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Allensbach-Umfrage : Das Chlorhühnchen zeigt Wirkung

  • Aktualisiert am

Protest gegen das geplante Freihandelsabkommen in Hamburg Bild: dpa

Wie stehen die Deutschen zum Freihandelsabkommen TTIP, hat das Meinungsforschungsinstitut Allensbach gefragt. Wer die Diskussion näher verfolgt hat, ist eher dagegen.

          Seit Monaten kämpfen Gegner und Befürworter des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) über die mediale Deutungshoheit. Eine neue Umfrage des Instituts Allensbach zeigt nun, dass sich viele Deutsche noch keine Meinung dazu gebildet haben. Das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten soll einen freien Handel ohne Zölle garantieren und gemeinsame Standards in der Landwirtschaft, dem Umweltschutz oder der Lebensmittelqualität festlegen. 28 Prozent der Deutschen halten ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten für eine gute Sache, 31 Prozent sind skeptisch. Mit 41 Prozent hat sich allerdings die größte Gruppe in der Bevölkerung noch keine Meinung gebildet.

          Ein deutlich anderes Bild ergibt sich, wenn man nur diejenigen betrachtet, die die Diskussion schon näher verfolgt haben: Von ihnen halten 60 Prozent TTIP für keine gute Sache, nur 29 Prozent können dem Vorhaben insgesamt etwas Positives abgewinnen.

          Als umstrittener Punkt gelten vor allem die in Amerika und der Europäischen Union geltenden Standards, beispielsweise in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelqualität. Das „Chlorhühnchen“ wurde zum Symbol eines vermeintlich unterschiedlichen Verständnisses von Qualitäts- und Gesundheitsstandards. Die deutliche Mehrheit der Bevölkerung ist überzeugt, dass die Standards in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz und Lebensmittelqualität in Europa höher sind als in den Vereinigten Staaten. Von denjenigen, die   um TTIP näher verfolgt haben, gehen sogar 89 Prozent davon aus, dass die europäischen Standards den amerikanischen überlegen sind.

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