Home
http://www.faz.net/-gqe-oa3t
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wirtschaft Nobelpreis geht an Amerikaner und Briten

08.10.2003 ·  Der amerikanische Wissenschaftler Robert Engle und der Brite Clive Granger erhalten den Nobelpreis für Wirtschaft für ihre Arbeiten zur Analyse ökonomischer Zeitreihen. Ihre Methoden dienen dazu, die Entwicklung von Preisen, Zinsen oder Börsenkursen aufzuzeigen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der amerikanische Wissenschaftler Robert F. Engle und der Brite Clive W.J. Granger erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Wirtschaft. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler würden für ihre Arbeiten zur Analyse ökonomischer Zeitreihen ausgezeichnet, teilte die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

Engle, der an der New York University lehrt, und Granger von der University of California in San Diego hätten in den 80er Jahren neue statistische Methoden zum besseren Umgang mit zwei zentralen Eigenschaften vieler Zeitreihen entwickelt, der zeitlich variablen Volatilität und gemeinsam veränderlichen Trends, hieß es in der Begründung weiter. Die Daten der Zeitreihen spiegeln die Entwicklung von Bruttoinlandsprodukt (BIP), Preisen, Zinssätzen oder Aktienkursen wider.

Bedeutung haben die ökonometrischen Arbeiten der beiden Wissenschaftler daher unter anderem für empirische Analysen zu den Finanzmärkten und für die empirische makroökonomische Forschung. Die Preissumme von zehn Millionen Schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) geht zu gleichen Teilen an den 60jährigen Engle und den 69jährigen Granger.

Wirtschafts-Nobelpreis erst seit 1969

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist eigentlich gar kein Nobelpreis. In seinem Testament legte der Dynamit-Erfinder Alfred Nobel 1896 nur die Stiftung der Preise für Physik, Chemie und Medizin sowie Literatur und für den Einsatz für den Frieden fest. Die Wirtschaftswissenschaften waren dem Chemiker und Industriellen Nobel angeblich Zeit seines Lebens suspekt - und offenbar nicht preiswürdig.

Erst 1968 rief die Schwedische Reichsbank anläßlich ihres 300jährigen Bestehens „im Gedenken an Alfred Nobel“ den Wirtschaftspreis ins Leben, ein Jahr später wurde er erstmals verliehen. Als Jury fungiert wie bei den Nobelpreisen für Physik und Chemie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 9 8

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2466 −0,18%
Rohöl Brent Crude 106,27 $ −0,54%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.