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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Arbeitszeit Sind 30 Stunden in der Woche genug?

 ·  Linke Politiker und Wissenschaftler fordern die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Eine gute Idee? Und ob, sagt Sahra Wagenknecht. Unternehmerin Lencke Wischhusen findet: was für eine Schnapsidee!

Pro & Contra Bilder (3) Lesermeinungen (128)
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Franz Höhne

Arbeit physikalisch und Freiheit

Ob ich 8 Watt in einer Stunde arbeite oder 1 Watt in acht Stunden, ist egal.

Es ist die gleiche Arbeit nämlich 8 Wattstunden.

Es wird aber nun eher gefordert, dass ich 8 Watt 8 Stunden lang arbeite, sicherlich um die immerweiter wachsenden und immerschneller wachsenden Schuldenberge zu bedienen.

Diese Zahlungen fließen jedoch nur zu den reichen Facebookfreunden. Tja, und nicht zu mir, ich armer Sklave.

Dann möchte ich noch erwähnen, dass Freiheit doch bedeutet, dass ich frei bin über meine Zeit zu verfügen, oder? Das ist für mich Freiheit.

Wenn man mir aber vorschreibt, was ich zu tun habe und wie ich meine Zeit ausgebe, dann ist das Zwang.

Es könnte auch sein, dass wenn weniger gearbeitet wird, dass es weniger Berufskrankheiten, wie Depressionen, Burnout gibt. Weniger Streit in der Familie, weniger Verkehrsunfälle. Das könnte Menschenleben retten und die Lebensqualität heben.

Allerdings müsste man wohl von der Überzeugung abweichen, dass Wachstum gleich Glück ist. Schwierig?

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Günther Grüger

Achilles und die Schildkröte

Die Diskussion über die 30-Stunden-Woche erinnert mich an das Paradoxon von Achilles und der Schildkröte. Man kann berechnen, dass Achilles die Schildkröte nie einholen wird - mit der Realität hat dies aber nichts zu tun.
Ebenso kann man berechnen, dass bei Verkürzung der Arbeit am Ende Arbeit für alle da wäre - mit der Realität hat dies leider ebenso wenig zu tun. Ein wesentlicher Fehler liegt in der stillschweigenden Annahme, dass bei Verteuerung der Arbeit (höhere Kosten pro Stunde)
die Nachfrage nach Arbeit gleich bliebe. Tatsächlich wird die Nachfrage nach der verteuerten Arbeit aber sinken. Der öffentliche Dienst wird Dienstleistungsniveau absenken (kürzere Öffnungszeiten, längere Bearbeitungszeiten usw.), Konzerne werden in Rationalisierung investieren (Personalabbau) oder Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Kleinere Unternehmen werden konkurs gehen.
Deutschland hat fast die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa - es wäre fatal, wenn wir diese gute Position gefährden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.02.2013 00:19 Uhr
hami yildiz

Ich stimme Ihnen zu,

ausserdem hätten wir denn auch für jede Tätigkeit genügend Qualifizierte Angestellte und Arbeiter? Was passiert mit dem Handel? Die Menschen haben immer mehr Zeit, verlangen aber immer längere Arbeitszeiten von anderen, z. B. nach meiner Wahrnehmung haben Lebensmitteldiscounter Probleme Personal zu finden die bereit wären bis spät in den Abend
zu arbeiten.
Dem gegenüber sind kommunale und staatliche Stellen ab Freitagmittag schon
nicht mehr erreichbar, da funktioniert diese 30 Std. Woche wahrscheinlich schon längst.
Es geht aber nicht darum, daß so viele Arbeitslose wie möglich in kommunalen und staatlichen Dienststellen beschäftigt werden, sondern es geht auch um die Produktivität.

Damit will ich nicht sagen daß diese Herrschaften unproduktiv sind, aber der Umsatz muss mit dem Verbraucher im in und Ausland gemacht werden, Bürokratie zählt leider nicht dazu,
diese Arbeiten sollen ja eigentlich von Steuern bezahlt werden und dabei darf man die Pensionsblase auch nicht vergessen.

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Fritz Leitzig

Schwieriges Prozentrechnen

Frau Wischhusen meint, eine 25% Arbeitszeitverkürzung würde die Lohnkosten nur ebenfalls um 25 Prozent nach oben treiben. Das ist leider falsch. Als Beispiel diene eine Firma mit 3 Beschäftigten., die in der Woche 120 Arbeitsstunden erbringen. Nach dem 30 Stundenmodell leisten sie aber nur 90 Stunden. Für die restlichen 30 Stunden müsste ein Arbeiter neu angestellt werden. Eine Steigerung der Lohnkosten um ca 33 Prozent.

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Peter Gorski

Wohin geht der Weg?

Wir werden über kurz oder lang ein völlig neues, gesellschaftliches Denken brauchen um mit Entwicklungen und Erfindungen standhalten zu können.
Wie allein die Entwicklung des 3D Scanners in 10-20 Jahren unser Leben oder Arbeitsprozesse beeinflussen wird, können wir uns noch gar nicht vorstellen!
Wir werden Umdenken, unser gesamtes Steuersystem und die Arbeitswelt auf den Prüfstand stellen und völlig neue Anreize setzen müssen!
Der Gedanke der 30 Stunden Woche ist theoretisch ja richtig, wird aber praktisch an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer und -geber scheitern.
Da finde ich die Grundidee des Bedingungslosen Grundeinkommens nach Dr. Götz Werner wesentlich charmanter, weil es allen Menschen zu mehr Flexibilität verhilft, auch den Unternehmern!
Viele Familiernunternehmen bieten ja heute schon wesentlich flexiblere Arbeitszeitmodelle an und zahlen auch faire Löhne. Diese Unternehmen hätten auch mit einen BGE kaum Probleme Mitarbeiter zu finden!

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 18.02.2013 02:37 Uhr

30 Stunden sind noch nicht genug. Es müssen ca. 25 werden.

Jeder Arbeitsmediziner weiß, dass man allenfalls 6 Stunden am Tag effektiv arbeiten kann und zwar zunächst 4 Stunden, dann eine Pause von einer Stunde und dann nochmals 2 Stunden. Bei einem Arbeitstag von 8 Stunden sind deshalb immer 2 Stunden drin, in welchen der Arbeitnehmer sich erholen muss: Privatgespräche am Arbeitsplatz oder am Telefon, Kaffee-, Tee- oder Zigarettenpause, Toilettengänge, sich anderweitig verpissen, mit offenen Augen träumen usw. Dies gilt übrigens gleichermaßen für körperliche wie auch für geistige Arbeit. Also wäre eine 30 Stunden-Woche = 5 mal 6 Stunden sogar im Interesse des Arbeitgebers, denn dann muss er kaum noch unproduktive Leerzeiten bezahlen. Damit wäre auch die Forderung nach vollem Lohnausgleich berechtigt.
Weil dies aber niemals durchzusetzen ist, muss zunächst auf den Lohnausgleich verzichtet und die Arbeitszeit weiter gesenkt werden bis die Arbeitslosigkeit verschwunden ist. Dann können wieder ordentliche Lohnforderungen durchgesetzt werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 09:11 Uhr
Fabian Peifer

Jeder Arbeitsmediziner weiß...

Sehr geehrter Herr Wurtz,

gibt es dazu eine offizielle Quelle? Ich hörte auch so etwas, bin aber bis jetzt auf nichts Brauchbares gestoßen. Gerade das mit den "immer 2 Stunden drin, in welchen der Arbeitnehmer sich erholen muss: Privatgespräche am Arbeitsplatz oder am Telefon[...]" scheint mir doch plausibel.

Merci

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hami yildiz

Erstmal die eigenen Ansprüche reduzieren

dann überlegen was man machen muss, das sollte die Regierung überhaupt als erstes tun.
Die Fakten sehen doch so aus: es gibt immer mehr Singles, immer mehr Menschen müssen einen zweiten Job annehmen ( ich kenne auch Rentner die noch arbeiten gehen) weil das Geld nicht reicht, wieviel produzierendes Gewerbe gibt es noch?
Zu erst sollten die ganzen Abgaben und Steuern reduziert und abgeschafft werden, die Verschwendung der Steuereinnahmen muss endlich aufhören, dann haben die Menschen auch genug Geld und weniger Stress.
Wieviel Kaufkraft hat mein Geld das ist die Frage und nicht wieviel Geld verdiene ich?
Nach den Wahlen kommt die nächste Mehrwertsteuererhöhung, was passiert eigentlich mit dem Geld? Wofür wird es ausgegeben? Das muss diskutiert werden.
Die ganzen Steuerbegünstigungen und Zuschüsse müssen abgeschafft werden, die Ausgaben der Kommunen der Länder und des Bundes muss Gläsern werden.
Preise und Gebühren müssen in vielen Bereichen dann auch gesenkt und angepasst werden.

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Rainer Egold

"75 Prozent Arbeitszeit bei 100 Prozent Lohn katapultiert

die Lohnkosten für die Unternehmen von heute auf morgen um 25 Prozent nach oben", so einfach kann man es sich auch machen. Noch nicht einmal eine Bedingung für diese Wirkung wird erwähnt oder gedacht. VWL besteht aber, was andere Kommentatoren offenbar in ihrem Studium nicht gelernt haben, mehr als aus mechanistischen Modellen. Und wenn man solche Modellaussagen wie Wischhusen sie benutzt und auch noch mit Realität gleichsetzt, vermag ich hierin wenig Sachverstand zu erkennen. Bei dieser Aussage hätte wenigstens die c.p.-Klausel erwähnt werden müssen. Bei der Aussage der erwähnten Opponentin wird, um eine von mehreren Bedingungen zu erwähnen, die Qualität der Arbeitsleistung unberücksichtigt gelassen und die Auslastung der Arbeitskraft. So ist es durchaus denkbar, dass eine Reduzierung der Arbeitszeit nicht den geringsten Einfluss hat auf die Lohnstückkosten. Warum wohl? Und noch mehr: eine Reduzierung von Arbeitszeit in best. Ber. eines U. kann sogar die Produktivität d. U. steigern.

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lu fauk
lu fauk (Fauck) - 17.02.2013 21:49 Uhr

Ergänzung

Nicht zu vergessen, die höhere Produktivität der niedrigeren Arbeitszeit. Am Fließband oder an der Pforte ist das natürlich Banane -wenns einfach nur darauf ankommt, dass jemand da ist.
Aber sonst - ich sehedas im Büroalltag. Mit 50 % wird nicht immer so viel weniger geleistet als mit 100 %. Ganz offenkundig azrbeiten Teilzeikräfte nicht nur mit weniger Pausen und sozialer Beziehungspflege usw. sondern einfach konzentrierter und intensiver.
Ich vermute,dass in meinem Betrieb die Hälfte der Mitarbeiter mit 30 Stunden effektiv das gleiche leisten würden. Und weiteren 25 % würde ich den zwangsweisen Verzicht auf 10 Stunden wünschen, damit sie sich mal auf das eigentliche konzentrieren und niht mit wichtigtuerischem Aktionismus alle irre machen.

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lu fauk
lu fauk (Fauck) - 17.02.2013 21:41 Uhr

So bekloppt es auf den ersten Blick klingen mag Teil II

Es ist auch objektiv nicht vernünftig möglich, eine Familie mit zwei bis drei (oder vier) Kindern und zwei Vollzeiterwerbstätigen Eltern zu versorgen und betreuen. Selbst wenn die KiTa-Öffnungszeiten andere wären, wäre das auch nicht wünschenswert für die Familie. Und wenn man dann noch an die deutsche Überstundenkultur denkt.

Also familiengerecht und halbwegs gleichberechtigt könnte eine Weg über 30Stundenwoche (mal zwei) und ordentliche Kinderbetreuung führen.
Ob man das nun auf die Kindheitsphase begrenzt oder allgemein zulässt, sei mal dahingestellt. Das es an dieser Stelle ein systemisch-strukturelles Problem gibt, kann aber eigentlich niemand in Abrede stellen.

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lu fauk
lu fauk (Fauck) - 17.02.2013 21:36 Uhr

So bekloppt es auf den ersten Blick klingen mag,

es ist schon auch etwas dran.

Wir sehen in moderneren und wohlhabenderen Ländern wie den Niederlanden, dass die Arbeitszeitreduzierung auch durch Männer möglich und gewünscht ist.

Wir sehen bei uns dass wir eine - überkommene und überholte- Arbeitsteilung von voll berufstätigen Männern und Frauen zwischen Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung haben. Da stimmt doch ganz offenkundig etwas nicht.

Es ist auch nicht wirklich vernünftig möglihc eine Familie mit zwei, vielleicht drei noch kleineren Kindern und zwei Vollbeschäftigten (noch dazu bei deutscher Überstundenkultur) z

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 17.02.2013 21:12 Uhr

Doch es ist hirnrissig was diese eher sich selbst hochstlisierende S Wagenknecht verkauft.

Sie meint doch Deutschland u sie spielt doch wie hier oben beschrieben die nur 3,8 Mio Arbeitslosen einschließlich der bis 65 Jährigen.

Die Frechheit aber ist gleichzeitig von Produktivitätsgewinn den es zu verteilen gäbe zu faseln.

Der Produktivitätszuwachs bei der Krankenschwester / Lehrer / Richter / Polizist / Schreiner / ja der eingesparten Aldi Verkäuferin , Kassiererin oder dem Feuerwehrmann wo ist der und wer bitte soll den in Geld ausgedrückt die um 30% besser vergüten ?

Einfach ein unsinnige Idee erst recht, wenn wir wissen, dass unser Volk jährlich um mehr als 250.000 mehr die aus dem Arbeitsleben ausscheiden als junge eintreten.

25% mehr Polizisten , Bäcker, Metzger, Richter, Ärzte, Müllmänner, Lehrer ja Verkäufer, Ingenieure mit guten deutsch und Mathe Kenntnisse gibt es nicht und wenn man alle, alle um genau dieses höhere Einkommen, weil ohne Lohnverzicht ausgleicht, dann ist doch für niemand auch nur eine Winzigkeit anders.

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Robert Frerichs

Sozialismus passt doch auch...

Ein System, das eigentlich insolvente Banken in Staatsbetriebe umwandelt, ist schließlich dem Sozialismus näher als der Marktwirtschaft.

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gisbert heimes

Komplett aneinander vorbei die beiden

Grob: Frau Wagenknecht (VWL) einigermaßen fundiert, Frau Wischhusen (BWL) mit der üblichen, sattsam bekannten Argumentationslinie.

Die Automatisierung der Produktion wird morgen nicht aufhören. Arbeit im klassischen Sinn wird weiter abnehmen. Die Frage, wie und wovon der Einzelne dann leben soll, erfordert bälder als die meisten denken ein völlig neues Gesellschaftsmodell. Mit der Suche nach Lösungsmöglichkeiten würde ich lieber Frau Wagenknecht als Frau Wischhusen beauftragen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:18 Uhr
Klaus Demota

Da haben Sie Recht

Vieles wird künftig automatisiert ablaufen, auch und offenbar zuerst im täglichen Leben (man bedenke nur den Internethandel), und altgewohnte Prozesse beseitigen.

Das war und ist gute Ingenieurstradition, hoffentlich auch in D (welches ja durch die lange Paradieseszeit der alten Bundesrepublik stark vermichelt ist, mit Ansprüchen und so).

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 17.02.2013 20:36 Uhr

Sehr geehrte Frau Wischhusen

Frau Wagenknecht hat keine Schnapsidee. Sie verfolgt parteipolitische Interessen. Ihre Kunden sind zu kurz gekommene die in einer Gesellschaft ihre Kosten nicht mehr an ihre Kunden weitergeben können. Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich, alleinverdiener in einer Familie. Menschen die unter anderem auch Wissen das es den Weltweiten Wettbewerbsdruck gibt und sie nicht genug arbeiten könne um bei chinesischen Stundenlöhnen zu deutschen Kosten überleben können. Je mehr Menschen in diese Situation rutschen desto größer ist der Kunden bzw. Wählerstamm der Linkspartei.
.
Wenn sie sich jetzt mit dem Gedanken anfreunden könnten der von Götz Werner als Bedingungsloses Grundeinkommen vorgeschlagen wurde, werden sie die Genialität dieses Gedanken vieleicht begreifen. Ich werbe ohne Herrn Werner persönlich zu kennen dafür, dass sich Unternehmer für diesen Gedanken erwärmen.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 17.02.2013 20:25 Uhr

Frage an Frau Wagenknecht

Es ist ein alter Traum, den Produktivitätszuwachs fair verteilt zu mehr Wohlstand auch über mehr freie Zeit für Familie, Bildung + Kultur zu nutzen, was sich im Rheinischen Kapitalismus per Sozialer Marktwirtschaft zunächst zu verwirklichen schien. Warum arbeiten Sie die entscheidende Wende der Selbst-Degenerierung des "Marktes" (W. Elsner) auch bei diesem Thema zunächst nicht als grundlegend heraus? Ihrer Argumentation: "Von der steigenden Wirtschaftsleistung profitieren fast nur noch die Bezieher von Gewinn- + Vermögenseinkommen"bzw. "trotz extrem hoher Gewinne sind die Investitionen in Deutschland seit Jahren kümmerlich" fehlt dadurch Tiefe + Schlüssigkeit. Gehört nicht auch die moralische Verkrüppelung durch die neoliberalen Revolte mehr herausgehoben, die global Demokratien zum Geldmachtfeudalismus, gestützt von dienstbaren Wissens-,Kommunikations- + politischen Eliten, mitgeführt durch Wirtschafts- + Finanzeliten, entarten ließ (H.J.Krysmanski)?
Ökonomie ist Sozialwissenschaft!

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Klaus Michael Strauss

Wagenknechts magischer Irrtum

Scheinbar schlüssig und folgerichtig stellt Frau Wagenknecht konjunkturelle, volks- und weltwirtschaftliche Zusammenhänge und Wirkungsgefüge dar, die so nicht bestehen.

Zutreffend alleine der Hinweis, mit Qualität der Produkte (und Innovation, und kompetitiver Fertigungskompetenz, und Freihandel) sei nachhaltig etwas zu gewinnen.

Erwerbsarbeit ohne gerechten Lohn (Definition Bestandteil des Gesellschaftsvertrages) ruiniert den Produktionsfaktor, die Kundenbeziehung und damit Unternehmen, wie negative Beispiele nicht nur aus Discount- und Servicebereich belegen.

Die Unternehmerin zeigt dagegen alle pragmatische Führungsstärke und Zuversicht, mit Ihr wird nicht ideologisch erstickte Mangelwirtschaft, sondern Wohlstand für alle gestaltet.

Entscheidend ist marktwirtschaftliche Ordnung und unternehmerische Ethik für Gemeinwohl.

Nicht die Arbeitsmarktreformen, sondern die Freibeuterlizenzen für die Finanzmärkte waren der Fehler von Rotgrün und Schwarzrot. Und alle waren Aufsichtsräte...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:18 Uhr
gisbert heimes

@ Klaus Michael Strauss

'unternehmerische Ethik für das Gemeinwohl' - ist das der neuzeitliche Sprech für die 'invisible hand' des Adam Smith?

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 17.02.2013 20:22 Uhr

Sehr geehrte Frau Wagenknecht

In dem Flugzeug das von einem ehemalig obdachlosen Alkoholiker dann gesteuert wird dürfen sie alleine Sitzen. Auch auf OP Termine werde ich gerne zu ihren Gunsten verzichten wenn der gelernte Schlachtermeister in seinem Beruf keine Job bekommen hat und damm auf Chirurgie mit kurzer Anlernphase umsattelt. Umgekehrt währe es einem hochqualifizierten Chirurg wohl schwer in einer Schlachterei fallen zu arbeiten. Insbesondere weil der Chirurg wohl nicht so gut die schweren Rinderhälften wuchten könnte.
.
Ein Job muss zur Person passen und die Person zum Job damit daraus ein Beruf wird. Und ob eine Leistung zu einem Bestimmten Preis nachgefragt wird entscheiden die Kunden. Unternehmen müssen sich auch danach richten und können nicht unbegrenzt die Kosten weitergeben.
.
Dass die Betriebe zu lange den Nachwuchs an qualifiziertem Personal auf dem Unternehmensstrategischen Radar vernachlässigt hatten steht auf einem anderen Blatt.

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Wolfgang Richter

Hollande links überholen

Frankreichs Wirtschaft hängt schief, unter anderem wegen der von den Sozialisten eingeführten zwangsweisen 35 Stunden-Woche.
Jetzt sollen wir nach dem Willen gewisser Traumtänzer die Franzosen in Sachen Ineffizienz links überholen: Mit einer zwangsweisen 30 Stunden-Woche.
Dies ist eine Garantie für drastisch sinkende Wettbewerbsfähigkeit, fallende Löhne und Massenarbeitslosigkeit.
Wenn dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis.

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Ulrich Schweizer

Schnapsidee

Bei Herunterschrauben der Arbeitszeit von 100 auf 75% müssten mal die Lohnkosten um 33% steigen. Sicher gibt es einen Produktionsfortschritt, d.h. die Lohnstückkosten werden mit der Zeit sinken. Einerseits können durch mehr Automation Kosten gespart werden. Andererseits kann man Arbeitsplätze in Billiglohnländer auslagern. Beide Massnahmen erzeugen mehr Arbeitslosigkeit. Die lachenden werden diejenigen sein, welche irgendwie von der öffentlichen Hand oder Monopolbetrieben angestellt sind. Oder kann dann ein Lehrer die Kinder durch Rationalisierung in 75% der Zeit gleich gut unterrichten oder wird der Beamte ein Drittel mehr Akten bearbeiten pro Stunde oder Kontrollen ausführen ? Es wird wohl dort viel mehr Leute brauchen. Das meint wohl Wagenknecht.

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 17.02.2013 18:44 Uhr

30 Stunden sind genug

sage sie uns, Werte Frau Wagenknecht.

Deshalb fangen Sie am besten an: Nur noch 30 Stunden arbeiten. Wie? Bei Ihnen ist das was anderes? Denn Sie arbeiten für die Partei? Tja, dann muss das wohl der Unterschied sein zwischen den Leistungsträgern auf der einen und den PGs auf der anderen Seite.

Wolfgang Hebold

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17.02.2013, 12:38 Uhr

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