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Sonntag, 12. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Arbeitsmarkt Niedrigster Krankenstand seit 1970

15.01.2007 ·  Seit der Einführung der Lohnfortzahlung haben sich Arbeitnehmer nicht mehr so selten krank gemeldet. Der Grund für das Rekordtief ist vor allem die Angst, den Job zu verlieren.

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Die Arbeitnehmer in Deutschland melden sich immer seltener krank. Im vergangenen Jahr fielen die krankheitsbedingten Fehlzeiten in den Betrieben auf ein Rekordtief. Das berichtet die Zeitung „Die Welt“ unter Berufung auf eine neue Statistik des Bundesgesundheitsministeriums.

Demnach fehlten die Beschäftigten im Jahr 2006 im Durchschnitt 3,29 Prozent der Sollarbeitszeit. Das entspricht 7,2 Arbeitstagen. Die durchschnittlichen Fehlzeiten wegen Krankheit seien damit das siebte Jahr in Folge rückläufig, berichtet die Zeitung.

Weniger Beschäftigte im Bau

Im Jahr 2006 habe die Krankenstandsquote den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung und im Westen das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 erreicht. Insgesamt seien die Krankenstände in den Betrieben in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent zurückgegangen (1997: 4,19 Prozent der Sollarbeitszeit).

Arbeitsmarktexperten nennen als einen wichtigen Grund für das Rekordtief die Angst der Arbeitnehmer, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit den Job zu verlieren.

Außerdem sind laut Statistik vor allem Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur für die niedrigen Fehlzeiten verantwortlich: Der Arbeitnehmeranteil in Industrie und Bau mit schwerer körperlicher Arbeit und überdurchschnittlich hohen Krankenständen geht seit Jahren kontinuierlich zurück und die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich steigt.

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