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Arbeitsagentur-Chef Weise Selbständige sollen seltener Hartz IV bekommen

 ·  Mehr als 100.000 Selbständige bekommen Hartz IV zusätzlich zu ihrem Einkommen. Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise will das ändern. Er will nicht auf Dauer unrentable Geschäftsmodelle bezuschussen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (31)
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Wolfgang G. Runte

Behördenbürokrat und Herrscher der Verwaltung

In den Aussagen von Herrn Weise ziegt sich genau, was das Arbeitsamt oder heutige Agentur für Arbeit, nicht verstanden habt: den Unterschied zwischen Verwaltung, mit statischer Bürokratie und der Wirtschaft mit flexiblen Leistungsanforderungen. Das Gesetz der Hartz-Kommission lautet: "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsplatz". Getan wird jedoch genau das Gegenteil.

Solange ein Bürokrat wie Herr Weise mit seinem sogenannten Vorstand und Aufsichtsrat an der Spitze steht, wird sich das auch nicht ändern. Aber es gibt innerhalb des Arbeitsamtes Wirtschaftswissenschaftler, die wirtschaftlich und nicht nur bürokratisch denken können. Sie müssen an die Spitze gesetzt werden!

Es ist typisch für die Bürokratie, ihre Unfähigkeiten auf dem Rücken der sozial Schwachen auszutragen. Oder was denken Sie, weshalb es soviele Klagen vor den Sozialgerichten gegen die ARGEN - heute ignorant als Jobcenter bezeichnet - gibt?

Jobcenter gibt es nur im Englischen und heißt deutsch Arbeitsamt!

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Wolfgang Wagner, M.A.

Das Grundgesetz gilt auch für die BA, Herr Weise !

Artikel 12 garantiert Berufsfreiheit, so dass eine zwangsweise Aufgabe einer Selbstständigkeit nicht in Frage kommen kann. Wenn sich die BA darüber hinwegsetzen will, dann muß auch unwirtschaftliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Niedriglohnbereich verboten werden - das wäre die logische Konsequenz!

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Marco Blumenstein

Parallelwelt

Vielleicht sollte man auch mal über die Ausufernde Scheinselbständigkeit in der D GbR mal einiges sagen. Beispiel aus meinem Persönlichen Umfeld ist das Outsourcing von Dauerlauferprobung der Daimler AG im Raum Stuttgart und Böblingen. Dort werden die Aufträge an Fremdfirmen gegeben, diese Vermitteln dann an "Selbständige" zu Preisen zwischen 7 und 15€ pro Stunde. Wenn man nun rechnen kann, ist es nicht schwer, bei allen Abzügen den kläglichen Rest mit der Lupe zu suchen. Im übrigen liegen die Preise für Angestellte auf dem gleichen Level. Aber die Hauptsache der Chef kann G-Klasse fahren und Sonntags auf die Jagd. Die Hartz - Regelungen dienten nur dazu eine Armutsindustrie zu etablieren und die Menschen gefügig/erpressbar zu machen. Dann nimmt man schnell so einen Job an, um nicht in H4 zu fallen. Das Thema ist aber ohne Konsequenzen, unter den Augen von Daimler, Zoll und Staatsanwaltschaft nicht zu entschärfen. Wir sind doch nur die D GbR!

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Giuseppe Gianni

Nehmen und geben - statt Dauersubvention Unternehmertum fördern

Nehmen und geben, sollte die Devise sein. Die Rahmenbedingungen in Deutschland sollten noch „selbstständigen-freundlicher“ werden, gerade die kleinen und kleinesten sind von Beginn in der Defensive. Wie soll es ein redlicher Selbständiger schaffen, wenn z. Bsp. durch die Regulierung des Finanzsektors ein Unternehmensstart, wenn überhaupt möglich, stetig riskanter und teurer wird. Wo sind die Anreize das Selbständigkeit zu unterstützen und was wird getan, um das Scheitern einer Unternehmung – etwas völlig normales – aus der Restriktions-, Schmuddel- und Schamecke zu holen. Nicht Dauersubvention sondern Knowhow, Risikobereitschaft und Unternehmertum fördern. Das wäre im Sinne eines Konjunkturprogrammes und eine Chance in diesen Zeiten des Wandels.

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Paul Banaschak

Wer nach spätestens einem jahr nicht von seinem Unternehmen leben kann

hat auch danach keine Chance. Also Schluss mit Zuschuss.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 18:40 Uhr
Peter Gorski

Herr Banaschak,

mit dieser griffig einfachen Regel würden Sie das Investitionsklima in D. radikal verändern.
Manche Industriezweige würde es gar nicht geben !
Nein, nein...3 Jahres Pläne sind bei Unternehmen und Selbstständigen schon eher angebracht!

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Klaus-Michael Bartels

Niedliche Erkenntnis zu Dauersubventionen

Kommen dann auch Steinkohle, Solarstrom, Atomendlagerung, Flughafen BBR und andere Milliardensteuergräber auf den Prüfstand der "unrentablen Geschäftsmodelle" ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2013 16:40 Uhr
Wolfgang G. Runte

@Bartels - Danke

Danke, genau das ist der Punkt. Wir haben keine Marktwirtschaft mehr, sondern eine Verwaltungszwangswirtschaft oder Neo-Sozialismus (für mich der schwarze Sozialismus), wo nur der überlebt, der die dicksten Subventionen mit den besten Seilschaftsbeziehungen reingeschoben bekommt. Eben wie es in der DDR gewesen ist.

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Peter Gorski

Ich geh mal davon aus,

der überwiegende Teil der Betroffenen Selbstständigen versucht sein Schicksal in der eigenen Hand zu behalten und will dem Staat nicht auf der Tasche liegen!
Natürlich mag es auch da einige geben, die solche Konstrukte als Mischkalkulation incl. Schwarzgeldeinnahmen, Steuer- und Sozialbetrug betreiben, gleichwohl der Anteil der Schattenwirtschaft in vielen Bereichen Menschen am (Über)leben hält, die sonst dem Staat noch viel höhere Kosten verursachen würden.
Im Einzelfall müsste man auch sehen, wie sich das Verhältnis Umsatz zu Gewinn darstellt und wie die Perspektiven der Branche sind.
Je nach den laufenden Kosten eines Selbstständigen, kann man durchaus bei ordentlichem Umsatz nur geringen Gewinn erzielen.
Da vielen Selbstständigen auch immer weniger bezahlt wird, hängen einige mit viel zu hohen Kosten in der Luft und nicht jedem gelingt eine vernünftige Konsolidierung zum Erhalt des Lebenserwerbes, vor allem nicht wenn Banken, Versicherungen und der Staat im Spiel sind .-)

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 26.12.2012 16:34 Uhr

Wenn schon, denn schon

Warum denn nur die Selbstständigen? Warum wird nicht jede Art der Aufstockerei befristet. Plus Kontigente für Firmen. Auch befristet. Schon Herr Rüttgers, damals Ministerpräsident in NRW, beklagte, daß sich hier "ganz neue Subventionswälder auftun".

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Kath Rays
Kath Rays (kath.rays) - 26.12.2012 16:13 Uhr

Sehr witzig!

So Sie denn als Selbständiger in die unangenehme Lage geraten aufstockend HartzIV zu beantragen
* dürfen Sie als erstes fast Ihr ganzes Vermögen aufbrauchen
* danach wird Ihnen bis auf einen lächerlichen Freibetrag jeglicher Verdienst auf die Unterstützung angerechnet
* jede Betriebsausgabe/Investition, die Sie tätigen um mehr Umsatz zu erwirtschaften, wird von einem Mitarbeiter, die nie Selbständig war, auf "Verhältnismäßigkeit" überprüft - sie streiten sich Monate um jeden Kugelschreiber, vor allem aber um relevante Ausgaben über 500 Euro
* Investitionsrücklagen und Rückstellungen für schlechte Zeiten dürfen Sie nicht bilden - jeglicher Überschuss muss zurückgezahlt werden
* Privatkredite werden Ihnen sofort als Einkommen angerechnet
* einen KfW-Kredit bekommen Sie nur, wenn Sie auch einen ARGE-Kredit erhalten
* eine ARGE-Kredit bekommen Sie nicht, wenn Sie kein Neugründer sind

Erklären Sie mir doch mal, Herr Weise, wie man unter diesen Bedingungen wieder profitabel werden soll.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2013 16:46 Uhr
Wolfgang G. Runte

@Rays - Bravo

Genau so ist es und dieser Herr Weise und die meisten seiner Mitarbeiter haben von Selbständigkeit keine Ahnung. Erdreisten sich jedoch darüber urteilen zu wollen. Das ist doch in diesem Staat inzwischen meistens so. Was Wunder bei einer Staatsquote von ca. 60% - und glauben Sie nicht den gefälschten Statistiken. Beim Armutsbericht ist es erstmalig deutlich geworden, wie diese Regierung uns belügt, damit es ihr genehm ist. Es ist bereits wie zu Honeckers Zeiten, nur es ist der schwarze Sozialismus.

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Thomas Böhm

Unnützes Herumgedocktere an einem menschenverachtenden System

H. Weise versucht mal wieder, seine und die Tätigkeit seiner Behörde zu rechtfertigen. Wenn man in der Hauptaufgabe, der Vermittlung, so schlecht ist wie die Jobcenter muß man ständig neue Sankrionierungsmöglichkeiten erfinden. Mit diesen Centbeträgen betreiben die Jobcenter einen Riesenaufwand; man hat den Eindruck - und das ist so - daß diese Behörde mehr mit sich selbst beschäftigt ist als mit ihren "Kunden."

Diese Regierung gibt unvorstellbare Summen für Banken- und Eurorettung aus, ist aber nicht in der Lage, ein vernünftiges Arbeitslosenförderungssystem aufzustellen. Die Agenda 2010 ist auf der ganzen Linie gescheitert! Hartz-IV hat sich zu einem Folterinstrument für Billiglöhner entwickelt und Weise ist der oberste Antreiber. Das Fördern fehlt ja fast ganz, außer bei sinnlosen Bewerbungskursen von unqualifiziertem Personal für viel Geld.

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Walther Schmidt

Ich kenne auch einen, der das so macht

Das ist nämlich gar nicht so dumm. Man bekommt Hartz 4, arbeitet etwas dazu und steht sich im Ergebnis ebenso gut wie ohne Hartz 4 und mit voller Arbeitszeit. Zudem kann man noch die eine oder andere Arbeit ohne Rechnung machen. Aber das sind natürlich Einzelfälle. :-) Wie ist es eigentlich mit den tausenden von schwarzen arbeitenden Putzhilfen? Das ist doch in etwa das gleiche Geschäftsmodell.

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Cecile de Winter

Als Vorbild vorangehen!

Ich möchte Herrn Weise vorschlagen, auch einmal als Vorbild voranzugehen und seine Agentur inkl. der sie umgebenden Arbeitslosenindustrie endlich abzuschaffen, denn außer den hohen Kosten für den Steuerzahler, die übrigens ebenso hoch sind, wie die eigentlichen Transferzahlungen, werden dort weder Arbeitsplätze geschaffen, noch sozialversicherungspflichtige Jobs in relevanter Zahl vermittelt, von denen ein Mensch bei Vollzeitarbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
.
Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Jobcenter und die Ein-Euro-Job-Industrie sind daher allesamt Edel-Hartzer, die als Scheinbeschäftigte die übrigen Mitbürger drangsalieren, die wirtschaftlich nicht mehr verwertbar sind. Ansonsten passiert dort ganz offensichtlich: Nichts.
.
Wieviel 1. Klasse-Hartz bekommt Herr Weise also für sein Schmierentheater? Soll ich das als Steuerzahlerin angemessen oder sozial gerecht finden?

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mathias dumke

Unrentable Geschäftsmodelle?

Ok, da könnten bereits auf nationaler Ebene sämtliche Subventionen wie z.B. EEG und alles andere beendet werden, die Stromkosten der Bürger würden sofort um 1/3 sinken und die Steuer- und Abgabenlast würde sich vermutlich mehr als halbieren.
Und noch doller sieht es auf der Ebene der EU aus; sofort zu beenden wären die Mrd.-Subventionen für sämtliche Südländer und div. Banken.
Ach, geht nicht; im selben Moment würde die sog. "EU" kein einziges Tätigkeitsfeld mehr haben und wäre obsolet (und damit auch tausende von Bürokraten und "Politiker").
-Wohl doch nur ein Traum.

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Wilfried Ripl
Wilfried Ripl (juck) - 26.12.2012 14:19 Uhr

Ist Schwarzgeld von Bedeutung?

Gerade bei Selbständigen mit überwiegender Privatkundschaft sind Leistungen ohne Rechnung häufig, wie bei einem Messebesuch von mir unbekannten Besuchern berichtet wurde.
Dabei könnte es doch sein, dass Hartz noch ein Zuschlag ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 15:24 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 15:24 Uhr

das sind wirklich vernachlässigbare Fälle.

Selbständige bekommen von keiner Bank nur einen Cent wenn sie nicht ständig auch steigende Umsätze auf dem Bankkonto nachweisen.

Gerade die kleinen schwachen können nicht einen € schwarz machen weil die Bank das Finanzamt ja die Versicherung sofort alles abgreift und ein Monatsbeitrag Rückstand praktisch nicht mehr auszugleichen ist.

Der gesunde Betrieb je gesünder aber kann wirklich sehr viel schwarz ohne MWSt ohne Finanzamt einstecken.

Der schwache Selbständige hat keine Chance ja er riskiert seine Zukunft.

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Klaus Michael Strauss

Komplexität und Ineffizienz

"Externe Berater" für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben im Sozialbereich nötig? Trotz einer aufwendig betriebenen Fachhochschule des Bundes für Arbeitsverwaltung? Neuer Bereich für Auftragsgutachter, hoffentlich auskömmlich und zertifiziert?

Worum geht es wirklich am unteren Ende der Gesellschaft? Welches Maß an Stabilität der wirtschaftlichen Verhältnisse ist existentiell notwendig? Welches Verhalten und welche Verhältnisse entstehen in einem Umwelt von Restriktion und Konkurrenz?
Grauen, Scham und Trauer kann man nicht verdrängen, wenn man an die Bilder und Berichte aus dem Warschauer Ghetto denkt.

Staatsziel ist menschenwürdige Existenz für alle, ordnungspolitisch bestens gefördert mit Chancen für nachhaltige eigenverantwortliche Existenzgründung.
Die korporatistisch vernetzte Sozialindustrie dagegen benötigt Abhängige und scheitert seit Jahrzehnten an Komplexität und Ineffizienz zentralistisch autoritärer Bürokratie.

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Monika Schmidt
Monika Schmidt (Thandu) - 26.12.2012 14:07 Uhr

Wem nutzt das?

Die Diskussion um Überprüfung von Selbstständigen mit Hartz IV Zuschuss wäre ansich nur dann sinnvoll, wenn es Vollbeschäftigung gäbe, bei dem kein einziger abhängiger Angestellter durch Hartz IV aufstocken müsste. Es geht hier um 127.000 Menschen, die ansonsten wenig Alternativen hätten, ohne aufstocken zu müssen. Bedauerlicherweise haben wir Millionen von angestellten Hartz IV Aufstockern, die von ihrem geringen Verdienst auch nicht leben können, und es werden monatlich mehr. Inzwischen gibt es Aufstocker sogar bei namhaften Groß-Unternehmen, die diesem prekären Beschäftigungsverhältnissen undiskutiert auch weiterhin legal frönen können, und dadurch jährlich satte Gewinne einfahren. Warum eigentlich? Dies ist der weitaus größerer Skandal.

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Cecile de Winter

Als Vorbild vorangehen!

Ich möchte Herrn Weise vorschlagen, auch einmal als Vorbild voranzugehen und seine Agentur inkl. der sie umgebenden Arbeitslosenindustrie endlich abzuschaffen, denn außer den hohen Kosten für den Steuerzahler, die übrigens ebenso hoch sind, wie die eigentlichen Transferzahlungen, werden dort weder Arbeitsplätze geschaffen, noch sozialversicherungspflichtige Jobs in relevanter Zahl vermittelt, von denen ein Mensch bei Vollzeitarbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
.
Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Jobcenter und die Ein-Euro-Job-Industrie sind daher allesamt Edel-Hartzer, die als Scheinbeschäftigte die übrigen Mitbürger drangsalieren, die wirtschaftlich nicht mehr verwertbar sind. Ansonsten passiert dort ganz offensichtlich: Nichts.
.
Wieviel Hartz bekommt Herr Weise also für sein Theater? Soll ich das als Steuerzahlerin angemessen oder sozial gerecht finden?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 15:44 Uhr
Carlos Anton

Sehr treffend Frau De Winter

...allerdings haben Sie mit dieser Haltung gute Aussichten zum Staatsfeind zu avancieren, denn unser Staatswesen kennt zahlreiche überflüssige und gut bezahlte Posten (Tätigkeiten kann man es nicht nennen)...

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Christian Heine

Im Prinzip hat er recht, aber...

...unrentable Geschäftmodelle liegen ja auch dann vor, wenn Arbeitnehmer auf einer Stelle nur prekär als Aufstocker angestellt werden können. Auch hier wird ja ein offensichtlich unrentables Geschäftsmodell dauerhaft bezuschußt. Ohne die Zuzahlungen der Agenturen wären solche Umstände dauerhaft nicht möglich und ein solches Unternehmen, das sich keine ordentlichen Mitarbeiter leisten kann, am Markt nicht lebensfähig. Auch hier sollte man langsam mal ansetzen.

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Alexander Berndt

Sanktionsrekord

Da ist eine Gruppe von über 100.000 Menschen, die derzeit nicht sanktioniert werden können. Damit nächstes Jahr wieder ein Sanktionsrekord gemeldet werden kann, müssen auch diese in den Verwertungskreislauf (1€ Job [ja, viel effektiver], teure Maßnahmen, von denen die Anbieter profitieren, etc.) der Arbeitsagentur wiederaufgenommen werden...

Ja, ist zu provokant, aber wie schon andere schrieben, der kleine Mann darf nicht ein schlechtes Geschäftsmodell haben, die Arbeitgeber, die mit solchen Modellen (und das sind mehr als 100.000 Menschen!) andere ausbeuten, dürfen es, da wird kein Wort verloren...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 23:51 Uhr
Alexander Berndt

Eben nicht "jeder"

Ich schrieb nicht "jeder Arbeitgeber", ich schrieb ganz konkret:
"die Arbeitgeber, die mit solchen Modellen (und das sind mehr als 100.000 Menschen!) andere ausbeuten, "
Und damit meine ich die auch von anderen hier beschriebenen Modelle, wo sich der Gewinn des Unternehmens aus den eingesparten Löhnen zu einem großen Teil zusammensetzt, der über das Aufstocken dieser ausgebeuteten Arbeitnehmer faktisch vom Staat finanziert wird.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 15:16 Uhr

Der Arbeitgeber ist schon eine eher unzulässige Veralgemeinerung.

Jeder Arbeitgeber , jeder Selbständige , jeder Künstler .

Ob es nun der Bäcker, Friseur, der Wirt oder der Kneipje ja der Markt ist jeder muss ein gutes Einkommen generieren um den Betrieb dauerhaft nicht nur aufrecht erhalten zu können.

Jeder selbständige hat nicht die Gene eines Albrecht "Aldi" der bekannt den Preis bestimmt aber gleichzeitig vielen Hunderttausenden Selbständigen auch Bäckern , Metzgern, Tante Emma Läden jede Chance nimmt als selbständige zu existieren.

Selbständig zu sein ist zuerst oft aber auch später Entbehrung. Nur wer das alles selbst erlebt hat kann es nachvollziehen.

Ja der Anteil der Selbständigen die im Alter nur von Alterssicherung leben dieser unglaublich hohe Anteil zeigt das wahre Ausmaß.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 13:34 Uhr

Es geht sicher auch um viele Anfänger die eine Chance sehen.

Das dumme ist dass die meisten Betriebe glauben über den Preis ihre Selbständigkeit begründen zu können.

Erfolgreich aber ist immer nur der, der sein Geschäft nicht über den Preis sondern über ein sehr solides Marge zur dauerhaften Finanzierung definiert. Nur wer Menge und Preis seiner Leistung ausreichend hoch verkaufen kann ist auf keine Stütze angewiesen.

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26.12.2012, 11:45 Uhr

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