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Wohlfahrtsverband sieht Lohnabstand

01.03.2010 ·  pik. FRANKFURT, 1. März. Vollzeitbeschäftigte verfügen nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes über höhere Einkünfte als Hartz-IV-Empfänger. Für die Untersuchung hat der Verband 196 Beispielrechnungen mit unterschiedlichen ...

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pik. FRANKFURT, 1. März. Vollzeitbeschäftigte verfügen nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes über höhere Einkünfte als Hartz-IV-Empfänger. Für die Untersuchung hat der Verband 196 Beispielrechnungen mit unterschiedlichen Haushaltstypen und Berufsgruppen erstellt, darunter Verkäufer, Wachleute und Zeitarbeiter. Demnach beträgt die Differenz zwischen dem niedrigsten erzielten Nettoeinkommen und der Sozialleistung für Erwerbslose je nach Berufsgruppe zwischen 260 und 900 Euro im Monat. "Wer arbeitet, hat immer mehr als derjenige, der nicht arbeitet", sagte Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Sozialverbands, am Montag in Berlin. Damit bestehe für Langzeitarbeitslose ein ausreichender Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen. Am größten sei der Abstand in Einpersonenhaushalten, geringer in Paarhaushalten ohne Kinder. Auch Haushalten mit Kindern stehe häufig schon durch den Lohn mehr Geld zur Verfügung als Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV). Wo dies nicht der Fall sei, werde der Lohnabstand durch weitere Sozialtransfers wie den Kinderzuschlag oder das Wohngeld wiederhergestellt, die Geringverdienern zustehen, nicht aber Langzeitarbeitslosen. Schneider kritisierte Berechnungen, in denen diese Sozialtransfers nicht berücksichtigt würden. Das Karl-Bräuer-Institut hatte lediglich für diese Zeitung durchschnittliche Nettolöhne von Geringverdienern berechnet, die in einigen Branchen unter oder nur knapp über dem Hartz-IV-Anspruch liegen.

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