03.01.2007 · Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist um 12.000 auf etwas über vier Millionen gestiegen. Vorgezogene Arbeiten in Bau und Handwerk vor der Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie das milde Wetter trugen zu dem moderaten Anstieg bei.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember lediglich um 12.000 gestiegen und hat mit 4.008.000 die Marke von vier Millionen nur knapp überschritten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg waren damit Ende des vergangenen Jahres 597.000 Männer und Frauen weniger arbeitslos als Ende 2005. Die Arbeitslosenquote blieb im Monatsvergleich konstant bei 9,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 11,1 Prozent gelegen.
Der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-Jürgen Weise, führte den ungewöhnlich moderaten Anstieg der Erwerbslosenzahlen vor allem auf vorgezogene Arbeiten in Bau und Handwerk vor der Mehrwertsteuererhöhung sowie auf das milde Wetter im Dezember zurück.
Zuwachs bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit
Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im November mit 39,76 Millionen um 426.000 über dem Vorjahreswert. Ein Großteil des Zuwachses entfalle auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Deren Zahl erhöhte sich binnen zwölf Monaten um 392.000 auf 26,95 Millionen.
In Westdeutschland waren im Dezember 2.670.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 2000 weniger als im November und 450.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland waren im Dezember 1.337.000 Arbeitslose gemeldet, 15.000 mehr als im November und 148 000 weniger als vor zwölf Monaten. Im Westen lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 8,0 Prozent, im Osten bei 15,7 Prozent.
Volkswirte rechnen weiter mit positiver Entwicklung
Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl um 108.000 auf 4,115 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 74.000 ab, im Osten um 34.000.
Die Ökonomen der Commerzbang führen die positive Tendenz am Arbeitsmarkt zum Teil auf die dynamische Wirtschaftsentwicklung zurück und erwarten deshalb auch, dass diese Entwicklung in den nächsten Monaten anhalten wird. Selbst bei der in diesem Jahr zu erwartenden Abschwächung der Wirtschaft rechnen die Bankvolkswirte im Trend nicht mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, da die Entwicklung am Arbeitsmarkt der Konjunktur nur
mit Verzögerung folgt und das Wachstum nach deren Einschätzung zudem nur leicht unter den langfristigen Durchschnitt fallen dürfte.
Zu positives Bild
Allerdings verweist die Commerzbank auch auf statistische Sondereffekte. So führe die Anfang 2005 erfolgte Vorverlegung des Stichtages vom Monatsende zur Monatsmitte zu Beginn des Winters zu einer günstigeren Entwicklung im Vergleich zu früheren Jahren.
Insgesamt bleibe festzuhalten, dass eine Trendwende am Arbeitsmarkt im letzten Jahr stattgefunden habe, die Arbeitslosenzahlen vermittelten aber ein zu freundliches Bild
von der Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Unwirklich-Unwahr
Holger van Tran (Gilmour)
- 03.01.2007, 16:53 Uhr
Die Arbeitslosigkeit mit EEJ ist im Dezember06 auf 4.313.358Personen angestiegen
Sybilla Taubald (sybilla84)
- 04.01.2007, 00:59 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,79 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.449,60 | −1,04% |
| EUR/USD | 1,2394 | −0,75% |
| Rohöl Brent Crude | 103,66 $ | −2,99% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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