17.02.2013 · Linke Politiker und Wissenschaftler fordern die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Eine gute Idee? Und ob, sagt Sahra Wagenknecht. Unternehmerin Lencke Wischhusen findet: was für eine Schnapsidee!
Von Sahra Wagenknecht und Lencke WischhusenRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Arbeit physikalisch und Freiheit
Ob ich 8 Watt in einer Stunde arbeite oder 1 Watt in acht Stunden, ist
egal.
Es ist die gleiche Arbeit nämlich 8 Wattstunden.
Es wird aber nun eher gefordert, dass ich 8 Watt 8 Stunden lang arbeite,
sicherlich um die immerweiter wachsenden und immerschneller wachsenden
Schuldenberge zu bedienen.
Diese Zahlungen fließen jedoch nur zu den reichen
Facebookfreunden. Tja, und nicht zu mir, ich armer Sklave.
Dann möchte ich noch erwähnen, dass Freiheit doch bedeutet,
dass ich frei bin über meine Zeit zu verfügen, oder? Das ist
für mich Freiheit.
Wenn man mir aber vorschreibt, was ich zu tun habe und wie ich meine
Zeit ausgebe, dann ist das Zwang.
Es könnte auch sein, dass wenn weniger gearbeitet wird, dass es
weniger Berufskrankheiten, wie Depressionen, Burnout gibt. Weniger
Streit in der Familie, weniger Verkehrsunfälle. Das könnte
Menschenleben retten und die Lebensqualität heben.
Allerdings müsste man wohl von der Überzeugung abweichen, dass
Wachstum gleich Glück ist. Schwierig?
Die Diskussion über die 30-Stunden-Woche erinnert mich an das
Paradoxon von Achilles und der Schildkröte. Man kann berechnen,
dass Achilles die Schildkröte nie einholen wird - mit der
Realität hat dies aber nichts zu tun.
Ebenso kann man berechnen, dass bei Verkürzung der Arbeit am Ende
Arbeit für alle da wäre - mit der Realität hat dies
leider ebenso wenig zu tun. Ein wesentlicher Fehler liegt in der
stillschweigenden Annahme, dass bei Verteuerung der Arbeit (höhere
Kosten pro Stunde)
die Nachfrage nach Arbeit gleich bliebe. Tatsächlich wird die
Nachfrage nach der verteuerten Arbeit aber sinken. Der öffentliche
Dienst wird Dienstleistungsniveau absenken (kürzere
Öffnungszeiten, längere Bearbeitungszeiten usw.), Konzerne
werden in Rationalisierung investieren (Personalabbau) oder
Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Kleinere Unternehmen werden
konkurs gehen.
Deutschland hat fast die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa - es
wäre fatal, wenn wir diese gute Position gefährden.
Ich stimme Ihnen zu,
ausserdem hätten wir denn auch für jede Tätigkeit
genügend Qualifizierte Angestellte und Arbeiter? Was passiert mit
dem Handel? Die Menschen haben immer mehr Zeit, verlangen aber immer
längere Arbeitszeiten von anderen, z. B. nach meiner Wahrnehmung
haben Lebensmitteldiscounter Probleme Personal zu finden die bereit
wären bis spät in den Abend
zu arbeiten.
Dem gegenüber sind kommunale und staatliche Stellen ab
Freitagmittag schon
nicht mehr erreichbar, da funktioniert diese 30 Std. Woche
wahrscheinlich schon längst.
Es geht aber nicht darum, daß so viele Arbeitslose wie
möglich in kommunalen und staatlichen Dienststellen
beschäftigt werden, sondern es geht auch um die Produktivität.
Damit will ich nicht sagen daß diese Herrschaften unproduktiv
sind, aber der Umsatz muss mit dem Verbraucher im in und Ausland gemacht
werden, Bürokratie zählt leider nicht dazu,
diese Arbeiten sollen ja eigentlich von Steuern bezahlt werden und dabei
darf man die Pensionsblase auch nicht vergessen.
Frau Wischhusen meint, eine 25% Arbeitszeitverkürzung würde die Lohnkosten nur ebenfalls um 25 Prozent nach oben treiben. Das ist leider falsch. Als Beispiel diene eine Firma mit 3 Beschäftigten., die in der Woche 120 Arbeitsstunden erbringen. Nach dem 30 Stundenmodell leisten sie aber nur 90 Stunden. Für die restlichen 30 Stunden müsste ein Arbeiter neu angestellt werden. Eine Steigerung der Lohnkosten um ca 33 Prozent.
Wir werden über kurz oder lang ein völlig neues,
gesellschaftliches Denken brauchen um mit Entwicklungen und Erfindungen
standhalten zu können.
Wie allein die Entwicklung des 3D Scanners in 10-20 Jahren unser Leben
oder Arbeitsprozesse beeinflussen wird, können wir uns noch gar
nicht vorstellen!
Wir werden Umdenken, unser gesamtes Steuersystem und die Arbeitswelt auf
den Prüfstand stellen und völlig neue Anreize setzen müssen!
Der Gedanke der 30 Stunden Woche ist theoretisch ja richtig, wird aber
praktisch an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer und -geber scheitern.
Da finde ich die Grundidee des Bedingungslosen Grundeinkommens nach Dr.
Götz Werner wesentlich charmanter, weil es allen Menschen zu mehr
Flexibilität verhilft, auch den Unternehmern!
Viele Familiernunternehmen bieten ja heute schon wesentlich flexiblere
Arbeitszeitmodelle an und zahlen auch faire Löhne. Diese
Unternehmen hätten auch mit einen BGE kaum Probleme Mitarbeiter zu finden!
30 Stunden sind noch nicht genug. Es müssen ca. 25 werden.
Jeder Arbeitsmediziner weiß, dass man allenfalls 6 Stunden am Tag
effektiv arbeiten kann und zwar zunächst 4 Stunden, dann eine Pause
von einer Stunde und dann nochmals 2 Stunden. Bei einem Arbeitstag von 8
Stunden sind deshalb immer 2 Stunden drin, in welchen der Arbeitnehmer
sich erholen muss: Privatgespräche am Arbeitsplatz oder am Telefon,
Kaffee-, Tee- oder Zigarettenpause, Toilettengänge, sich
anderweitig verpissen, mit offenen Augen träumen usw. Dies gilt
übrigens gleichermaßen für körperliche wie auch
für geistige Arbeit. Also wäre eine 30 Stunden-Woche = 5 mal 6
Stunden sogar im Interesse des Arbeitgebers, denn dann muss er kaum noch
unproduktive Leerzeiten bezahlen. Damit wäre auch die Forderung
nach vollem Lohnausgleich berechtigt.
Weil dies aber niemals durchzusetzen ist, muss zunächst auf den
Lohnausgleich verzichtet und die Arbeitszeit weiter gesenkt werden bis
die Arbeitslosigkeit verschwunden ist. Dann können wieder
ordentliche Lohnforderungen durchgesetzt werden.
Jeder Arbeitsmediziner weiß...
Sehr geehrter Herr Wurtz,
gibt es dazu eine offizielle Quelle? Ich hörte auch so etwas, bin
aber bis jetzt auf nichts Brauchbares gestoßen. Gerade das mit den
"immer 2 Stunden drin, in welchen der Arbeitnehmer sich erholen
muss: Privatgespräche am Arbeitsplatz oder am Telefon[...]"
scheint mir doch plausibel.
Merci
Erstmal die eigenen Ansprüche reduzieren
dann überlegen was man machen muss, das sollte die Regierung
überhaupt als erstes tun.
Die Fakten sehen doch so aus: es gibt immer mehr Singles, immer mehr
Menschen müssen einen zweiten Job annehmen ( ich kenne auch Rentner
die noch arbeiten gehen) weil das Geld nicht reicht, wieviel
produzierendes Gewerbe gibt es noch?
Zu erst sollten die ganzen Abgaben und Steuern reduziert und abgeschafft
werden, die Verschwendung der Steuereinnahmen muss endlich
aufhören, dann haben die Menschen auch genug Geld und weniger Stress.
Wieviel Kaufkraft hat mein Geld das ist die Frage und nicht wieviel Geld
verdiene ich?
Nach den Wahlen kommt die nächste Mehrwertsteuererhöhung, was
passiert eigentlich mit dem Geld? Wofür wird es ausgegeben? Das
muss diskutiert werden.
Die ganzen Steuerbegünstigungen und Zuschüsse müssen
abgeschafft werden, die Ausgaben der Kommunen der Länder und des
Bundes muss Gläsern werden.
Preise und Gebühren müssen in vielen Bereichen dann auch
gesenkt und angepasst werden.
"75 Prozent Arbeitszeit bei 100 Prozent Lohn katapultiert
die Lohnkosten für die Unternehmen von heute auf morgen um 25 Prozent nach oben", so einfach kann man es sich auch machen. Noch nicht einmal eine Bedingung für diese Wirkung wird erwähnt oder gedacht. VWL besteht aber, was andere Kommentatoren offenbar in ihrem Studium nicht gelernt haben, mehr als aus mechanistischen Modellen. Und wenn man solche Modellaussagen wie Wischhusen sie benutzt und auch noch mit Realität gleichsetzt, vermag ich hierin wenig Sachverstand zu erkennen. Bei dieser Aussage hätte wenigstens die c.p.-Klausel erwähnt werden müssen. Bei der Aussage der erwähnten Opponentin wird, um eine von mehreren Bedingungen zu erwähnen, die Qualität der Arbeitsleistung unberücksichtigt gelassen und die Auslastung der Arbeitskraft. So ist es durchaus denkbar, dass eine Reduzierung der Arbeitszeit nicht den geringsten Einfluss hat auf die Lohnstückkosten. Warum wohl? Und noch mehr: eine Reduzierung von Arbeitszeit in best. Ber. eines U. kann sogar die Produktivität d. U. steigern.
Nicht zu vergessen, die höhere Produktivität der niedrigeren
Arbeitszeit. Am Fließband oder an der Pforte ist das
natürlich Banane -wenns einfach nur darauf ankommt, dass jemand da ist.
Aber sonst - ich sehedas im Büroalltag. Mit 50 % wird nicht immer
so viel weniger geleistet als mit 100 %. Ganz offenkundig azrbeiten
Teilzeikräfte nicht nur mit weniger Pausen und sozialer
Beziehungspflege usw. sondern einfach konzentrierter und intensiver.
Ich vermute,dass in meinem Betrieb die Hälfte der Mitarbeiter mit
30 Stunden effektiv das gleiche leisten würden. Und weiteren 25 %
würde ich den zwangsweisen Verzicht auf 10 Stunden wünschen,
damit sie sich mal auf das eigentliche konzentrieren und niht mit
wichtigtuerischem Aktionismus alle irre machen.
So bekloppt es auf den ersten Blick klingen mag Teil II
Es ist auch objektiv nicht vernünftig möglich, eine Familie
mit zwei bis drei (oder vier) Kindern und zwei
Vollzeiterwerbstätigen Eltern zu versorgen und betreuen. Selbst
wenn die KiTa-Öffnungszeiten andere wären, wäre das auch
nicht wünschenswert für die Familie. Und wenn man dann noch an
die deutsche Überstundenkultur denkt.
Also familiengerecht und halbwegs gleichberechtigt könnte eine Weg
über 30Stundenwoche (mal zwei) und ordentliche Kinderbetreuung
führen.
Ob man das nun auf die Kindheitsphase begrenzt oder allgemein
zulässt, sei mal dahingestellt. Das es an dieser Stelle ein
systemisch-strukturelles Problem gibt, kann aber eigentlich niemand in
Abrede stellen.
So bekloppt es auf den ersten Blick klingen mag,
es ist schon auch etwas dran.
Wir sehen in moderneren und wohlhabenderen Ländern wie den
Niederlanden, dass die Arbeitszeitreduzierung auch durch Männer
möglich und gewünscht ist.
Wir sehen bei uns dass wir eine - überkommene und überholte-
Arbeitsteilung von voll berufstätigen Männern und Frauen
zwischen Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung haben. Da
stimmt doch ganz offenkundig etwas nicht.
Es ist auch nicht wirklich vernünftig möglihc eine Familie mit
zwei, vielleicht drei noch kleineren Kindern und zwei
Vollbeschäftigten (noch dazu bei deutscher Überstundenkultur) z
Doch es ist hirnrissig was diese eher sich selbst hochstlisierende S Wagenknecht verkauft.
Sie meint doch Deutschland u sie spielt doch wie hier oben beschrieben
die nur 3,8 Mio Arbeitslosen einschließlich der bis 65 Jährigen.
Die Frechheit aber ist gleichzeitig von Produktivitätsgewinn den
es zu verteilen gäbe zu faseln.
Der Produktivitätszuwachs bei der Krankenschwester / Lehrer /
Richter / Polizist / Schreiner / ja der eingesparten Aldi
Verkäuferin , Kassiererin oder dem Feuerwehrmann wo ist der und
wer bitte soll den in Geld ausgedrückt die um 30% besser
vergüten ?
Einfach ein unsinnige Idee erst recht, wenn wir wissen, dass unser
Volk jährlich um mehr als 250.000 mehr die aus dem Arbeitsleben
ausscheiden als junge eintreten.
25% mehr Polizisten , Bäcker, Metzger, Richter, Ärzte,
Müllmänner, Lehrer ja Verkäufer, Ingenieure mit guten
deutsch und Mathe Kenntnisse gibt es nicht und wenn man alle, alle um
genau dieses höhere Einkommen, weil ohne Lohnverzicht
ausgleicht, dann ist doch für niemand auch nur eine Winzigkeit
anders.
Sozialismus passt doch auch...
Ein System, das eigentlich insolvente Banken in Staatsbetriebe umwandelt, ist schließlich dem Sozialismus näher als der Marktwirtschaft.
Komplett aneinander vorbei die beiden
Grob: Frau Wagenknecht (VWL) einigermaßen fundiert, Frau
Wischhusen (BWL) mit der üblichen, sattsam bekannten Argumentationslinie.
Die Automatisierung der Produktion wird morgen nicht aufhören.
Arbeit im klassischen Sinn wird weiter abnehmen. Die Frage, wie und
wovon der Einzelne dann leben soll, erfordert bälder als die
meisten denken ein völlig neues Gesellschaftsmodell. Mit der Suche
nach Lösungsmöglichkeiten würde ich lieber Frau
Wagenknecht als Frau Wischhusen beauftragen.
Da haben Sie Recht
Vieles wird künftig automatisiert ablaufen, auch und offenbar
zuerst im täglichen Leben (man bedenke nur den Internethandel),
und altgewohnte Prozesse beseitigen.
Das war und ist gute Ingenieurstradition, hoffentlich auch in D (welches
ja durch die lange Paradieseszeit der alten Bundesrepublik stark
vermichelt ist, mit Ansprüchen und so).
Frau Wagenknecht hat keine Schnapsidee. Sie verfolgt parteipolitische
Interessen. Ihre Kunden sind zu kurz gekommene die in einer Gesellschaft
ihre Kosten nicht mehr an ihre Kunden weitergeben können.
Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich, alleinverdiener in einer Familie.
Menschen die unter anderem auch Wissen das es den Weltweiten
Wettbewerbsdruck gibt und sie nicht genug arbeiten könne um bei
chinesischen Stundenlöhnen zu deutschen Kosten überleben
können. Je mehr Menschen in diese Situation rutschen desto
größer ist der Kunden bzw. Wählerstamm der Linkspartei.
.
Wenn sie sich jetzt mit dem Gedanken anfreunden könnten der von
Götz Werner als Bedingungsloses Grundeinkommen vorgeschlagen wurde,
werden sie die Genialität dieses Gedanken vieleicht begreifen. Ich
werbe ohne Herrn Werner persönlich zu kennen dafür, dass sich
Unternehmer für diesen Gedanken erwärmen.
Es ist ein alter Traum, den Produktivitätszuwachs fair verteilt zu
mehr Wohlstand auch über mehr freie Zeit für Familie, Bildung
+ Kultur zu nutzen, was sich im Rheinischen Kapitalismus per Sozialer
Marktwirtschaft zunächst zu verwirklichen schien. Warum arbeiten
Sie die entscheidende Wende der Selbst-Degenerierung des
"Marktes" (W. Elsner) auch bei diesem Thema zunächst
nicht als grundlegend heraus? Ihrer Argumentation: "Von der
steigenden Wirtschaftsleistung profitieren fast nur noch die Bezieher
von Gewinn- + Vermögenseinkommen"bzw. "trotz extrem hoher
Gewinne sind die Investitionen in Deutschland seit Jahren
kümmerlich" fehlt dadurch Tiefe + Schlüssigkeit.
Gehört nicht auch die moralische Verkrüppelung durch die
neoliberalen Revolte mehr herausgehoben, die global Demokratien zum
Geldmachtfeudalismus, gestützt von dienstbaren
Wissens-,Kommunikations- + politischen Eliten, mitgeführt durch
Wirtschafts- + Finanzeliten, entarten ließ (H.J.Krysmanski)?
Ökonomie ist Sozialwissenschaft!
Scheinbar schlüssig und folgerichtig stellt Frau Wagenknecht
konjunkturelle, volks- und weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
Wirkungsgefüge dar, die so nicht bestehen.
Zutreffend alleine der Hinweis, mit Qualität der Produkte (und
Innovation, und kompetitiver Fertigungskompetenz, und Freihandel) sei
nachhaltig etwas zu gewinnen.
Erwerbsarbeit ohne gerechten Lohn (Definition Bestandteil des
Gesellschaftsvertrages) ruiniert den Produktionsfaktor, die
Kundenbeziehung und damit Unternehmen, wie negative Beispiele nicht nur
aus Discount- und Servicebereich belegen.
Die Unternehmerin zeigt dagegen alle pragmatische
Führungsstärke und Zuversicht, mit Ihr wird nicht ideologisch
erstickte Mangelwirtschaft, sondern Wohlstand für alle gestaltet.
Entscheidend ist marktwirtschaftliche Ordnung und unternehmerische Ethik
für Gemeinwohl.
Nicht die Arbeitsmarktreformen, sondern die Freibeuterlizenzen für
die Finanzmärkte waren der Fehler von Rotgrün und Schwarzrot.
Und alle waren Aufsichtsräte...
@ Klaus Michael Strauss
'unternehmerische Ethik für das Gemeinwohl' - ist das der neuzeitliche Sprech für die 'invisible hand' des Adam Smith?
In dem Flugzeug das von einem ehemalig obdachlosen Alkoholiker dann
gesteuert wird dürfen sie alleine Sitzen. Auch auf OP Termine werde
ich gerne zu ihren Gunsten verzichten wenn der gelernte
Schlachtermeister in seinem Beruf keine Job bekommen hat und damm auf
Chirurgie mit kurzer Anlernphase umsattelt. Umgekehrt währe es
einem hochqualifizierten Chirurg wohl schwer in einer Schlachterei
fallen zu arbeiten. Insbesondere weil der Chirurg wohl nicht so gut die
schweren Rinderhälften wuchten könnte.
.
Ein Job muss zur Person passen und die Person zum Job damit daraus ein
Beruf wird. Und ob eine Leistung zu einem Bestimmten Preis nachgefragt
wird entscheiden die Kunden. Unternehmen müssen sich auch danach
richten und können nicht unbegrenzt die Kosten weitergeben.
.
Dass die Betriebe zu lange den Nachwuchs an qualifiziertem Personal auf
dem Unternehmensstrategischen Radar vernachlässigt hatten steht auf
einem anderen Blatt.
Frankreichs Wirtschaft hängt schief, unter anderem wegen der von
den Sozialisten eingeführten zwangsweisen 35 Stunden-Woche.
Jetzt sollen wir nach dem Willen gewisser Traumtänzer die Franzosen
in Sachen Ineffizienz links überholen: Mit einer zwangsweisen 30
Stunden-Woche.
Dies ist eine Garantie für drastisch sinkende
Wettbewerbsfähigkeit, fallende Löhne und Massenarbeitslosigkeit.
Wenn dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis.
Bei Herunterschrauben der Arbeitszeit von 100 auf 75% müssten mal die Lohnkosten um 33% steigen. Sicher gibt es einen Produktionsfortschritt, d.h. die Lohnstückkosten werden mit der Zeit sinken. Einerseits können durch mehr Automation Kosten gespart werden. Andererseits kann man Arbeitsplätze in Billiglohnländer auslagern. Beide Massnahmen erzeugen mehr Arbeitslosigkeit. Die lachenden werden diejenigen sein, welche irgendwie von der öffentlichen Hand oder Monopolbetrieben angestellt sind. Oder kann dann ein Lehrer die Kinder durch Rationalisierung in 75% der Zeit gleich gut unterrichten oder wird der Beamte ein Drittel mehr Akten bearbeiten pro Stunde oder Kontrollen ausführen ? Es wird wohl dort viel mehr Leute brauchen. Das meint wohl Wagenknecht.
sage sie uns, Werte Frau Wagenknecht.
Deshalb fangen Sie am besten an: Nur noch 30 Stunden arbeiten. Wie? Bei
Ihnen ist das was anderes? Denn Sie arbeiten für die Partei? Tja,
dann muss das wohl der Unterschied sein zwischen den
Leistungsträgern auf der einen und den PGs auf der anderen Seite.
Wolfgang Hebold
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |