28.05.2009 · Entspannung auf dem Arbeitsmarkt: Im Mai sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 127.000 auf 3,458 Millionen. Damit liegt die Quote jetzt bei 8,2 Prozent. Arbeitsagenturchef Weise warnte jedoch davor, schon von einer Trendwende zu sprechen.
Die Frühjahrsbelebung hat den Arbeitsmarkt erreicht. Trotz der rückläufigen Konjunktur ging die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai auf veränderter Datenbasis um 127.000 auf 3,458 Millionen zurück. Das waren 175.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Danach nahm die Arbeitslosenquote um 0,4 Punkte auf 8,2 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,8 Prozent gelegen. Allerdings wurden die Zahlen durch eine Statistikänderung gedrückt.
Tatsächlich seien im Mai 3,47 Millionen Menschen statt der offiziell genannten 3,458 Millionen arbeitslos gewesen, sagte eine BA-Sprecherin. Nach der neuen Zählweise wurden Jobsuchende, die von privaten Vermittlern betreut werden, nach einem Beschluss der Bundesregierung erstmals nicht mehr mitgezählt. Ohne diese Änderung wäre die Arbeitslosigkeit nur um rund 100.000 zurückgegangen.
Verspätete Frühjahrsbelebung
Die Frühjahrsbelebung habe den Arbeitsmarkt in diesem Jahr verspätet erreicht und einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gebracht, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Unter Berücksichtigung aller weiteren Indikatoren des Arbeitsmarktes dürfe aber auf keinen Fall von einer Trendwende gesprochen werden. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Mai um 1000 auf 3,456 Millionen gestiegen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 14.000 zu, im Osten um 13.000 ab.
Die Zahl der Erwerbstätigen ist zuletzt (im April) saisonbereinigt um 60.000 gesunken. Mit 39,96 Millionen lag der unbereinigte Wert um 150.000 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag dagegen im März mit 27,34 Millionen noch um 119.000 über dem Vorjahreswert.
In Westdeutschland waren im Mai 2.334.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 66.000 weniger als im April, aber 194.000 mehr als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es im Mai 1´.124.000 Arbeitslose, 61.000 weniger als im Vormonat und 19.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 6,9 Prozent, im Osten bei 13,3 Prozent.
Bananenrepublik! Alkoholgetrübte Überschrift ?! ;)
Robert Hamacher (harohama)
- 28.05.2009, 16:23 Uhr
Volksverdummung
Ralf Paalen (dalgo)
- 28.05.2009, 16:55 Uhr
Wer macht eine unabhängige Statistik ?
Chris Heidrich (Rockwilder1979)
- 28.05.2009, 20:05 Uhr
@Chris Heinrich: Anfang/Ende Ihres Kommentars sind richtig, die Mitte falsch
Martin Gürsch (Betroffener)
- 28.05.2009, 22:55 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.444,10 | −1,09% |
| EUR/USD | 1,2401 | −0,70% |
| Rohöl Brent Crude | 103,49 $ | −3,14% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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