http://www.faz.net/-gqe-8fcen
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 31.03.2016, 07:37 Uhr

Argentiniens Senat stimmt zu 14 Jahre Schuldenstreit sind nun vorbei

Argentinien kann seinen langjährigen Schuldenstreit zu den Akten legen. Nun ist auch die letzte Hürde genommen - nach stundenlanger Debatte.

© AFP 14 Stunden debattierte der Senat, nun ist die letzte Hürde genommen, den Schuldenstreit zwischen Argentinien und einigen Hedgefonds beizulegen.

Rund 14 Jahre nach seiner Staatspleite kann Argentinien den Schuldenstreit beilegen. Der Senat stimmte in der Nacht zum Donnerstag nach 14 Stunden dauernder Debatte einer Vereinbarung zwischen Regierung und Investoren zu. Mit 54 zu 16 Stimmen gab es quer durch die Parteien eine breite Unterstützung für die Pläne des neuen Präsidenten Mauricio Macri, den Schuldenstreit zu den Akten zu legen und damit den Weg zurück an den internationalen Kapitalmarkt zu ebnen.

Das Abgeordnetenhaus hatte bereits Mitte März zugestimmt. Nun hat die Regierung bis zum 14. April Zeit, um 4,65 Milliarden Dollar an die größten Gläubiger-Hedgefonds auszuzahlen.

Mehr zum Thema

Macri hatte vor einer Hyperinflation oder massiven Ausgabenkürzungen im Falle einer Ablehnung des Vorschlags gewarnt. Die Regierung hofft, mit der Beilegung des Streits mehr Investoren ins Land zu locken und damit die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas zu beleben.

Argentinien war im Jahr 2002 in die Staatspleite gerutscht und hatte sich danach mit den meisten Geldgebern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen geeinigt. Mehrere Hedgefonds kauften die Bonds, die Argentinien nach amerikanischem Recht begeben hatte, damals zu einem Bruchteil des Nennwertes und pochten später auf eine volle Auszahlung.

Argentiniens vorherige Regierung lehnte dies ab. Bewegung gab es erst Ende 2015 mit der Wahl von Macri zum Präsidenten. Seine Vorgängerin Cristina Fernandez hatte die Kläger als „Geierfonds“ geschmäht.

Schnaps und Frauen – jetzt erst recht!

Von Corinna Budras

Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und dann um Unterstützung bitten. Dieser Vergleich vom Vorsitzenden der Eurogruppe Dijsselbloem sorgt bei den Südeuropäern für Ärger. Dabei hat er recht. Mehr 65 239

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage