01.10.2005 · Trübe Perspektiven im Osten der Republik: 1,4 Billionen Euro sind in den Aufbau Ost geflossen und trotzdem stagniert die Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei 21,3 Prozent. Doch es gibt Lichtblicke. FAZ.NET-Spezial zur Wiedervereinigung.
Trübe Perspektiven im Osten der Republik: 1,4 Billionen Euro sind in den 15 Jahren seit der Wiedervereinigung in den Aufbau Ost geflossen und trotzdem stagniert die Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei 21,3 Prozent. Aber es gibt Lichtblicke.
Doch trotz der Erfolge in der Integration der neuen Länder war nur wenigen Menschen zum Feiern zumute als sich die Wiedervereinigung zum fünfzehnten Mal jährte. Die Westdeutschen stöhnen unter der Last der Transferleistungen, die Ostdeutschen unter der hohen Arbeitslosigkeit. Längst ist allen klar, daß das Erblühen der ostdeutschen Landschaften viel mehr Zeit erfordern wird als erwartet - und viel mehr Geld.
Die deutsche Wachstumsschwäche hemmt die Konvergenz und ist zum Teil wohl auch Folge der Einheit. Die Transfers belasten die West-Wirtschaft,und der Osten kommt kaum voran. Um den Abstand zu verkleinern, müßte die Wirtschaftskraft dort - wie in den Nachwendejahren - stärker zulegen als in den alten Ländern.
Tatsächlich hinkt sie hinterher. Rekordarbeitslosigkeit und Abwanderung dauern an, die Frustration nimmt zu. Solange die ökonomische Spaltung andauere, sagen Fachleute, bleibe die innere Einheit von Ost und West eine Illusion.
...was zusammengehört
Immo Sennewald (immediator)
- 04.10.2005, 03:05 Uhr
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