http://www.faz.net/-gqe-76e5j
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 08.02.2013, 10:36 Uhr

50 Millionen Euro Berlin-Tegel soll ausgebaut werden

Bis zum frühesten Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens Ende 2014 hält Berlin-Tegel nicht mehr durch. Daher werden nach Medienangaben nochmal bis zu 50 Millionen Euro in den Airport investiert.

© dapd Rund 30 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur gesteckt werden, weitere 20 Millionen sind für den Umbau des Terminals C vorgesehen

Der überlastete Flughafen Berlin-Tegel wird für bis zu 50 Millionen Euro modernisiert und erweitert. Investitionen von 30 Millionen Euro im Terminal sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nahezu sicher. Diese Summe sei nötig, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und den Passagieren ein Mindestmaß an Servicequalität bieten zu können, hieß es am Freitag aus zuverlässiger Quelle. Damit wurde ein Bericht der „Bild“-Zeitung vom selben Tag bestätigt.

Unter anderem sollen neue Toiletten und Parkplätze gebaut sowie Klimaanlage und Heizung überholt werden. Der Aufsichtsrat wird in der Sitzung am kommenden Mittwoch über die Ertüchtigung von Tegel beraten. Tegel muss noch mindestens zwei Jahre die Hauptlast des Berliner Luftverkehrs tragen, bis der Hauptstadtflughafen eröffnet ist.

Mehr zum Thema

Das Milliardenprojekt in Schönefeld bei Berlin kämpft mit einer Fülle von Planungs- und Baumängeln. Anfang Januar wurde die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Als frühester Termin gilt der Wechsel zum Winterflugplan im Herbst 2014. Noch nicht klar ist, ob in Tegel auch das Terminal C für 20 Millionen Euro umgebaut wird. Das sei ein besonderer Wunsch der Fluggesellschaften, berichtete die „Bild“-Zeitung. Vor allem Air Berlin hat in Tegel inzwischen auch viel Umsteigeverkehr. Ein angebautes Zelt könnte durch eine Halle mit Abfertigungsschaltern, Sicherheitsschleusen und Gepäckbändern ersetzt werden.

Dieser Plan sei unter den Gesellschaftern Bund, Berlin und Brandenburg wegen der Kosten umstritten, auch weil während der mehrmonatigen Bauzeit die Kapazität von Tegel sinken würde, hieß es aus dem Umfeld der Planer. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), hatte Mitte Januar von einem „zweistelligen Millionen-Euro-Betrag“ gesprochen, der in Tegel investiert werden müsse.

Die Luft wird dünner

Von Carsten Germis, Hamburg

Immer wieder kommen neue Dokumente ans Licht, die darauf deuten, dass die alte Führungsriege von Volkswagen von der Manipulation ihrer Dieselautos wusste. Es muss nun alles auf den Tisch. Mehr 10 12

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage