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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Andreas Voßkuhle Moderator und Außenminister

 ·  Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, muss abermals über den Euro urteilen. Er versteht es, dabei Würde und Nüchternheit zu wahren.

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Franz Becker
Franz Becker (FBXL9) - 10.07.2012 14:39 Uhr

Germany-BLOWING IN THE WIND

Für den deutschen Bürger stellt sich die Lage politisch wie ökonomisch als sehr fatal dar: Verraten, verdrängt und verkauft sind die langfristig und mühsam erarbeiteten substanziellen Werte in Gefahr:
1.Verraten, weil die Souveränität einer erfolgreichen Nachkriegs-Aufbau- und Integrationsarbeit(12 Mio Flüchtlinge, ca. 4Mio Gastarbeiter) durch Aufgabe der nationalen Währung gefährdet wurde.
2. Verdrängt, weil immer häufiger die Politik als "alternativlos" hingestellt wird und jahrzehntelanges Versagen von öff.Verwaltung (z.B.Maastricht-Vertrag, Verfassungsschutz) toleriert wird.
3. Verkauft durch ein "Fast-Food-Meldegesetz", als in 57Sekunden im Bundestag die rechtlichen Grundlagen für den Adressenverkauf je gemeldetem Bürger für 9€52Cts.(inkl.Mwst.)gelegt wurden("Es geschah am 28.6., als Deutschland nicht nur das Fußballspiel verlor..."), zusätzlich Verkauf der langfristigen Interessen durch EFSF- und geplante ESM-Regelungen, die Deutschland mind. 60Jahre Zukunft kosten.

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Otto Meier

Voßkuhle hat den schwarzen Peter.

Von der Entscheidung des BVerfG hängt nun alles ab. Sollte es den ESM durchwinken, käme das in meinen Augen dem Ende der Demokratie, zumindest der parlamentarischen Demokratie gleich. Und die Gefahr, daß das BVerfG viel von seinem Glanz verlöre, ist unbestreitbar.

Nach der Agenda 2010 wird der ESM das ruhige und beschauliche bundesdeutsche Leben endgültig beenden, davon bin ich überzeugt. Die Staatsverschuldung wird schnell und deutlich steigen und sich in einen Wettlauf mit Sozialabbau und zunehmender Verarmung begeben. Deutschland wird nie wieder das sein, was es einmal war.

Die Verantwortung für derartige Entscheidungen ist in meinen Augen selbst für das BVerfG zu hoch. Derlei weitreichende Entscheidungen bedürfen eines Konsenses in der Gesellschaft, der letztlich nur durch einen Volksentscheid herbeizuführen ist. Ein zustimmender Schnellschuß jetzt, könnte die Gesellschaft endgültig spalten und zu unvorhersehbaren Folgen führen.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 09.07.2012 11:35 Uhr

Voßkuhle ist unsere letzte Hoffnung

Hoffentlich lassen sich die Karlsruher Richter nicht von irgendwelchen Wadenbeißern einschüchtern. Es ist einfach nur beschämend, dass Politkomiker wie Lambsdorff u.a. die Urteilsfähigkeit der höchsten deutschen Richter anzweifeln: "Manche Beobachter kritisieren zu Recht, dass die Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht mit allen Vorgängen in Europa ausreichend vertraut sind. Deshalb kommt es gelegentlich zu Fehleinschätzungen aus Unkenntnis."

Gelegentlichen Fehleinschätzungen? Sind diese sogenannten Volksvertreter eigentlich noch bei Verstand? Ich zweifel nicht an Karlsruhe, ich frage mich, ob im Bundestag überhaupt denkfähige Leute sitzen. Beispiel: Die 57-Sekungen-Abstimmung zum Meldegesetz lässt einen nicht nur zweifeln, sondern verzweifeln.

Die Einflussnahme auf die Karlsruher Richter ist gelinde gesagt eine Sauerei, die hoffentlich diese Richter unbeeinflusst lässt. Sonst wäre das GG und auch Karlsruhe obsolet.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 09.07.2012 10:34 Uhr

Mehr Macht

An Hand des Artikels wird eher klar weshalb Voßkuhle es ablehnte Bundespräsident zu werden: Als Präsident des Bundesverfassungsgerischtes besitzt er mehr Macht. Soviel Macht, wie es einer leberalen Demokratie nicht unbedingt gut bekommt. Wenn Voßkuhle tatsächlich der SPD und dem Sozialstaat so "nahestehen" sollte und gegen eine Vertiefung der Integration urteilen sollte, haben SPD und die Grünen gravierende Probleme, nicht nur hier, sondern in ganz Europa. Über eines sollten sich Befürworter und Gegner des EEG und auch des Atomausstieges sicher sein; bei vertiefter Integration wäre der Atomausstieg nicht haltbar und es hätte ihn auch nie gegeben.

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Heiner Dehling
Heiner Dehling (heintje) - 09.07.2012 10:27 Uhr

Der Sache verpflichtet

Herrn Voßkuhle sollte sich nicht einschüchtern lassen vom Druck, der am heutigen Tage gegen ihn aufgebaut wird - siehe "ESM: Verfassungsrichter geraten unter Druck" auf t-online.de. Er sollte der Sache verpflichtet sein, nämlich, ob die ESM-Beschlüsse noch verfassungs- und GG-konform sind oder nicht. Wenn nicht, dann hat die Politik schlicht "Pech" gehabt und muss sich etwas neues ausdenken.
Ich schätze Herrn Voßkuhle so ein, dass er die persönliche Anerkennung und den müden Applaus von Leuten wie Alexander Graf Lambsdorff, Norbert Lammert, Reiner Brüderle, Siegmar Gabriel und Martin Schulz emotional nicht benötigt - denn mal ehrlich, Herr Voßkuhle: So richtig ernst kann man bei gesundem Menschenverstand diese Leute doch auch nimmer nehmen, oder?
Ein Urteil gegen den ESM wäre nicht der Weltuntergang, den einige befürchten. Da in unserer globalen Gesellschaft nur - und nur noch - das Geld und der Betrug zählt, wäre es sogar wünschenswert Betrüger einmal mit sich selbst zu konfrontieren.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 09.07.2012 10:18 Uhr

Würde und Nüchternheit...

Das ist doch piepegal. Er muss nach dem Buchstaben des Gesetzes Recht sprechen. Und im Fall der Eurorettung ist das wohl eindeutig. Wenn er hier dehnt, wird diese Gesellschaft ihm und seinen (dann de facto) Politikerkollegen aus den Parteien um die Ohren fliegen.

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Uwe Ellinghausen

„Der Rahmen ist weitgehend ausgeschöpft.“

Ich kann nur hoffen, dass Herr Vosskuhle sich dessen bewusst ist. Jetzt muss dass Volk entscheiden ob es weiterhin gewillt ist, die leichtfüßigen Verschwender der Eurozone weiterhin am Trog des deutschen Steuerzahlers zu nähren. Hier kann nur ein Referendum entscheiden. Oder hat man als deutscher Staatsbürger nur noch das Recht die Klappe zu halten und zu zahlen?

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 09.07.2012 01:04 Uhr

Abwarten

Bitte keine Vorschußloorbeeren, erst mal abwarten ob der Herr Voßkuhle nicht vielleicht doch noch ein "furchtbarer Jurist" wird.

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Tyler Durden Volland

An ihm erkennt man unser Probelm....

Allein der Umstand, dass man permanent NUR über Andreas Voßkuhle berichtet zeigt, welches Problem in diesem Lande überall zu Grunde liegt.

Kompetente Leute auf solchen Posten sind Ausnahmen....

Das ist in Politik wie Justiz dasselbe. Die Macht liegt auf nahezu allen Sektoren des Staates bei unsichtbaren Fädenziehern im Hintergrund, und die Lobbyisten, und das ist das Traurigste, alle unsere Meinungsmachenden und manipulierenden Medien arbeiten an vorderster Front.

Das Resultat ist eine zerstörte Demokratie. Wir leben schon längst in der Zeit der Post-Demokratie. Gerade die Medien haben ganze Arbeit geleistet.

So gut es ist, dass es Andreas Voßkuhle gibt, so traurig ist, dass es so wenige seiner Art gibt, gerade heutzutage, wo wir seinesgleichen dringend brauchen.

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 08.07.2012 23:26 Uhr

Hoffentlich!

Versteht er es auch, das Grundgesetz zu wahren.

Sonst nützen ihm und uns auch Würde und Nüchternheit nichts mehr.

Ich halte es jedenfalls nüchtern nicht mehr aus, mit anzusehen, wie man die gemeinen Malocher in diesem Land in dauerhafte Geißelhaft nimmt. Mit Würde hat das für mich nichts mehr zu tun.

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Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

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