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Arbeitsmarkt Noch immer fehlen mehr als 28.000 Lehrstellen

12.10.2005 ·  Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt hat sich durch den Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaft auch in diesem Jahr leicht verbessert. Die rechnerische Lücke ist auf 28.300 zurückgegangen.

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Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Rund 40.900 Jugendliche suchten zu Beginn des Ausbildungsjahres am 1. Oktober noch eine Lehrstelle, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Berlin offiziell mitteilte. Die rechnerische Lehrstellenlücke verringerte sich auf 28.300. Besonders kritisch ist die Situation nach wie vor in Ostdeutschland. Hier kommen 13 Bewerber auf eine Lehrstelle.

Bis zum Ende des Jahres kündigte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement eine „energische Nachvermittlungsaktion“ an, damit allen ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Angebot unterbreitet werden könne. Der zwischen Bundesregierung und Wirtschaft geschlossene Ausbildungspakt habe die Erwartungen erfüllt, sagte er. Den Jugendlichen könne damit langfristig eine berufliche Perspektive geboten werden. Der aus dem Amt scheidende Minister zeigte sich zuversichtlich, daß der Pakt auch über die anvisierten drei Jahre hinaus halten wird.

24.000 neue Betriebe für Ausbildung gewonnen

Auch nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat sich der Ausbildungspakt bewährt. Insgesamt seien rund 33.200 neue Ausbildungsplätze eingeworben worden, sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun. Es sei gelungen, 24.000 Betriebe neu für die Ausbildung zu gewinnen.

Das Handwerk beklagte die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher (siehe auch: Kommentar zum Ausbildungspakt). 100.000 junge Leute verließen jedes Jahr die Schule ohne Abschluß, weitere 100.000 hätten mangelnde Kenntnisse in den Schlüsselqualifikationen Deutsch und Mathematik, betonte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer. Im Vergleich zum Vorjahr sank im Bereich des Handwerkes die Zahl der neu geschlossenen Lehrverträge um 4,6 Prozent. Als Grund gab Schleyer die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Betriebe und zahlreiche Firmeninsolvenzen an.

Mit dem auf drei Jahre angelegten Ausbildungspakt sollte auf dem Lehrstellenmarkt eine Trendwende erreicht werden. Darin hat sich die Wirtschaft 2004 verpflichtet, jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendliche einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten jährlich 30.000 neue Ausbildungsstellen und 25.000 so genannte Einstiegsqualifikationen geschaffen werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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