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Ab Montag Massive Warnstreiks bei der Bahn

01.07.2007 ·  Wegen des Tarifstreits bei der Bahn müssen Reisende an diesem Montag mit hohen Behinderungen durch Warnstreiks rechnen. Das teilten die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Sonntag mit. Schwerpunkte sind der Südwesten sowie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

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Wegen des Tarifstreits bei der Bahn müssen Reisende an diesem Montag in mehreren Bundesländern mit massiven Behinderungen durch Warnstreiks rechnen. Geplant sind morgendliche Protestaktionen im Fern- und Regionalverkehr, wie die Gewerkschaften Transnet und GDBA nach einem Beschluss ihrer Tarifkommission am Sonntag in Berlin mitteilten.

Schwerpunkte sind demnach der Südwesten Deutschlands sowie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Auch in Hamburg sowie Teilen Bayerns und Nordrhein-Westfalens sind vorübergehende Arbeitsniederlegungen geplant.

Friedenspflicht um Mitternacht abgelaufen

Der stellvertretende GDBA-Vorsitzende Heinz Fuhrmann sagte, es sei „leider unumgänglich“, dass Kunden betroffen sein werden. Es sei aber „einzig und allein der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite zuzuschreiben“, dass der Konflikt eskaliere. Die Bahn sei trotz Rekordergebnissen nicht bereit, über „wirklich angemessene Einkommenserhöhungen für ihre Beschäftigten zu verhandeln“.

Fuhrmann sagte, die Gewerkschaften blieben verhandlungsbereit. Sollte es einen Vorschlag für einen weiteren Gesprächstermin geben, werde man diesen wahrnehmen. „Sollte es gar ein neues Angebot geben, werden wir dies gerne prüfen“, fügte er hinzu. Transnet und GDBA seien interessiert, möglichst schnell zu einem Abschluss zu kommen.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften nach bisher ergebnislosen Tarifgesprächen den Druck auf den bundeseigenen Konzern erhöhen. Die Friedenspflicht war um Mitternacht abgelaufen. Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Geld für rund 134.000 Beschäftigte der Bahn. Die Arbeitgeberseite hat bisher zwei Erhöhungen von je zwei Prozent angeboten.

Lokführer wollen ebenfalls streiken

Unabhängig davon hat die Lokführergewerkschaft GDL für die nächste Woche ebenfalls Warnstreiks angekündigt. Sie nimmt nicht an den Verhandlungen teil und will einen eigenen Tarifvertrag durchsetzen.

Die Bahn-Führung hatte sich bereits vor der neuen Verhandlungsrunde auf Streiks eingestellt. Die Unannehmlichkeiten für Reisende sollten so gering wie möglich gehalten werden, teilte ein Bahnsprecher in Berlin mit. Für die Fahrgäste richtete die Bahn bereits eine Service-Hotline ein. Unter der kostenfreien Telefonnummer 08000 996633 können sich Reisende über eventuelle streikbedingte Behinderungen informieren.

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Von Heike Göbel

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