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Arbeitslosenzahlen BA bestätigt Münteferings gute Nachrichten

02.05.2007 ·  Nun ist es offiziell: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im April unter die Vier-Millionen-Marke gesunken. Was der Arbeitsminister schon am Dienstag als gute Nachricht zum Maifeiertag verkündete, bestätigte nun die BA. Saisonbereinigt sehen die Zahlen allerdings eher enttäuschend aus.

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Nun ist es offiziell: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im April unter die Vier-Millionen-Marke gesunken. Was Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) schon am Dienstag als gute Nachricht zum Maifeiertag verkündete, bestätigte an diesem Mittwoch die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland ist im April um 141.000 auf 3.967.000 gesunken. Das waren 824.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die BA. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 9,5 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 11,5 Prozent gelegen.

Im Osten mehr Arbeitslose

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sagte, der konjunkturelle Aufschwung habe den Arbeitsmarkt weiterhin kräftig belebt. Das Beschäftigungswachstum setze sich fort. Auch die Zahl der offenen Stellen sei abermals gestiegen, sagte Weise am Mittwoch in Nürnberg.

Video: Arbeitslosenzahl fällt auf Tiefstwert seit 2002

Saisonbereinigt hat sich die Situation am deutschen Arbeitsmarkt im April allerdings nur moderat verbessert. Nach Angaben der BA vom Mittwoch sank die Arbeitslosenzahl bereinigt um jahreszeitliche Einflüsse um 9.000, nachdem sie im März um revidiert 52.000 (vorläufig: minus 65.000) gefallen war. Die Arbeitslosenquote wurde saisonbereinigt mit unverändert 9,2 Prozent angegeben. Im Westen Deutschlands wurden saisonbereinigt 11.000 weniger Arbeitslose registriert als im Vormonat, im Osten wurde ein Plus von 2.000 verzeichnet.

Weise auch für die kommenden Monate optimistisch

BA-Chef Weise verwies angesichts der anhaltend guten Entwicklung darauf, dass der konjunkturelle Aufschwung den Arbeitsmarkt weiterhin kräftig belebe. „Die günstige Entwicklung erklärt sich vor allem mit dem konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung“, sagte Weise. Daneben
hätten aber auch weitere Faktoren eine Rolle gespielt, wie ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot sowie „die professionellere Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften zur Betreuung der Arbeitslosengeld-II-Bezieher“.

Die verringerte Dynamik beim saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosigkeit begründete Weise in erster Linie mit dem milden Winter; dies gelte auch in nicht-saisonbereinigter Betrachtung, da insgesamt weniger Winterarbeitslosigkeit abzubauen gewesen sei. Weise betonte zudem, dass er für die kommenden Monate die Arbeitslosigkeit weiter unter der Marke von 4 Millionen Menschen sehe. Die Zahl der offenen Stellen im
April gab die BA nicht-saisonbereinigt mit gut 651.000 (Vorjahr: 640.000) an.

Experten sind guter Dinge

Bankvolkswirte schätzten die Zahlen optimistisch ein: „Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor in recht guter Verfassung“, sagte Bernd Weidensteiner von der DZ Bank. „In den nächsten Monaten dürfte es einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahl geben.“ Peter Meister von der BHF-Bank sagte: „Die Unternehmen haben großes Vertrauen in den Aufschwung und investieren relativ stark.“ Er halte daher auch für den Rest des Jahres Arbeitslosenzahlen unterhalb der Vier-Millionen-Marke für möglich.

Die saisonbereinigt nur geringfügige Verbesserung werteten Experten als wenig besorgniserregend: „Die saisonbereinigte Zahl fällt auf den ersten Blick enttäuschend aus. Ich stufe das als statistischen Effekt ein“, sagte Analyst Andreas Rees von Unicredit. „Wir hatten ja in den letzten Monaten sehr gute Wetterbedingungen. Das hat im April keine so große Rolle mehr gespielt. Deshalb gebe ich dieser Zahl keine besondere Bedeutung.“

Quelle: FAZ.NET mit Material der Nachrichtenagenturen
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