Japans neue Regierung legt mit ihrem Plan, der Wirtschaft des Landes mit lockerer Geldpolitik, mit gigantischen Konjunkturprogrammen und mit aggressiver Industriepolitik wieder mehr Schwung zu verleihen, ein beachtliches Tempo an den Tag. Schon in dieser Woche will der neue Regierungschef Shinzo Abe einen Nachtragshaushalt vorlegen, der mit mindestens 12 Billionen Yen staatlicher Finanzhilfe japanische Unternehmen stützt, die im internationalen Vergleich immer stärker an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Die westlichen Staaten sollten nicht nur die ungehemmte Schuldenpolitik Japans aufmerksam beobachten. Es gibt einen zweiten Schwenk in der japanischen Politik, der von der neuen Regierung vorangetrieben wird: Japanische Unternehmen, die ausländische Wettbewerber übernehmen wollen, sollen dafür künftig großzügige Subventionen des Staates bekommen.
Hinter manchem japanischen Unternehmen, das global agiert und Wettbewerber übernimmt, steht in Zukunft der japanische Staat. Mit Marktwirtschaft hat das wenig zu tun. Politik und Wirtschaft in Europa sollten nicht schweigen, wenn Japan einseitig die Regeln zu seinen Gunsten ändert.
Wat denn fuer Regeln?
Wolfgang Kolberg (wberg70)
- 08.01.2013, 01:17 Uhr
Mit dem Rücken zur Wand, in den Fängen der Anacondas
Thomas Philippi (mot2)
- 07.01.2013, 16:54 Uhr
"Mit Marktwirtschaft hat das wenig zu tun."
Thomas Berger (tberger)
- 07.01.2013, 16:33 Uhr