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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Ärztestreik Tarifverhandlungen dauern nach 20 Stunden weiter an

17.08.2006 ·  Der Verhandlungsmarathon um die Tarife für die rund 70.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken ist nach rund 20 Verhandlungsstunden noch nicht beendet. „Der Gesprächsbedarf ist noch erheblich und der Ausgang völlig offen“, sagte ein Sprecher des Marburger Bundes.

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Im zähen Ringen um einen Tarifvertrag für die 70.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist noch keine Einigung in Sicht. Die seit Mittwoch morgen in Düsseldorf ununterbrochen andauernden Verhandlungen machten lediglich „sehr zähe Bewegungen nach vorn“, sagte der Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, Otto Foit, am frühen Donnerstag morgen. In dieser Phase sei „Fantasie gefragt“.

Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund sieht nach fast 20 Verhandlungsstunden noch „erheblichen Gesprächsbedarf“. Bei den Verhandlungen werde „in äußerst intensiven Gesprächen um jedes Wort gerungen“, sagte ein Sprecher des Marburger Bundes. Der Ausgang der nunmehr siebten Tarifrunde, die am Montag begonnen hatte, sei „vollkommen offen“.

17.200 Ärzte streiken

Zu Gesprächsbeginn am Mittwoch hatten beide Seiten noch eine mögliche rasche Einigung in dem seit Wochen festgefahrenen Tarifstreit angedeutet. Unterdessen erreichte der bundesweite Streik der Mediziner in der achten Woche nach Angaben der Gewerkschaft einen neuen Höhepunkt. Der Ausstand sei nochmals verschärft worden, 17.200 Ärzte hätten in 185 Kliniken und neun Bundesländern die Arbeit niedergelegt. Streik-Schwerpunkte waren am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die 7. Verhandlungsrunde im Tarifstreit hatte am Montag in Düsseldorf begonnen. Die Tarifparteien entwarfen in einem dreizehnstündigen Gesprächsmarathon eine künftige Gehaltstabelle, die am Dienstag durchgerechnet wurde. Die Ärzte streiken seit dem 26. Juni. Der Marburger Bund verlangt mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen, geregelte Arbeitszeiten und einen arztspezifischen Tarifvertrag. Als Vorbild gilt der Abschluß an
den Uni-Kliniken. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen aber bislang als nicht finanzierbar abgelehnt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/AP
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