.2013 15:57 Uhr
Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 27.03.2013 15:57 Uhr

unsinn ist wenn unsinn

sie dürfen auch Menschen, die anderer Meinung sind als Sie selber, unterstellen, dass wissen was ein Median oder Mittelwert ist. Die Tatsache, das ein Wert durch einen Eingriff stabil gehalten wird, sagt nichts über seine Qualität oder seine Anwendbarkeit aus. Es ist gibt übrigens einige statistische Größen denen Verbraucherdaten zu Grunde liegen, diese die dann sogar in Verträgen über längere Zeiträume ein fließen.
Das nächste mal vielleicht nicht aus dem Scribt abschreiben, lieber nachdenken.

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Arthur Cichi
Arthur Cichi (ArCi) - 27.03.2013 12:25 Uhr

@ Herr Rust: "die Definition von Armut über das Durchschnittseinkommen ist Unsinn."

Und genau deshalb basiert die Definition auf dem Medianwert und nicht nicht dem Durchschnitt (arithmetisches Mittel). Definition Median: die Hälfte der Werte liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Wenn Sie sich ein wenig mit Statistik befassen, werden Sie erkennen, dass der Median sehr stabil ist. Im Falle des deutschen Einkommens ändert sich dieser Wert erst, wenn sich das Einkommen von ca. 20 Millionen der etwa 40 Millionen Erwerbstätigen ändert. Und selbst dann würde er sich voraussichtlich nur geringfügig ändern.

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Michael  Fehlhaber

Spenden

Dann wollen wir weiter für die PIGS & Co spenden

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Mathias Goldstein

20.000 Euro Jahreseinkommen und trotzdem arm

Wer in Deutschland weniger als 952 Euro hat, braucht nur nach Tschechien oder Slowenien zu ziehen und schwupp: Schon ist er ohne einen Euro mehr nicht mehr arm.

Gemäß der Studie ist jemand mit einem Jahreseinkommen von 20.000 Euro auch arm! - wenn er in Basel wohnt.

Was, bitte, sollen solche Studien?

Auch in anderer Hinsicht schwächelt die Studie: Sie blendet Vermögen aus. Oma bezieht eine Rente von 950 Euro und wohnt in ihrem Haus mit Garten, das eine Viertel Million Euro wert ist. Für das Bundesamt ist Oma arm.

Ebenfalls nicht berücksichtigt ist der im EU-Durchschnitt weit überdurchschnittliche Anteil importierter Armut von meist vielköpfigen Familien aus bettelarmen Regionen (ob nun Kasachstan oder Anatolien), deren Bildungsferne und Integrationsunfähigkeit samt lausiger Deutschkenntnisse sie auf Dauer im untersten sechstel der Einkommensverteilung verharren lässt.

Die Linken und Berufsbetroffenen werden dennoch laut wehklagen und nach noch mehr Umverteilung schreien.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.03.2013 11:06 Uhr
Heinrich Kanther

Was solche Studien wollen?

Ganz einfach: Den Umverteilern in Berlin und Brüssel Wähler und der Sozialindustrie ("Der Paritätische...") Munition für ihr Marketing verschaffen.

Wenn es keine Armen mehr gäbe, würde dies ja die Existenzgrundlage und Lebenslüge vieler gefährden. Deshalb muss man Armut so definieren, dass es sie immer geben wird, solange nicht alle quasi das selbe verdienen.

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Axel Shwaisz
Axel Shwaisz (LeserXY) - 27.03.2013 10:08 Uhr

Von Armut bedroht ...

... bedeutet doch noch nicht tatsächlich arm zu sein, oder? Also ist der Titel des Artikels bereits irreführend und tendenziös.
Außerdem ist der Armutsbegriff in dem besprochenen Zusammenhang ein rein statistischer. Da man sich hier immer auf das Drchschnittseinkommen bezieht, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass der Anteil der armutsgefährdeten bzw. tatsächlich armen Bevölkerung in ähnlich strukturierten Ländern (also die meisten westeuropäischen) ähnlich hoch sein wird.
In einem Land, das ein sehr geringes Durchschnittseinkommen aufweist, haben alle Einwohner nur wenig Geld zum Leben - trotzdem gibt es dort eventuell, rein statistisch, weniger Armut. Ich glaube nicht, dass das die Leute dort glücklicher macht...
Ohne das Problem Armut kleinreden zu wollen glaube ich, dass eine große Anzahl an Institutionen und Verbänden Interesse daran hat, dieses Thema ordentlich hochzukochen, weil sie ganz prima davon leben ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.03.2013 12:53 Uhr
Arthur Cichi
Arthur Cichi (ArCi) - 27.03.2013 12:53 Uhr

@ Axel Shwaisz - dagegen hilft Deo ;-))

Der Armutsbegriff basiert auf dem Medianwert der Einkommen. Setzt man diesen in Bezug zum Durchschnittseinkommen, so kann man daran sehr gut erkennen ob und wie stark die Einkommensschere auseinderklafft - ohne Interpretaionsmöglichkeiten.

Ich gebe Ihnen Recht, dass mit der Agenda 2010 in D eine "Sozialindustrie" entstanden ist, die sich mit den Bedürftigen eine goldene Nase verdient. Dazu gehört auch ein großer Teil der Unternehmen, die Weiterbildungsmaßnahmen anbieten. Diese werden gerne für die Kosmetik der Arbeitslosenstatistik in Anspruch genommen.

Tatsache ist aber, dass Automatisierung, Effizienz- u. Produktivitätssteigerung in D dazu geführt haben, dass viele Menschen (ausser als Konsumenten) auf dem Arbeitsmarkt einfach nicht mehr gebraucht werden. Eine weitere Tatsache - die Stigmatisierung von Armut dürfte in keinem Land höher sein als in D. "Jeder ist seines Glückes Schmied" heißt im Umkehrschluss, die Armen sind entweder zu dumm, zu faul, zu unfähig. Oder alles zusammen.

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Klaus Weiss
Klaus Weiss (weissk) - 27.03.2013 09:59 Uhr

Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrags in Deutschland dringend erforderlich

In Deutschland lag der Schwellenwert zur Armut im Jahr 2010 für eine alleinlebende Person bei 11.426 Euro im Jahr. So steht es im Artikel.
Allerdings muss man bereits ab einem Einkommen von 8.000 EUR Einkommenssteuern abführen. Wie passt das zusammen?
Politiker, die die Armut wirklich lindern wollen, sollten zunächst einmal den Zugriff des Staates auf das Einkommen der Armen reduzieren. Dies passiert leider nicht. Stattdessen werden Freibeträge, wie der Sparerfreibetrag gekürzt.
Zusätzlich werden dann auch noch Steuererhöhungen wie die Erhöhung der Abgeltungssteuer oder Vermögensabgaben gefordert, die die Vorsorge der Bürger, um Armut zu vermeiden, beschleunigt enteignet.
Bereits heute ist die Realverzinsung des Vorsorgekapitals der Bürger nach Steuern und Inflation negativ.
Politiker müssen dringend mit den Steuergeldern sparsamer und intelligenter umgehen. Dies wäre eine der wesentlichen Voraussetzungen, um Armut der Bürger zu vermeiden.

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27.03.2013, 09:39 Uhr

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