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Arbeitsmarkt Der Optimismus ist verflogen

14.12.2004 ·  Der deutsche Arbeitsmarkt kommt langsamer in Gang als zuletzt gehofft. Die Negativmeldungen von Opel und Karstadt drückten die Stimmung, sagen Personalvermittler. Hartz IV werfe seine Schatten voraus.

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Der deutsche Arbeitsmarkt kommt einer Umfrage des Personalvermittlers Manpower zufolge langsamer in Gang als zuletzt gehofft. „Der verhaltene Optimismus für das vierte Quartal 2004 scheint zum Jahreswechsel verflogen zu sein", folgert das Unternehmen aus der am Dienstag veröffentlichten vierteljährlichen Befragung von mehr als 1000 Firmen in Deutschland.

Immerhin sei die Lage trotz der Verschlechterung noch etwas besser als vor einem Jahr. „Die Stimmung am Arbeitsmarkt war in diesem Quartal leider stark durch die Negativmeldungen von Opel, Karstadt und VW beeinflußt. Außerdem wirft Hartz IV seine Schatten voraus", erklärte der Geschäftsführer von Manpower Deutschland, Thomas Reitz.

Nur wenige Unternehmen wollen Stellen schaffen

Von den Unternehmen wollen 13 Prozent ihre Mitarbeiterzahl reduzieren, nach 7 Prozent vor drei Monaten und 22 Prozent vor einem Jahr. „7 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, daß sie ihren Personalstand im ersten Quartal 2005 aufstocken werden. Im letzten Quartal waren das nur 5 Prozent, allerdings waren es im Vergleichsquartal des letzten Jahres noch 8 Prozent", heißt es in der Studie.

Der so genannte Netto-Beschäftigungsausblick - die Differenz zwischen positiven und negativen Meldungen - sank daher auf minus 6 von minus 2 Punkten bei der vorigen Umfrage. Vor einem Jahr lag der Ausblick jedoch noch bei minus 14 Punkten.

Bau rechnet mit Entlassungen

Eine leichte Zunahme bei der Mitarbeiterzahl erwarten deutsche Verkehrs- und Kommunikationsfirmen. Alle anderen Sektoren vermeldeten negative Umfrageergebnisse, allen voran der Bau. „Außer in der Region Berlin rechnet man in allen Regionen mit Personalabbau", heißt es in der Studie.

„Im europäischen Vergleich weist Deutschland weiterhin den am wenigsten erfreulichen Ausblick unter den elf befragten Ländern auf", folgerte Manpower aus der Befragung von insgesamt 35.000 Arbeitgebern in 19 Ländern weltweit. In 17 Ländern wollen die Firmen mehr Leute einstellen. „Neuseeland und Hongkong liefern erneut die optimistischsten Ergebnisse.“ Neben Deutschland wollen die Firmen nur in Italien Mitarbeiter entlassen. Besonders viele Arbeitsplätze werden der Umfrage zufolge im europäischen Vergleich in Großbritannien, Irland und Norwegen entstehen.

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