11.05.2004 · Die Renten werden künftig besteuert, die Vorsorge bleibt dafür steuerfrei. Das soll Anreiz sein, sich stärker privat abzusichern. Welche Strategie am besten paßt, hängt ab vom Alter und Familienstand - FAZ.NET-Spezial.
Von Dyrk ScherffDie Renten stehen vor der größten Reform seit dem Krieg. Vom kommenden Jahr an müssen Ruheständler zunächst die Hälfte ihrer Renten und dann schrittweise immer mehr versteuern. Im Jahr 2040 sind es schließlich 100 Prozent. Auch ein Teil der Erträge aus der beliebten Lebensversicherung muß künftig an den Fiskus abgeführt werden.
Gleichzeitig werden die eingezahlten Vorsorgebeiträge im Gegensatz zu heute zunehmend steuerfrei. So hat es der Bundestag gerade beschlossen und so soll es der Bundesrat am Freitag endgültig absegnen. Die Union, die dort die Mehrheit hat, will grundsätzlich zustimmen, offen ist, ob in ein Vermittlungsverfahren noch kleine Änderungen bringt.
So könnte die Besteuerung der Lebensversicherungen etwas abgemildert werden. Unabhängig vom endgültigen Beschluß ist klar: Während sich die Jüngeren über mehr Geld in der Tasche freuen dürfen, zahlen geschätzte 3,3 Millionen Rentner 2005 Steuern. Für alle bedeutet die Umstellung: Altersvorsorge anpassen und prüfen, ob man noch von den alten Regeln profitieren kann. Die gelten noch für alle Verträge, die bis Ende 2004 abgeschlossen werden.
Dyrk Scherff Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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