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Altersversorgung Heftige Attacke gegen die Riester-Rente

 ·  Lohnt sich die Riester-Rente? Oder sollten Geringverdiener das Geld lieber ausgeben? Ein Fernsehbeitrag der ARD greift die staatlich geförderte Privatrente als nutzlos an. Die Regierung weist die These als abstrus zurück. Die Opposition fordert eine Reform.

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harald schneider

30 Jahre Arbeit bis man über die Sozialhilfesätze hinauskommt.

Das ist doch der eigentliche Skandal für den durchschnittlichen Arbeitnehmer. Denn die Grundsicherung ist doch nichts anderes als die Sozialhilfe für Ältere. Leider trieft aus einigen der Kommentare die Naivität gegenüber Politikeraussagen nur so heraus. Die Wiedervereinigung wird die Bürger nichts kosten (H. Kohl). Tja, leider falsch, sie kostete die Rentenkassen Gelder, die sie nicht (mehr) hat. Die Sozial-kassen werden von unserer Politik seit Jahrzehnten als stille Verfügungsmasse mißbraucht, um unbequeme Warheiten auf die Amtsnachfolger zu verschieben. Wer weiss denn noch, dass der staatliche Zuschuß zum Gesundheitssystem der gesetzlichen Krankenkassen ein Ausgleich für gesamtstaatliche Leistungen ist. Aber wen interessiert es, da er ja großzügig 2008 auf 4,x Milliarden Euro angehoben werden soll. Da war er 2006 allerdings auch schon, bevor er auf 2.3 Milliarden abgesenkt wurde. Politik nach Kassenlage hat hier bei allen Parteien Konjunktur.
Daher kann niemand sicher sein im Alter seine Rente geniessen zu können, denn die Politik findet sicher eine gerechtere Verteilung für das Geld.

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Andreas Westerbarkei

Sendung hat sich doch gelohnt...

Die Sendung bei MONITOR hat sich doch gelohnt, plötzlich wird ernsthaft diskutiert, plötzlich wird argumentiert oder dementiert, fast täglich sind Meldungen in den Hauptnachrichten. Da fragt man sich doch, ist also doch was dran an den Meldungen?

Das Beispiel von der alleinerziehenden Mutter im Artikel geht, wenn ich richtig sehe, davon aus, daß der Arbeitsplatz nicht verlorengeht und daß eine Vollbeschäftigung eines Tages tatsächlich möglich ist.
Die Realität sieht für viele allerdings häufig anders aus. Unterbrechungen, Verlust des Arbeitsplatzes, Zeiten der Arbeitslosigkeit, Teilzeitbeschäftigungen etc.
Und wer im Osten lebt, muss seit der "Wende" vor vielen vielen Jahren noch immer damit leben, dass es niedrigere Ostlöhne für dieselbe Arbeit gibt.
Wer Vermögen anspart, wer Rücklagen anlegt und vorsorgt, darf auf keinen Fall arbeitslos werden... Und wer wenig hat und in diesen Zeiten Kinder erzieht, kann auch nur wenig ansparen für´s Alter.

Ich habe Glück, habe einen Teilzeitarbeitsplatz als Heilpädagoge, werde zwar als Erzieher eingestuft und vergütet - kann mit meinen Abgaben mit Unzähligen anderen sorgen, daß z.B. unsere Elterngeneration wenigstens jetzt eine gute Rente bekommen.


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Georges Koch
Georges Koch (Riesland) - 12.01.2008 22:38 Uhr

Rente

Es ist wie mit der Ehe.
Ich dachte immer ein Vertrag ist ein Vertrag.
Fehlanzeige.
Ich heirate unter den heute geltenden rechtlichen Vorrraussetzungen und ohne, dass ich etwas dagegen tun kann wird der Vertrag morgen einfach geändert, mit gravierenden Folgen für mich.
Machen kann ich dagegen nichts.
Mit der Rente ist es genauso oder noch schlimmer.
Zwangsweise muss ich einzahlen, aber was ich später bekomme weiß ich nicht.
Die Politiker entscheiden nach Belieben, geradeso wie sie nach Belieben ihre eigenen Renten beschliessen.
Was ist daran gerecht?
Ich werde meinen gerade vor zwei Wochen abgeschlossenen Riester-Vertrag wieder kündigen.
Den Politikern zu vertrauen bringt nichts!!

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Peter Kumm
Peter Kumm (pulli) - 12.01.2008 16:18 Uhr

Riester-Rente

Eine unverantwortliche Sendung, die Menschen von Eigenverantwortung abhalten soll!

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KLAUS Krueger
KLAUS Krueger (sopher) - 12.01.2008 09:49 Uhr

Riester, Rente?

Ich meine und das ist nicht unbegründet: Nachdem unsere Politiker der großen Parteien die "Normale Rente" an den Abgrund gefahren haben, das kann jeder dokumentiert nachlesen. Sind sie es leid, die Milliardensummen , die sie aus der Rentenkasse abgezweigt haben wieder einzuzahlen. Dafür ist es unter den heutigen Bedingungen ja auch fast zu spät. Zusätzlich haben sie für die Finanzierung der DDR-Renten und der Renten für die mal irgendwann im Ausland gezahlt wurde, und deren Empfänger jetzt im Inland wohnen keine Anschubfinanzierung aus Steuergeldern geleistet, sondern die Rentenkassen kannibalisiert. Zusätzlich kommt das Problem der vielen neuen Rentenempfänger, die sich ihren Renteneinstiegszeitpunkt nicht aussuchen konnten. Das Prinzip Vorsorge wurde dauernd sträflich vernachlässigt. Aber dafür gibt es keine Strafen. Und Riesterrente ist nach den neuen Erkenntnissen ein Feigenblatt, das für die Bedürftigen an Betrug grenzt. Ich würde, wie der alte Preußische König, Leierkästen an die bettelnden Rentner der Zukunft verteilen, da liegt noch ein riesiges Sparpotential. Aber wer freut sich heute noch, wenn die Musik spielt?... und wer singt die Wahrheit (im Wahlkampf)?

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Marco Vogt
Marco Vogt (VogtNbg) - 12.01.2008 09:26 Uhr

Und immer wieder: Die Alleinerziehende als Beispiel

wie mich das langsam in unserer Gesellschaft ankotzt.

Den Alleinerziehenden gibt es im offiziellen gegen das Antidiskriminerungsgesetz verstoßenden Sprachgebrauch nicht, die Alleinerziehende muss aber immer als Härtefall und Beispiel herhalten.

Warum soll die Gesellschaft für Lebensentwürfe haften, die nicht funktionieren, weil die Beteiligten zu leichtsinnig, zu egoistisch, oder schlicht unfähig sind Bindungen einzugehen, die eine Sozialstaatesgesellschaft auch nicht mehr verlangt?

Bitt bringt endlich wieder Realitätsnahe Beispiele! Die Mehrheit der Kinder wächst immer noch in intakten Familien auf, sei es mit oder ohne Trauschein! Die Mehrheit der Erziehenden lebt in solchen Gemeinschaften!

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Karin Telljohann

Beispiel im Artikel, warum sich Riesterrente doch lohnt, ist unrealistisch

In dem Artikel wird unten das Beispiel einer Frau gebracht, die ein paar Jahre halbtags arbeitet, um nach der Familiephase wieder ganztags zu arbeiten. Dabei wird davon ausgegangen, dass sie dann bis zum Alter von 65 bzw. 67 Vollzeit arbeiten wird und dadurch kommt man zu dem Ergebnis, dass sich die Riesterrente für die Frau in dem Beispiel lohnt.

Diese Annahme ist sehr unrealistisch, denn spätestens ab einem Lebensalter von 55 Jahren wird zur Zeit ca. die Hälfte der Erwerbstätigen aus dem Arbeitsprozess aussortiert und kommt in der Regel nach 1-2 Jahren Bezug von Arbeitslosengeld in den Bezug von Hartz IV hinein, wodurch sich die Einzahlungen in die Rentenversicherung beträchtlich verringern.

Das bedeutet, dass in Deutschland in einigen Jahren eine sehr große Anzahl von Menschen von diesem Problem betroffen sein wird. Zahlreiche zukünftige Rentner werden dadurch in die Altersarmut abrutschen, obwohl sie guten Glaubens waren, mit der Riesterrente etwas gegen Alterarmut zu unternehmen.

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michael blume

Gesetzliche rente

für alle die mal wieder auf die "sozis" schimpfen
die gesetzliche rente wurde unter Adenauer von einer kapitalgedeckten auf eine
umlagegedeckten rente umgewandelt. der letzte Zeitpunkt sie wieder zu wechseln war mitten in der zeit von Helmut Kohl ,wegen der Bevölkerungsentwicklung. wir haben auch nur ein verteilungsproblem da ja die wertschöpfung je mensch in deutschland wahrscheinlich nicht geringer wird.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 11.01.2008 18:59 Uhr

Durch „riestern“ auch keine menschenwürdige Grundsicherung!

Monitor hat nichts in die Welt gesetzt,was in dieser nicht Wirklichkeit wäre.Nicht nur heutige Geringverdiener,sondern auch die Masse prekärer Selbstständiger gehen einer unguten Rentenzukunft entgegen.Und selbst der sog. Mittelstand kann sich auf eine sichere Rente nicht mehr verlassen.Angesichts dieser Tatsachen und auch der Verfallserscheinungen in der gesetzlichen Rente,dürften jedem der klar denken (und vor allem rechnen) kann doch einleuchten,dass jedes Mini-Sparen in solche Löcher rausgeworfenes Geld ist.Aber genau um dieses rausgeworfene Geld geht es dem Kapital,also in diesem Fall den privaten Versicherern. Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen (Zeit oder FAZ),in dem das deutsche Kapital sich darüber beschwerte,dass in Deutschland so viel Geld in einfachen Sparbüchern vergammele, ganz im Gegensatz zu den USA, wo doch jeder arme Hund privat vorsorgen müsse.Also erfand man die Riesterrente um auch den Deutschen die letzten Spargroschen noch zu ihren Lebzeiten aus der Tasche zu ziehen,um eben diese dann gewinnbringend auf dem Kapitalmarkt anzulegen.Zur „Beruhigung“:Ob die 100 € Riesterrente dann in einer Grundsicherung angerechnet werden oder nicht,macht das Leben mit der Grundsicherung kein Deut menschenunwürdiger

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Marko Hrbat
Marko Hrbat (Hrbat) - 11.01.2008 18:55 Uhr

weitere Nachteile der Riester-Rente - Teil 2

# Die gesamte Förderung erhält der Anleger durch die jährliche Beantragung in seiner Steuererklärung oft erst bis zu zwei Jahren später.

# Fallen die Kinder aus der Zulage heraus ( kein Kindergeldanspruch mehr ), müssen die Eltern einen entsprechend höheren Eigenanteil zahlen, um die maximale Zulage zu erhalten.

# Eine Leistungsübertragung auf Kinder oder Lebensgefährten ( Ausnahme: Ehepartner ) ist generell nicht möglich.

# Eine Beleihung, z.B. für den Erwerb von Wohneigentums, ist nur in besonderen Ausnahmefällen möglich.

# Eine Wohnsitzverlegung ins Ausland ist förderungsschädlich, da dann der deutsche Fiskus keine Besteuerung der Renten mehr vornehmen kann. Die gesamte Förderung muss dann zurückgezahlt werden.

# Ein Einschluss des meist notwendigen Todesfall- oder Berufsunfähigkeitsschutzes ist nicht möglich.

# Sollte der Vertrag über Ihren Arbeitgeber abgewickelt werden, wird dieser mit einem hohen Verwaltungsaufwand belastet.

Quelle:http://www.abro-pv.de/vornach.doc

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Marko Hrbat
Marko Hrbat (Hrbat) - 11.01.2008 18:53 Uhr

weitere Nachteile der Riester-Rente

* Ein Kapitalwahlrecht ist nicht zugelassen, d.h., die Auszahlung erfolgt als Rentenleistung. Einmalauszahlungen sind nicht vorgesehen.

* Das angesparte Vermögen ist nicht vor dem Rentenalter verfügbar
( nur unter Verlust der Zulagen und Steuervorteile ).

* Selbst der Tod des Versicherten vor Rentenbeginn ist förderungsschädlich, d.h., Zulagen bzw. Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden, wenn der Versicherte vor Rentenbeginn stirbt
( einzige Ausnahme, wenn die Übertragung auf den Ehepartner vorgenommen werden kann, nicht aber auf Kinder oder den Lebensgefährten! ).

* Tritt der Todesfall während der Rentenphase ein, erhält die hinterbliebene Person die Rente nur für eine begrenzte Zeit, nicht lebenslang.

* Die Rentenleistungen sind voll zu versteuern, also nicht nur mit dem sogenannten Ertragsanteil, wie bei nicht-geförderten Verträgen.

* Die erforderliche Kapitalerhaltungsgarantie bezahlt der Anleger mit niedriger Rendite.

* Die Verwaltungskosten für die " Riester-Produkte " sind verhältnismäßig hoch, was sich renditemindernd auswirkt. Zudem können die Verwaltungskosten, falls sie nicht ausreichend kalkuliert wurden, nachträglich erhöht
werden.

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Marcel Meier

soviel Unwissenheit kann ich kaum glauben!

Selbstverständlich werden alle Einkünfte angerechnet. Warum sollte das nicht so sein?
Auch die steuerlich privilegierten "Geringverdiener" müssen nach ihren Kräften zahlen, nicht immer nur die sogenannten "Gutverdiener". Die haben nämlich mitlerweile Motivationsdefizite diesen ausufernden (Jahrhundertflut) Sozialstaat weiterhin zu finanzieren.
Die sogenannte Grundsicherung ist uniso zu üppig.
Wer jetzt empört aufschreit soll bitte mal überlegen warum eine Einzelhandelskauffrau in den Bäckerladen zum arbeiten erscheint und nicht lieber für 100€ p.M. zuhause bleibt.
Hartz4 ist zu hoch! (345€ Taschengeld, Krankenversicherung, Miete und Heizkosten inklusive)
Wo soll das noch hinführen?
Von den überversorgten Rentnern möchte ich erst garnicht schreiben.
Mir freundlichen Grüßen
Ein für Andere Arbeitender (noch)

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Marcel Meier

ganz einfach

Grundsicherung rigeros zusammenstreichen. Eine solche Idee der nicht Anrechnung kann nur von ideologisch verirrten Randparteien kommen.
Niemand sollte sich auf die sozialen Wohltaten verlassen dürfen. Die Mittelschicht hat keine Lust mehr für diese Menschen zu arbeiten.

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Marco Vogt
Marco Vogt (VogtNbg) - 11.01.2008 17:50 Uhr

Riesters Reaktion legt eines Nahe...

die gesetzliche Rente soll gegen Null heruntergefahren werden.

Natürlich ist dann jeder, der nicht privat vorsorgt schlecht daran, doch warum geben die Typen um Riester es nicht endlich zu: Die gesetzliche Rente wird gescheitert und wird abgeschafft oder geht in eine Grundsicherung a la Sozialhilfe auf?

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Verena Schuellbhuber

Warum so erstaunt ?

Also bitte: Jeder, der sich jemals mit Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe (früher), Grundsicherung und Arbeitslosengeld 2 (heute) auseinandergesetzt hat, weiß: Mit ganz wenigen Ausnahmen (z.B. früher Erziehungsgeld bei der Sozialhilfe) wird jeder Geldzufluss als Einkommen angerechnet. Ob nun voll (wie z.B. bei einer Rente) oder teilweise (wie z.B. beim geringfügigen Erwerbseinkommen, hier wird ein Freibetrag gewährt) mindert dieser Geldzufluss die staatliche Leistung!

Und das ist auch richtig so. Wer sich selber helfen kann, braucht die solidarische Hilfe nicht. Und nun? Dürfen etwa nur die Wohlhabenden oder die Vorstände von Unternehmen ihre wirtschaftlichen Entscheidungen optimieren? Ein dort allgemein akzeptiertes Verhalten (nämlich gerade so zu handeln, dass die Steuerlast minimiert und Subventionen maximiert werden) wird hier dem Kleinverdiener als sozialschädliches Verhalten vorgeworfen.

Was macht die Supermarkt-Kassiererin mit Lücken in der Erwerbsbiografie? Soll sie bei 20.000 Euro Brutto-Jahres-EK (1.600 monatlich, netto sind das 1.120 Euro) über 50 Euro monatlich zurücklegen (um die volle Zulage ab 2008 zu erhalten)?

Diese 650 Euro im Jahr sind für diese Frau der verdiente Urlaub.

Und das ist auch gut so !

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Karl Valentin
Karl Valentin (rijukan) - 11.01.2008 17:31 Uhr

Der wahre Aufreger...

... ist nicht die Anrechnung der Riester-Rente auf die Sozialhilfe (Grundsicherung ist de facto nichts anderes, klingt nur besser). Sondern das Eingeständnis im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (!!!), daß die gesetzliche Rente für weite Bevölkerungskreise künftig nicht einmal mehr Sozialhilfeniveau garantieren kann. Dort, wo man bislang doch immer so schon die Mär vom Sozialstaat nachplappert.

Vielleicht kommt es ja irgendwann noch dazu, daß in diesem Lande auch vom mainstream eingestanden wird: mit den "Rentenbeiträgen" versorgt man die eigenen Eltern. Man erwirbt KEINERLEI Ansprüche gegen irgendjemanden, im Alter selbst versorgt zu werden. Dazu muß man schon in Kinder investieren - zusätzlich. Wer das getan hat, wird durch unser "Rentensystem" freilich bestraft. Daß heute viele Eltern, speziell Frauen, Minirenten erhalten, während ihre Kinder und Enkel fleißig in die Rentenversicherung einzahlen -- während kinderlose Paare eine weit höhere Rente genießen können: wann wird Monitor DIESE Ungerechtigkeit anprangern?

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norbert doerre
norbert doerre (ndoerre) - 11.01.2008 17:30 Uhr

Einzahlungen dienen nur zum Machthalt.

Herr Riester ist sicher ein wohlmeinender Politiker, der eine Idee gehabt hat; bei Herrn Hartz bin ich mir schon nicht mehr sicher; denn es war die Zeit der rotgrünen Blender und Bauernfänger, die ihre Wohltaten mit den Namen ihrer Erfinder versahen, um sie für die Masse greifbarer zu machen.
Der Staat hat sich nachweislich als der unzuverlässigste Lebenspartner und als das größte deutsche Lebensrisiko entwickelt, und er hält inzwischen bei unseren Einkommen die Mehrheitsanteile. Wir alle zusammen haften für 1.600 Mrd Euro Staatsschulden, und eine Tilgung ist ausgeschlossen. Würde Irgendwer sein Geld bei einer so hoch verschuldeten Privatbank anlegen?
Politiker erfinden permanent neue Wege, alle Guthaben der Bürger im direkten oder indirekten Zugriff an sich zu ziehen. Sie haben es schließlich bereits mit den Renten und Krankenversicherungen getan und werden es mit der Riester-Rente genauso tun, sobald sich genug Begehrbares in der Kasse befindet; denn sie kaufen unbefangene Wählerstimmen mit almosenhafter Umverteilung. Wir dienen mit unseren mißbrauchten Steuergeldern und sonstigen Einzahlungen nur zum Machthalt.

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Peter horrex
Peter horrex (Eysel) - 11.01.2008 17:15 Uhr

Der Staatsbetrug geht noch viel weiter ...

Jeder Selbstständige, nicht Versicherungspflichtige muss erst eine ganze Weile "Sparen" in welcher Art auch immer mit ganz überwiegend versteuertem Geld Vorsorge treiben, bis Anrecht in Höhe der Leistungen der Sozialhilfe erhält, die er ebenfalls - im Falle des Falles - angerechnet bekommt. Er muss also - quasi - diesen Grundbetrag DOPPELT "ersparen".
Die Lösung wäre: JEDER, auch der Selbsständige zahlt zwangsweise auf sein " individuelles!!! Versicherungskonto" einen Betrag ein, der versicherungsmathematisch die Grundrente sichert. Erst DANACH ist er "frei" zu tun und zu lassen, was er will. Das wäre die GRUNDRENTE für Alle.
Aber es verlangt natürlich den WIEDER Übergang auf ein zumindest teilweise Kapitaldeckungsverfahren. Eine Berechnung für meine ( zwangsweise pflichtversicherte ) Ehefrau ergab, dass Ihr im gegenwärtigen System ziemlich genau 2/3 ihrer Rente "geklaut" werden. Sozial hin, sozial her, DAS !!! muss dem Normalbürger, Normalverdiener mal VORGERECHNET werden, damit er endlich kapiert, W E R ihn beklaut; unsere - nur scheinbar - Wohltaten verteilenden politischen Sozialakrobaten. Das WOHLKTATEN-Verteilen ist letzlich Diebstahl an jedem "Normalverdiener" in der Pflichtversicherung.

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knudson (knudson) - 11.01.2008 17:05 Uhr

Es ist schon eine gewisse Härte für Kleinsparer u. vermittelt fehlende Achtung

Wenn Menschen mit kleinem Einkommen "extra" sparen (Riester), um etwas zu ihrer späteren kleinen Minirente dazu ausgezahlt bekommen, ist es eine große Tragödie, wenn es ausbleibt, da der "Sozialhilfesatz" bei vielen höher liegen wird, als die kleine Staatsrente. Die Differenz würde dann von der "Riesterrente" zusätzlich abgezwackt werden. Tragisch.

Der Staat praktiziert es aber nicht bei allen Menschen so. Junge Beamte in etlichen Bundesländern dürfen sich von dem "teilmaroden Staatsrentensystem" entkoppeln; deren Altersystem baut sich privatwirtschaftlich aus. Diese Systemwahl gilt dagegen nur für die Schar der neuen Beamten ... nicht aber für den Bürger. Er zahlt weiter in prognostizierbar marode u. überforderte Systeme ein. Letzteres kann als eine politische Aroganz gegenüber dem Bürger gewertet werden. Hierüber spricht man jedoch genauso wenig "offen", wie in dieser speziellen Riestersache. Schade eigentlich.

Wenigsten für junge nachwachsende Generationen sollte eine stärkere Mischform gelten, die nach und nach ins privatwirtschaftliche Rentensystem übergleitet (Staffelung über Jahrgänge). Es ist untragbar, dass auch noch die jetzt Geborenen in ungebremstem Umfang für die Fehler der Opas und Uropas "bestraft" werden.

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janulb (janulb) - 11.01.2008 16:44 Uhr

mal ehrlich

Das Prekariat sollte sich um Ausbildung bemühen und nicht in der bequemen sozialen Hängematte den Tag verschlafen, dann wäre der Standort Deutschland gesichert, so einfach ist das heute.
So aber steht man vor dem unschönen Paradoxon, dass trotz Steuerzuschüssen, die wir bezahlen müssen, wenig Anreiz besteht, etwa beim neuesten Plasmabildschirm zu sparen und stattdessen vom Stundenlohn von 2,80 etwas fürs Alter zur Seite zu legen.

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