Home
http://www.faz.net/-hoa-74s5d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Armut und Reichtum Mehr als 100.000 Selbständige beziehen Hartz IV

127.000 Selbständige haben 2011 einer neuen Studie zufolge zusätzlich zu ihren Einnahmen Hartz-IV-Leistungen erhalten. Fast zwei Drittel von ihnen erwirtschaften ohne Hartz IV rechnerisch weniger als fünf Euro netto pro Stunde.

© dapd Vergrößern Vor allem in den ersten beiden Jahren der Selbständigkeit reicht das Einkommen ohne Hartz IV oft nicht aus

127.000 Selbständige haben zusätzlich zu ihren Einnahmen Hartz-IV-Leistungen erhalten, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer neuen Studie herausgefunden hat. Fast zwei Drittel von ihnen erwirtschaften ohne die ergänzenden Hilfeleistungen weniger als fünf Euro netto pro Stunde.

Mehr als 42 Prozent der selbständigen Aufstocker arbeiten Vollzeit, hat das Institut ermittelt. Trotzdem werfe ihre Erwerbstätigkeit keinen ausreichenden Gewinn ab, um davon leben zu können. Der Anteil der Selbständigen in Hartz IV an allen Selbständigen liege bei weniger als drei Prozent, hieß es weiter. Er ist damit niedriger als der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an den Erwerbstätigen insgesamt (3,7 Prozent). Allerdings habe sich in dem untersuchten Zeitraum zwischen 2007 und 2010 die Zahl der selbständigen Aufstocker von 67.000 auf 127.000 fast verdoppelt.

Mehr zum Thema

44 Prozent der selbständigen Aufstocker haben ihr Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren gegründet. Sie arbeiten häufig als Verkäufer im Laden oder an Marktständen, Friseure und Kosmetiker oder Gaststätten- und Imbissinhaber. Der Anteil von 16 Prozent an Akademikern geht zurück auf Selbständige in künstlerischen Berufen wie Komponisten, Musiker, Sänger oder Designer sowie freiberufliche Lehrkräfte und Sprachdienstleister.

Drei Viertel verfügen über ein Einkommen von maximal 400 Euro. Nur fünf Prozent können laut IAB einen Gewinn von mindestens 800 Euro verbuchen.

Quelle: FAz.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Migrations-Studie Einwanderung nach Deutschland zahlt sich aus

Für Migranten lohnt sich die Einwanderung nach Deutschland finanziell: Sie verdienen hier im Schnitt doppelt so viel wie in ihrem Heimatland. Mehr Von Kerstin Schwenn

17.10.2014, 13:05 Uhr | Wirtschaft
Pizzabäcker verprügeln bewaffnete Räuber

EIn Pizza-Laden im Süden Italiens, in Ruvo di Puglia, wird von bewaffneten Räubern angegriffen. Es geht um die Kasse mit den Einnahmen, aber die Pizza-Männer setzen sich zur Wehr und fangen bald an, entschlossen mit Tellern zu werfen. Die Räuber flüchten und werden kurz darauf von Polizisten festgenommen. Mehr

10.09.2014, 09:31 Uhr | Gesellschaft
Defizitstreit mit Brüssel Frankreich entdeckt plötzlich neue Einnahmen

Seit Wochen streitet sich die Regierung in Paris mit der EU-Kommission um den Haushalt. Jetzt gibt Frankreich dem Druck aus Brüssel nach: Die Neuverschuldung soll um bis zu 3,7 Milliarden Euro sinken - allerdings nicht über neue Einsparungen. Mehr Von Christian Schubert, Paris

27.10.2014, 20:34 Uhr | Wirtschaft
Fast 97 Prozent stimmenfür Ex-Armeechef

Wenig überraschend wird der frühere Armeechef Abdel Fattah al-Sissi neuer Präsident Ägyptens. Laut Wahlkommission entfielen 96,9 Prozent der abgegebenen Stimmen auf ihn. Mehr

04.06.2014, 14:33 Uhr | Politik
Weltspartag Lohnt sich Sparen überhaupt noch?

Das Sparschwein fehlt in fast keinem Haushalt, und doch sparen die Deutschen angesichts der niedrigen Zinsen weniger und gönnen sich lieber etwas. Kein Wunder: Die erste Bank verlangt jetzt sogar einen Strafzins fürs Tagesgeld. Was tun Sie? Mehr Von Kerstin Papon

29.10.2014, 17:26 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.12.2012, 11:43 Uhr

Orbáns Machtinstinkt

Von Stephan Löwenstein, Wien

Der ungarische Regierungschef weiß, wie Macht funktioniert. An der nun von ihm zurück gezogenen Internet-Steuer hat er das einmal mehr gezeigt. Mehr 2 2

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland sticht in See

Das „Traumschiff“ steuert in die Insolvenz: Es erwirtschaftet schlicht zu wenig Geld – obwohl das Interesse an Kreuzfahrten so groß ist wie nie zuvor, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden