Home
http://www.faz.net/-gqg-155v5
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Amerika AIG-Manager zahlen Boni teilweise zurück

24.03.2009 ·  Nach einem Sturm der Entrüstung über Boni-Zahlungen bei dem Versicherer AIG zahlen nun einige Nutznießer ihre Prämien zurück. Neun der zehn Manager mit den höchsten Zulagen hätten sich hierzu bereit erklärt, sagte der verantwortliche New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo.

Artikel Bilder (2) Video Lesermeinungen (0)

Nach einem Sturm der Entrüstung über Boni-Zahlungen bei dem Versicherer AIG zahlen nun einige Nutznießer ihre Prämien zurück. Neun der zehn Manager mit den höchsten Zulagen hätten sich hierzu bereiterklärt, sagte am Montag der verantwortliche New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo.

Cuomo betonte, einige Begünstigte hätten sich geweigert, das Geld zurückzugeben. Darunter seien viele Empfänger außerhalb der
Vereinigten Staaten. Laut „New York Times“ flossen nach Worten Cuomos rund 47 Prozent der Prämien an Amerikaner. Mehr als 400 AIG-Mitarbeiter hätten Prämien bekommen. Cuomo hofft, insgesamt 80 Millionen Dollar und damit knapp die Hälfte der am 15. März ausgeschütteten Boni-Ausschüttungen zurückzubekommen.

Wie die „Washington Post“ berichtet, haben bis zum Montagnachmittag 18 von 25 Topmanagern der Rückgabe der Prämien zugestimmt. Das stelle mehr als 50 Millionen der insgesamt 165 Millionen Dollar (rund 120 Millione Euro) an Boni dar.

Die höchste Prämie habe sich auf 6,4 Millionen Dollar belaufen, hieß es in der „New York Times“ unter Berufung auf Cuomo. Sechs Mitarbeiter haben laut Cuomo jeweils mehr als vier Millionen Dollar erhalten. Cuomo untersucht, ob die Zahlung von Zulagen rechtmäßig war, weil AIG lediglich durch Staatshilfen in Milliardenhöhe am Leben gehalten wurde (Porträt: Der neue Sheriff der Wall Street).

Möglicherweise müssen die Manager ohnehin einen Großteil des Geldes an den Staat zurückzahlen: Das Repräsentantenhaus hatte in der vergangenen Woche eine 90-prozentige Strafsteuer für Manager von Unternehmen erlassen, die Staatshilfe erhalten (siehe AIG: Repräsentantenhaus für Strafsteuer auf Manager-Boni ). Die Zustimmung des amerikanischen Senats zu der Gesetzesvorlage gilt allerdings noch als fraglich. Zuletzt hatte der amerikanische Präsident verfassungsrechtliche Bedenken geäußert (Obama hegt Bedenken gegen Bonussteuer).

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Freiheit des Rauchers

Von Winand von Petersdorff

Verbote und Steuern zeigen Wirkung, vor allem bei jungen Leuten. Für Liberale ist das schwer zu schlucken. Mehr 6 8

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK
10.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.692,96 −1,41%
FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.947,17 −0,61%
EUR/USD 1,3195 −0,67%
Rohöl Brent Crude 117,61 $ −0,91%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,62 € +1,01%