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Anklage erhoben Strauss-Kahn kommt gegen Kaution frei

 ·  Nur mit strengsten Auflagen darf Dominique Strauss-Kahn in Freiheit auf seinen Prozess warten. Er muss eine Million Dollar Kaution zahlen und fünf Millionen als Bürgschaft hinterlegen. Eine Grand Jury hat ihn offiziell angeklagt.

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Frank Garbe

@Josef Bujtor

Ich weiß ja nicht woher Sie Ihre abenteuerliche Behauptung hernehmen, die Kriminaltätsrate in den USA wäre geringer als in Deutschland. Ein Vergleich der öffentlichen zugänglichen Statistiken von BKA und FBI zeigt ein völlig anderes Bild. So werden, umgerechnet auf die Einwohnerzahl, in den USA mehr als doppelt soviel Morde, dreimal soviel Vergewaltigungen (dabei sei noch zu beachten, daß die Statistik des BKA sexuelle Nötigung mit einfasst, die des FBI ausschließlich Vergewaltigungen) und allgemein mehr als viermal soviele Gewaltverbrechen begangen.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 21.05.2011 01:39 Uhr

LINKE LYNCHJUSTIZ ja, aber auf welcher Seite???

Da versuchen die Linken Europas mit Lynchjustitz Amerika abzuschaffen. Ich finde es dreckig, wie jetzt der Amerika-Hass hoch gezogen wird. Da werden Widersprueche der amerikanischen Anklaeger hervorgehoben ABER DIE WIDERSPRUECHE des Herrn Strauss-Kahn werden VERSCHWIEGEN. Hat der GUTE Linke nicht mal gesagt, er hatte nichts mit der Frau zu tun gehabt und dann sprach er von sex mit Einvernehmen? Es ist auffaellig, wie der Amerika-Hass wieder mal angeheizt wird.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 20.05.2011 18:36 Uhr

@ Ullrich Schnappe: Prominente

Lieber Herr Schnappe, Sie wie ich und alle FAZ-Leser wissen bisher nicht, wie die Affäre sich im einzelnen abgespielt hat. Sie kennen die Presseagenturen und wissen wie ich, dass man nicht alles für bare Münze nehmen darf, was die mit der einen oder anderen Tendenz so verbreiten. Deshalb traue ich mir kein gültiges Urteil über Schuld oder Unschuld oder Irrtum des DSK zu. Einer sog. Honigfalle zum Opfer zu fallen ist nicht nur das Risiko von Prominenten. Deshalb irritiert mich Ihr Reflex, an Prominente andere Maßstäbe anzulegen als an andere Personen. Was mich an einer Verschwörung zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass man - wie verlautet - eine schwarze muslimische Einwandererin aus Guinea mit Kind für den Zweck auserkoren haben sollte. In New York laufen bestimmt zahlreiche abgebrühte Damen herum, die besser geeignet gewesen wären und die man besser hätte instruieren können. Der Einwand, die Frau sei ahnungslos in eine für DSK gestellte Falle geschickt worden, zieht nicht. Denn niemand hätte wissen können, dass dieser so ausgehungert nach Weiblichkeit sein würde, dass er das erstbeste Zimmermädchen anfällt. Anders ausgedrückt: Die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs wäre viel zu hoch gewesen.

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Hans Meier

@Josef Bujtor, die Kriminalstatistik beruht auf Anzeigen

Lieber Herr Bujtor,
.
die Kriminalitätsraten werden in Deutschland aufgrund der Polizeilichen Kriminalstatistik errechnet, in die alle Anzeigen eingehen. Auch diejenigen, die später nicht zu einer Verurteilung führen. (Siehe: Wikipedia, Polizeiliche Kriminalstatistik).
.
Wenn wir wirklich Zustände wie in den USA wollen, dann brauchen wir nicht nur die Todesstrafe für Jugendliche, sondern auch eine bessere Ausstattung der hart arbeitenden gesetzestreuen Bürger mit Schnellfeuerwaffen und Panzerfäusten.

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Christian Oppenländer

@Hans Meier: Kriminalitätsraten

Verstehe ich Sie richtig, dass sie in der milden Bestrafung hierzulande einen Grund sehen, warum unsere Kriminalitätsrate niedriger ist? (falls das stimmt). Bei einer solch multifaktoriellen Größe ist der Vergleich absurd, in den USA ist das soziale Netz quasi nicht-existent.
.
Vergleichbar wäre, wenn man sich weigert, in einen neuen BMW Airbags einzubauen, weil die Fiats in Pakistan mit Airbag mehr Verkehrsopfer fordern.

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Monis (Monis) - 20.05.2011 16:32 Uhr

Steht das nächste Opfer schon in der Warteschlange?

Wenn man das liest
Zitat aus diesem Artikel: "Strauss-Kahn, vor einer Woche noch einer der mächtigsten Männer der Welt, saß die vergangenen Tage in einer Einzelzelle auf Rikers Island, einer Gefängnisinsel im New Yorker East River mit 14.000 Insassen.
Wer den freigewordenen Posten besetzen soll, darüber streiten sich die Länder nun"
>
könnte man auf die Idee kommen, des ginge um den freigewordenen "Posten" auf Rikers Island...
So schnell werden sinnliche Inhalte verdreht.
Wieso hat Strauss-Kahn jetzt auf einmal die Zimmertür zugeworfen als das Mädchen den Raum betreten hatte? Anfangs sagte sie doch wohl, er sei "dann nackt aus dem Bad gekommen" und es wurde noch was von einem Kollegen irgendwann gefaselt, der angeblich eingeschritten sei. Wie konnte der das mitkriegen bei zugeworfener Tür? Die werden ja in so einem Nobelhotel keine billigen Papptüren haben, wo man hören kann, was der Nachbar für Zeitungen liest...

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 20.05.2011 16:12 Uhr

@Herr Hans Meier, ich gehe davon aus, dass sie die USA mit der "viel hoeheren"

Kriminalitaet meinen. entweder sind SIE nicht richtig informiert oder wollen Sie falsch informeiren. Das Verbrechen ist eher bei uns hoeher als in den USA. Der Unterschied ist, dass man noch lange nicht als verbrecher gesehen wird bei uns, wenn man einen alten Mann niederschlaegt, was in den USA zum Todesurteil fuehren kann. Verbrechen, die in Amerika bestraft werden, werden of bei uns nicht einmal verfolgt. New York ist heute sicherer als Berlin. Selbst als das Verbrechen in Amerika im Aufstieg war, habe ich in New York auf der Strasse geschlafen. In Berlin wuerde ich das nicht wagen.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 20.05.2011 16:07 Uhr

Wenn es schon bei uns fraglich ist, ob jeder vor dem Gesetz gleich ist,

so sind diesbezügliche Zweifel am amerikanischen Rechtssystem erst recht angebracht: Einen "x-beliebigen" Täter würde man - auch gegen eine für sein Einkommen angemessene Kaution - nicht auf freien Fuß setzen. Und erst recht keinen Schwarzen in gewissen Südstaaten.

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Frank Garbe

@Karin Stutz

Der Flug war lange geplant und gebucht. Was hat es also mit Flucht zutun, wenn der Chef des IWF's zu einer lang geplanten Dienstreise aufbricht?

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Carlos Anton

Vulgaritaet des Rechtssystems der USA

In mancher Hinsicht ist das amerikanische Rechtssystem ausgesprochen vulgaer. Es stellt die Verdaechtigungen, die zu diesem Zeitpunkt als unschuldig zu gelten haben, zur Schau und befriedigt damit die niedrigsten Beduerfnisse Oeffentlichkeit. Gleichzeitig nimmt man dem Verdaechtigten vor aller Augen seine Wuerde. Man koennte das auch als soziale Lynchjustiz bezeichnen, denn dieser Spiessrutenlauf ist bereits eine Hoechststrafe, ohne dass ein Urteil gefaellt wurde.
Es gehoert auch zu dieser Vulgaritaet, dass Vertreter von Anklage und Verteidigung auf Kosten des Angeklagten eine Art Starstatus erlangen. Staranwaelte verdienen Millionengagen mit solchen Faellen und die Staatsanwaelte bewerben sich spaeter fuer hohe politische Aemter. Nicht zu vergessen die Medien, die an diesem Zirkus auch gut verdienen. Es gibt also maechtige Interessengruppen, die von diesem grausamen Spiel profitieren.
Da sind die Europaer noch um einiges kultivierter, wenn wir leider auch immer mehr von den USA uebernehmen (siehe Fall Kachelmann).
…aber vielleicht gehoert, was ich nicht hoffe, eine gewisse Vulgaritaet zur echten Demokratie. Das wuerde jedoch zeigen, dass eine Demokratie ohne stabile Rechtstaatlichkeit nicht erstrebenswert ist...

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Rolf Horstig

@ Walter Schlichtenbrede (FAZ.Kritiker) „Dieser Prozeß läuft ins Leere“

„Dieser Prozeß läuft ins Leere“
Wieso das denn?
Der Mann ist doch schon ruiniert!
Er ist von seinem jetzigen Amt zurückgetreten und wird für die Präsidentschaft in Frankreich wohl nicht kandidieren.
Da kann man doch wohl nicht sagen, „der Prozeß läuft ins Leere“! Selbst wenn der Gerichtsprozeß vor Gericht zu keinem Ergebnis führen sollte; der Fall hat doch schon ein sehr signifikantes Ergebnis.

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Henning Freese
Henning Freese (hfreese) - 20.05.2011 15:12 Uhr

Wie will die Staatsanwaltschaft den Prozess überhaupt ernsthaft angehen?

Ich frage mich beim genaueren Stöbern hier auf FAZ und sonst im Internet immer wieder wie die Staatsanwaltschaft DSK überhaupt die angeblichen Verbrechen nachweisen will.
Wenn ich das bisher richtig verstanden habe gibt es keinen einzigen Beweis.
Es ist also nichts weiter als ein Indizienprozess. Das Wort des möglichen Opfers gegen das Wort des Angeklagten. Wir haben hier ja noch nicht einmal Spermaspuren oder Hämatome die einen Anhaltspunkt geben würden.
Klingt irgendwie alles nicht ganz einwandfrei. Auch die Kaution ist völlig überzogen.
Ich hoffe Frankreich und insbesondere die EU macht ordentlich Druck um DSK nach Frankreich auszuliefern. Es ist doch eine Anmaßung ihn in dem Rechtssystem anklagen zu wollen. Nehmen wir mal an er wird wirklich nur durch Indizien zu 25 Jahren Haft verurteilt... meiner Meinung nach unverzeilich.

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Markus Dahl
Markus Dahl (MD_ADV) - 20.05.2011 15:12 Uhr

Vielleicht sollte sich mal die Fakten anschauen ...

Die bisherigen Kommentatoren betrachten mir zu wenig die Fakten:
1. Die Beweislage spricht wohl auf Basis der vorliegenden Fakten eindeutig gegen DSK.
2. Dass das Justizsystem in den USA so ist, wie es ist, bedarf keiner weiteren Kommentierung. Wenn ich mich dort aufhalte unterliege ich dem dortigen Recht und habe mich gefälligst nach dem zu richten. In diesem Zusammenhang kann man DSK sowieso nur gatulieren: hätte er so etwas in Frankreich gemacht, wäre er wahrscheinlich glimpflich weg gekommen. Aber wer gewaltsam versucht sein bestes Stück einer Frau in den Mund zu stecken (und das in NY!!!), scheint nicht alle beisammen zu haben.
Nach meiner Einschätzung wird DSK daher eine Haftstrafe erhalten, die in ihrer Höhe (aus meinem subjektiven empfinden) wahrscheinlich zu hoch sein wird. Das ist aber amerikanisches Recht. Dass er aber bestraft wird, halte ich für korrekt. Er hat in der Vergangenheit anscheinend desöfteren solche bzw. ähnliche Dinge getan, ist aber dafür immer mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt scheint er den Bogen überspannt zu haben.

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Hans Meier

Was Sie sich auch noch fragen sollten, Herr Oppenländer

ist aber auch, in welchem Land die Kriminalitätsrate (Gewaltverbrechen) höher ist.

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karin stutz

Diese hohen Sicherheits Vorkehrungen

sind vielleicht noetig weil DSK ja an Bord eines Flugzeuges verhaftet wurde, sah mir sehr nach Flucht aus.

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Johann Tasio
Johann Tasio (jokato) - 20.05.2011 14:46 Uhr

Was ich mich frage ...

@Christian Oppenländer:
Was ich nicht verstehen kann, ist dass offenbar selbst die Mehrheit der klugen FAZ-Leser glaubt, das brutale amerikanische Justizsystem (bis hin zur Todesstrafe?) garantiere eine zivilere Gesellschaft mit weniger Straftaten. Das Gegenteil ist richtig, man vergleiche nur einmal die USA mit dem viel liberaleren Canada, wo nicht jeder mit einer Knarre durch die Gegend läuft.
.
Im übrigen: Niemand von uns kennt die Wahrheit, gleichwohl geifert die ganze Welt angesichts der öffentlichen Hinrichtung von DSK. Unschuldsvermutung? Kennen wir nicht, interessiert uns nicht.

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Roland Magiera

Ein ganzes Schachspiel im Kopf spielen können, aber seine Grenzen nicht kennen

Für mich ein geradezu klassischer Fall von Cäsarenwahn. Den Bodenkontakt er völlig verloren hat.
Nein, vergewaltigt hat er sie wohl nicht, aber ihre Zustimmung mit seiner Macht erpresst. Ein Wink mit dem Zeigefinger von ihm und sie wäre arbeitslos und das hat er ihr verdeutlicht. Wenn schon nicht direkt, dann durch die sprichwörtliche Blume.
Und der Grund, warum mit ihm so hart umgesprungen wird, ist auch so simpel, dass es mich wundert, dass das kaum einer sieht. Eben seine hochexponierte Stellung ist der Grund dafür, da andernfalls der IWF, die USA und evtl. der gesamte Westen gegenüber China und den Entwicklungsländern das Gesicht verliert. Ein Trottel er ist, so etwas nicht zu wissen, ein wahrer Trottel und ein Fall von Cäsarenwahn für's Lehrbuch, der Nero hielt sich auch für unverwundbar, bis er sich die Klinge an die Kehle setzte musste, ebenso wie der Caligula, umso härter schließlich die Strafe. Nichts Neues, weder im Westen noch im Osten noch sonst irgendwo auf der Murmel.

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Frank Garbe

@Eberhard Au

Die Grand Jury dient nur als Instrument der Staatsanwaltschaft um der Öffentlichkeit die Rechtmässigkeit einer Anklage vorzugaukeln. Eine Grand Jury tagt immer unter Ausschluß der Öffentlichkeit und des Angeklagten und dessen anwaltlischen Beistand. Die Grand Jury ist ein fabelhaftes Beispiel für das Totalversagen der us-amerikanischen Rechtstradition, sie ist ein fundamentaler Verstoß gegen die Unschuldsvermutung und die Rechte von Verdächtigen. Die meisten Bundesstaaten haben dies erkannt und diesen Unfug daher abgeschafft. Dort entscheiden Richter nach Anhörung aller Beteiligten über Anklage oder Abweisung. Der Staate New York gehört allerdings nachwievor zu den Law and Order Staaten die dieses Instrument einsetzen.

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Eberhard Au
Eberhard Au (Mystagog) - 20.05.2011 14:15 Uhr

Verfahrensfrage

Wieso wurde die Frau von der Grand Jury angehört, DSK aber nicht?

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Georg Eisenmann

@Peter Slater

Herr Slater,
- woher wissen Sie denn, daß die Famillie SKs eine "Bankenfamilie" ist? Wer hat wann für welche Bank gearbeitet?
- woher wissen Sie denn, daß seine Famillie (was ist damit genau gemeint, seine Eltern, Großeltern...?) den deutschen Staat betrogen hat und gerade deshalb fliehen mußte?
Ich habe im Netz nichts über seine Vorfahren gelesen - bitte nennen Sie Ihre Quelle.

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