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Windows Vista Microsoft macht sich selbst Konkurrenz

29.01.2007 ·  Das neue Betriebssystem Windows Vista wird vor allem seinen Vorgängerversionen wie Windows XP das Leben schwermachen und erst langsam im Markt für Privatanwender Fuß fassen.

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Das neue Betriebssystem Windows Vista wird vor allem seinen Vorgängerversionen wie Windows XP das Leben schwermachen und erst langsam im Markt für Privatanwender Fuß fassen. Zu diesem Ergebnis kommen Analysten des Marktforschungsunternehmens Forrester.

Sie sehen keine zwingenden Gründe für die privaten Nutzer, direkt nach Einführung von Vista auf das neue Betriebssystem umzustellen. Denn erst wenige Programme würden derzeit die Vorteile von Vista wirklich nutzen können, heißt es in einem Forrester-Bericht. Über kurz oder lang aber werde sich Vista bei Microsoft-Kunden durchsetzen.

Microsoft könnte seine Dominanz weiter festigen

„Anwender, die mit Windows aufgewachsen und nicht so wechselfreudig sind, werden wohl auch zukünftig eher Betriebssysteme von Microsoft nutzen“, sagt auch Marten Mickos, der Vorstandsvorsitzende des schwedischen Softwareherstellers MySQL, der Software mit offenem Quellcode („Open-Source“) vertreibt. Daher ist abzusehen, dass Microsoft seine dominante Stellung im Markt für Betriebssysteme abermals festigt. Analysten schätzen den Anteil von Windows auf rund 90 Prozent.

Dabei hat der Kunde heute schon die Alternativen. Die größten Wettbewerber sind auf der einen Seite der kalifornische Computerhersteller Apple, dessen Betriebssystem OS X aber ausschließlich auf den Rechnern aus dem eigenen Hause läuft. Entsprechend gering ist der Marktanteil, den OS X bisher erobern konnte. Eine wachsende Zahl von Anwendern nutzt aber die Open-Source-Software Linux, die von einer weltweiten Entwicklergemeinde permanent fortgeschrieben wird.

Marktanteile variieren je nach Segment

Allerdings variieren die Marktanteile von Windows, OS X und Linux je nach Marktsegment. Im Geschäftsumfeld mit großen Netzwerkrechnern (Servern) gewinnt Linux zunehmend an Bedeutung, da die Gesamtkosten für den Betrieb der großen Unternehmensnetze in vielen Fällen deutlich gesenkt werden können.

Daher kann der Umstieg auf eine neue Windows-Version wie Vista in den Unternehmen als Anlass dafür gesehen werden, die komplette Plattform auszutauschen. Für den Privatanwender aber gilt: Ein Wechsel ist entweder - wie im Fall Apple - mit dem Kauf eines neuen (Apple-)Rechners verbunden oder erfordert zumindest - wie bei Linux - neue Versionen der bereits vorhandenen Software. Ein Grund mehr, weshalb Nutzer bei Microsoft bleiben werden.

Quelle: jcw. / utb./ F.A.Z., 29.01.2007, Nr. 24 / Seite 16
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